Entzündung der 2. Kerze am Adventkranz
Krippenschau im Diözesanmuseum
Winterwald
 
 

Stellungnahme zum VfGH-Erkenntnis zur "Ehe für alle"

Der Entscheid des Verfassungsgerichtshofes ist zu bedauern. Es schmerzt, dass sich die Bedeutung der Ehe als Verbindung von Mann und Frau nun nicht mehr im staatlichen Rechtsverständnis in ihrer Exklusivstellung als „Keimzelle der Gesellschaft“  ausdrückt. Das Verständnis des Rechtsinstitutes der standesamtlich geschlossenen Ehe ist nun ein fundamental anderes als das bisherige. Es geht dabei nicht darum, die individuelle Lebensgestaltung der Menschen auf den Prüfstand zu stellen, es geht nicht darum, darüber zu sprechen wer wen liebt, sondern einzig um den Schutzcharakter, der der Verbindung von Mann und Frau zukommt. Es geht dabei immer auch und ganz besonders um die Kinder, die aus dieser Verbindung entstehen können und die besonderen Schutz vor Willkür und Unsicherheit verdienen. Das Recht des Kindes auf Vater und Mutter, das maßgeblich für die Identität und Persönlichkeitsentwicklung notwendig ist, wird in diesem Entscheid als nachrangig zu einem Partikularinteresse gesehen. Für die Kirche ist die Ehe zudem die Verbindung von Mann und Frau als Abbild des Schöpfers, die die Sexualität nicht willkürlich von Fortpflanzung trennt, sondern als ein Ganzes sieht. Dieses theologische Grundverständnis lässt sich nicht wegdiskutieren.