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Stellungnahme zum Abschlussbericht der 3. außerordentlichen Bischofssynode

Die vor einigen Tagen zu Ende gegangene 3. außerordentlichen Bischofssynode beginnt klarere Konturen anzunehmen: Inzwischen liegt der Abschlussbericht vor, sogar mit Angabe des Stimmungsbildes unter den Synodenteilnehmern zu den jeweiligen Punkten. Der Abschlussbericht vermittelt einen guten Einblick in den Stand der Dinge.

Die Ausgangslage sowohl der Beratungen als auch der Ergebnisse ist dem Wunsch von Papst Franziskus entsprechend durchaus realistisch. Die Ergebnisse zeigen, dass die pastoralen Herausforderungen mutig in den Blick genommen werden. Praktisch alle wichtigen Punkte werden angesprochen, nicht nur die medial immer wieder im Vordergrund stehenden heißen Eisen.

Der Weg der Kirche geht über die Familie. Sie gehört in die Mitte der Seelsorge. Das kommt im Abschlussdokument sehr gut zum Ausdruck. Ein großes Anliegen ist die Begleitung der Paare vor und in der Ehe, insbesondere in den ersten Jahren. Man spürt im Abschlussbericht der Synode den Geist der „conversio pastoralis“, der „pastoralen Umkehr“, die Papst Franziskus von allen Gläubigen – Bischöfen, Priester, Laien, Verheiratete und Unverheiratete – erwartet: Dass wir auf alle Menschen ohne Ausnahme mit Liebe zugehen, dass die älteren Ehepaare den jüngeren Vorbild sein und zur Seite stehen, die christlichen Familien selbst Träger der Verkündigung werden. Manche Themen werden nur kurz angeschnitten, bedürfen einer genaueren Ausführung. Insgesamt lässt das vorliegende Dokument im Gegensatz zu dem von manchen Medien vermittelten Eindruck eine beachtlich große Einheit unter den Synodenteilnehmern erkennen; Einige Punkte, in denen bei der Synode keine Einheit erzielt werden konnte, bedürfen der Weiterführung und Vertiefung.

Der Abschlussbericht vermittelt Hoffnung, lässt erkennen, dass die Aufgabe der Kirche gerade in der heutigen Zeit groß ist, nicht nur in diesem Jahr der Vorbereitung auf die Bischofssynode, sondern auch für die Zeit danach. Die Kirche muss ihre prophetische Stimme erheben und zugleich den guten Hirten vergegenwärtigen, der das verletzte Schaf auf den Schultern trägt.