Erntekrone
Pilgergruppe im Herbst
Herbstlandschaft Mostviertel
 
 

NÖN-Kommentar Okober 2016

„Grüß Gott in Österreich“, so heißt eine neue Broschüre, die die katholische Kirche gemeinsam mit dem Österreichischen Integrationsfond herausgegeben hat. Sie soll ein Beitrag zur Integration sein und Österreich als Land mit seinen christlichen Wurzeln nahebringen, sowie Fragen zu Kultur und Tradition beantworten. Es ist ein gelungenes und frohes Heft in verschiedenen Sprachen.

Beim Lesen dachte ich mir: Ist das nur eine Broschüre für Fremde, für neu Hierherkommende? Ist das nicht vielmehr für uns selbst eine sehr lehrreiche Lektüre, eine Anregung zur Vertiefung? Wer sind wir? Woher kommen wir? Was macht uns aus?<--break->In kurzen Abschnitten wird jeweils ein Aspekt unserer Heimat und des Glaubens hervorgehoben und erläutert, wie die Kirchen und Heiligenfiguren, die unsere Ortsbilder prägen und die Landstraßen zieren. Das Kreuz wird erläuetet als Symbol der Erlösung, der Nächstenliebe und der Auferstehung, die uns der menschgewordene Gott zuteil werden lassen möchte. Die Gipfelkreuze auf den Bergen, die kein Zeichen der Inbesitznahme sind, sondern Symbol der Dankbarkeit für die wunderbare Schöpfung. Einer Schöpfung und eines Menschseins, das eben über sich selbst hinausweist.

Es wird die Bibel beschrieben, als niedergeschriebene Geschichte der Menschen mit Gott, der sie durch die Zeit führt. Ein allmächtiger Gott, der den Menschen Liebe und Freundschaft anbietet. Deshalb ist das Evangelium Jesu Christi auch ein „Frohe Botschaft“ und nicht umsonst werden die Sakramente Heilmittel genannt. Weiterer Kapitel sind die gleiche Würde aller Menschen, die Feste und Feiern, die Traditionen und Jahreszeitabläufe.

Ich kann jeden nur einladen, sich diese oder ähnliche Broschüren einmal anzuschauen (http://www.katholisch.at/willkommen), um sich nämlich als Christ seine eigenen Wurzeln anzuschauen. Es tut gut, sich der Glaubensgrundlagen wieder einmal bewusst zu werden; daraus kann man wirklich Kraft schöpfen, und vieles was erstarrt schien oder „un“-bewusst war, erhält plötzlich lebendigen Sinn für die eigene Zukunft.