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Fastenzeit: Papst ruft zu mehr Mitmenschlichkeit auf

Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz dazu aufgerufen, die am Aschermittwoch beginnende Fastenzeit zur Intensivierung des geistlichen Lebens zu nutzen. Fasten und Gebet seien eine Hilfe, Herr über sich selbst zu werden, sagte der Papst am Mittwoch vor mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz.

Werke der Barmherzigkeit helfen, Brüderlichkeit und Mitmenschlichkeit zu fördern, sagte Franziskus. Brüderlichkeit sei ein "Korrektiv gegenüber dem Individualismus einer technisierten Welt".

Familie und Brüderlichkeit spielten eine zentrale Rolle für das friedliche Zusammenleben der Gesellschaft. "Die Familie führt Brüderlichkeit in die Welt und in die Beziehungen zwischen den Völkern ein", so Franziskus wörtlich. Freiheit und Gleichheit allein führten leicht zu Konformismus und Individualismus, wenn nicht Brüderlichkeit hinzukomme, warnte er. Die Familie sei eine "große Schule der Freiheit und des Friedens", wenn die Kinder zu Offenheit gegenüber anderen erzogen würden. Dazu gehöre insbesondere die Brüderlichkeit gegenüber den Schwächeren, den Leidenden, Kranken und Behinderten.

Das Zerbrechen der Beziehung von Geschwistern öffne "schmerzlichen Wirklichkeiten wie Konflikt, Streit, Verrat und Hass die Tür", wie die Bibel in der Erzählung von den Brüdern Kain und Abel zeige, sagte Franziskus. Jesus lade die Gläubigen ein, die Armen und Bedürftigen als Geschwister anzunehmen. "Das ist das Prinzip, als Familie der Christen zu leben, Gottes Liebe sichtbar zu machen und die Gerechtigkeit unter den Menschen zu fördern", so der Papst.

(KAP)