Bischof Schwarz weiht den Altar der Pfarrkirche Mank
Heiliger Nikolaus
Adventkranz
 
 

Stellungnahme zu den Vorwürfen in der Zeitschrift NEWS

Mir ist bewusst, dass Vertreter der Kirche in der Öffentlichkeit an der Legitimität und Glaubwürdigkeit ihrer Handlungen und Aussagen gemessen werden. Das ist wichtig und richtig so. Ich bin als Bischof froh und stolz darauf, dass ich Frauen in leitenden Positionen eingesetzt habe und weiterhin Frauen wie auch Männer in leitenden und führenden Funktionen einsetzen werde.

Als Bischof bin ich darüber hinaus in einer Position, die es erfordert, personelle oder strategische Entscheidungen zu treffen, die mitunter auch kontrovers diskutiert wurden. Ich bitte anzuerkennen, dass dies ein Bestandteil jeder Leitungsposition ist, ebenso wie die kritische Diskussion solcher Entscheidungen.

Vorwürfe über unangemessene Beziehungen lähmen uns als Kirche, lähmen eine Diözese, machen verantwortungsvolle Führungsentscheidungen schwierig und schaden nicht nur mir und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern dem Ansehen der Kirche in Österreich. Ich betone, dass jede Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen immer in angemessener Weise stattgefunden hat.

Ebenso klar möchte ich mein ehrliches Bekenntnis zum Zölibat und der damit verbundenen Lebensweise bekunden. Ich bin als Bischof einem Treueversprechen verpflichtet, das ich einhalte und dessen Einhaltung für mich wesentlich ist.

Bezüglich laufender und abgeschlossener Verfahren der unabhängigen kirchlichen Opferschutzanwaltschaft ("Klasnic Kommission") möchte ich direkt an die Kommission verweisen. Ich kenne den angesprochenen Herrn Diakon Siegfried Leitner persönlich, er war jedoch zum Zeitpunkt und seit meinem Amtsantritt in der Diözese Gurk-Klagenfurt im Jahr 2001 nicht mehr im diakonalen Dienst in der Pfarre Moosburg eingesetzt. Ich war im Zuge des angesprochenen Gerichtsverfahrens zu keinem Zeitpunkt als Zeuge geladen. 

Seit 2012 ist die Rahmenordnung für den Umgang von und mit Missbrauch und Gewalt in Kraft. Sowohl in meiner vergangenen Funktion als Bischof von Gurk-Klagenfurt als auch in meiner künftigen Funktion als Bischof von St. Pölten bin ich dieser Rahmenordnung verpflichtet. Es ist mir ein großes Anliegen, Missbrauch und Gewalt präventiv zu begegnen und, bei Bekanntwerden eines Falles, an der Wahrheitsfindung mitzuarbeiten.

Ich bin immer gesprächsbereit, um die Arbeit und den Auftrag, die wir in den Diözesen leben, sowie meinen persönlichen Standpunkt näher zu bringen. Missbrauch und Gewalt sind keine Bagatellen und wir müssen als Kirche alles daran setzen, dass Vorwürfe ernst genommen und Opfer gehört werden. Gleichzeitig setzen wir auf Prävention von und Achtsamkeit gegenüber Gewalt und Missbrauch und schulen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözesen laufend.