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Stellungnahme zur Abstimmung über das Fortpflanzungsmedizingesetz

Das Resultat der Abstimmung zum Fortpflanzungsmedizingesetz war vorauszusehen. Offensichtlich bestand von Anfang an die Absicht, den mit dem Koalitionspartner ausgehandelten Entwurf durchzuziehen. Und so geschah es, trotz aller Einwände.

Was ich besonders bedaure, dass viele Menschen unserer Zeit, auch Politiker und Richter, sich von einem falschen Fortschrittsglauben verführen lassen, der sie übersehen lässt, dass sie von einigen wenigen Interessensgruppen vor sich hergetrieben werden und so Schritt für Schritt für den Menschen und die Gesellschaft wichtige Werte preisgeben.

Es wird betont, dass die im Gesetzesentwurf enthaltenen Erlaubnisse eng gefasst und bei Übertretungen strenge Sanktionen vorgesehen seien. Das mag im Vergleich zu anderen Ländern schon wahr sein. Dennoch sind es Schritte in die falsche Richtung. Kinder werden immer mehr zu etwas, worauf man meint, ein Recht zu haben, oder was man auch, wenn es nicht passt, verwerfen kann. Die für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder wichtigen Beziehungen zur eigenen Mutter und zum eigenen Vater werden immer häufiger und radikaler unterlaufen. Handel mit Ei- und Samenzellen ist zwar verboten, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass er nicht trotzdem entsteht, genauso wie Leihmütter früher oder später kommen werden.

Schade, dass Österreich nicht ein Land ist, das den Mut hat, in diesen Bereichen eigene Wege zu gehen, ohne sich die sogenannten internationalen Standards aufoktroyieren zu lassen. Den Verlust, der dadurch entsteht, dass manche ins Ausland fahren würden, könnten wir leicht verkraften. Wir könnten darauf sogar stolz sein, so wie ich mich mit allen jenen Abgeordneten unseres Parlaments freue, die den Mut  hatten, aus Gewissensgründen nicht oder gegen den Gesetzesentwurf zu stimmen.