Nacht der 1000 Lichter
Pilgergruppe im Herbst
Herbstlandschaft Mostviertel
 
 

NÖN-Kommentar November 2016

Am 20. November geht das Heilige Jahr, dieses „außerordentliche Jubiläum der Barmherzigkeit“, zu Ende. Es war eine prophetische Eingabe, dieses Jahr auszurufen und so bei uns allen den Zugang zur Barmherzigkeit Gottes zu vertiefen. Der Blick darauf ist ein „notwendiges“ Signal, das unsere Zeit braucht. Sie ist so stark geprägt von Gottesferne, „Sich-selbst-Überlassenheit“, Unversöhnlichkeit, Terror und Angst. Das wonach sich unser Herz sehnt, ist Friede mit Gott und Friede mit unseren Mitmenschen.

Papst Franziskus hat eigens für das Heilige Jahr tausende Pforten der Barmherzigkeit in der ganzen Welt öffnen lassen, einige auch in der Diözese St. Pölten. Sie sind ein Angebot an uns! <--break->

Der Sinn dieser Heiligen Pforten liegt darin, dass wir vor Gott wirklich heil, also geheilt, werden. Wer nämlich im Heiligen Jahr in wahrer Bußgesinnung durch so eine Pforte geht und dazu in der Beichte seine Sünden bereut, dem wird ein vollständiger Ablass zuteil. Was heißt das? Es bedeutet ganz konkret, dass man auch von den negativenFolgen seiner eigenen Sünden, die man im Leben begangen hat, völlig losgelöst wird. Deshalb bedarf man nach seinem Sterben keiner Läuterung, um „ganz“ vor Gott zu sein. Ein herrliches Angebot, wie ich meine.

In dem Zusammenhang erklärt sich übrigens auch der Sinn der Gebete für unsere Verstorbenen, die für diese Unterstützung dankbar sind.

Wenn wir heute im Wartezimmer vor einer Behandlung oder sonst wo, stundenlang warten müssen, bis wir drankommen oder behandelt werden, ist das oft frustrierend und nicht angenehm. Der Ablass bedeutet, dass wir ohne jede Wartezeit sofort zur Anschauung Gottes gelangen, der reine Liebe ist. Der einzige, der vom Ablass profitiert, bin ich selbst; die missbräuchliche Verwendung in vergangenen Jahrhunderten ist Gott sei Dank Geschichte. Es ist Gottes Großzügigkeit, die uns solche Angebote schenkt, wir können sie wegdiskutieren oder tatsächlich wahrnehmen, ich empfehle nachdrücklich letzteres!