| 1785 | Am 28. Jänner wird die päpstliche Bulle für die Errichtung des Bistums St. Pölten ausgestellt. Am 8. Mai erfolgt die feierliche Inthronisation von Bischof Kerens in seinem neuen Bistum. |
| 1789 | Das Zisterzienserstift Lilienfeld wird aufgehoben. In diesem Jahr fand die Französische Revolution statt. |
| 1790 | Kaiser Joseph II. stirbt am 20. Februar. |
| 1792 | Am 4. März stirbt Kaiser Leopold II. Bischof Kerens stirbt am 25. November im 68. Lebensjahr in Wien. Die Diözese St. Pölten wird von Generalvikar Gottfried Josef Crüts von Creits (Kerens' Neffe) weiterregiert. |
| 1794 | Sigismund Anton Graf von Hohenwart wird am 10. Jänner zum St. Pöltner Diözesanbischof ernannt. |
| 1803 | Hohenwart wird am 20. Juni zum Erzbischof von Wien ernannt. Die Diözese führt bis 1806 Crüts von Creits als Generalvikar. |
| 1804 | Kaiser Napoleon beginnt seine Eroberungskriege gegen Preußen und Österreich. |
| 1805 | Am 11. November zieht Napoleon gegen 13 Uhr in St. Pölten ein. Dem Stadtklerus gewährt er eine Audienz. Die Franzosen richten furchtbare Verwüstungen im Diözesangebiet an. Es kommt zu zahlreichen Kirchenschändungen. Bei seiner Rückkehr nach Frankreich passiert Napoleon am 27. Dezember nochmals St. Pölten. |
| 1806 | Am 14. März wird Crüts von Creits Bischof. |
| 1809 | Zweite französische Invasion. Am 7. Mai zieht Napoleon in Melk ein und übernachtet im Stift. In der bischöflichen Residenz in St. Pölten wird das Hauptquartier des französischen Generalstabes eingerichtet. |
| 1814 | Beginn des 'Wiener Kongresses', politische Neuordnung Europas unter Fürst Metternich. |
| 1815 | Am 3. April stirbt Bischof Creits im 58. Lebensjahr. Sein Nachfolger, Ernst Johann Franz von Schwarzenberg, resigniert noch vor Antritt seines Amtes. |
| 1816 | Am 10. Juni wird Johann Nepomuk von Dankesreither zum 4. Bischof von St. Pölten ernannt. |
| 1823 | Am 10. November wird Joseph Chrysostomus Pauer zum Bischof von St. Pölten ernannt. |
| 1827 | Am 2. Jänner wird Jakob Frint zum Diözesanbischof ernannt. |
| 1831 | Die Cholera fordert in Niederösterreich bis Herbst 1832 viele Opfer. |
| 1836 | Am 24. April wird Michael Johann Wagner, ein profilierter Gegner des Josephinismus, Diözesanbischof. |
| 1843 | Am 9. Dezember wird Anton Aloys Buchmayer zum Bischof ernannt. |
| 1852 | Ignaz Feigerle wird am 23. Mai Bischof. |
| 1855 | Das Konkordat drängt das Staatskirchentum zurück. |
| 1865 | Am 30. April wird Josef Feßler in St. Pölten inthronisiert. |
| 1866 | Durch die Niederlage Österreichs im Krieg gegen Preußen und Italien Stärkung des Liberalismus. |
| 1869 | Am 14. Mai wird das 'Reichsschulgesetz' verabschiedet, das die Kirche aus dem Schulwesen verdrängt. Am 8. Dezember wird das 1. Vatikanum eröffnet. Bischof Freßler ist Konzils-Generalsekretär. |
| 1870 | Das Konzil verabschiedet das Dogma der Unfehlbarkeit und des päpstlichen Primats. Österreich kündigt das Konkordat. Italienische und französische Truppen besetzen den Kirchenstaat. |
| 1872 | Als erster Diözesanpriester wird am 7. Dezember Dompfarrer Matthäus Josef Binder Diözesanbischof. |
| 1873 | Pfarrer Josef Kinzl gründet den 'Katholischen patriotischen Volks- und Preßverein für Niederösterreich'. 1868 hatte Bischof Feßler den 'St. Pöltner Boten' als Sprachrohr gegen den Liberalismus gekauft. |
| 1894 | Am 5. Jänner wird Johannes Baptist Rößler zum Bischof ernannt. |
| 1910 | Gründung eines Kirchenbauvereins. Die 'Nichtpolitische Katholikenorganisation' wird in den Katholischen Volksbund umgewandelt. |
| 1914 | Am 23. Juli bricht der Erste Weltkrieg aus. |
| 1927 | Am 18. April wird Michael Memelauer erstmals vom Papst zum Bischof von St. Pölten ernannt, am 26. Mai erfolgt die Weihe im Dom. |
| 1929 | Einführung der Katholischen Aktion in der Diözese. |
| 1938 | Am 12. März erfolgt durch den Einmarsch Hitlers der 'Anschluß' |
| 1941 | Bischof Memelauer in seiner Silvesterpredigt: 'Vor unserem Herrgott gibt es kein unwertes Leben.' |
| 1945 | In einem Hirtenschreiben vom 21. Mai fordert Bischof Michael Memelauer die vollständige Abstinenz aller Priester von der aktiven Politik. |
| 1947 | Diözesanbischof Dr. Franz wird am 13. Juli in St. Pölten zum Priester geweiht. |
| 1952 | Am 31. Mai wird Dr. Franz König Memelauers Bischof-Koadjutor mit Nachfolgerecht. |
| 1955 | Am 15. Mai wird der Staatsvertrag unterzeichnet. |
| 1956 | Am 4. Dezember wird Dr. Franz Zak zum Bischof-Koadjutor mit Nachfolgerecht ernannt. Am 10. Mai war Bischof König zum Erzbischof von Wien berufen worden. |
| 1959 | Am 3. Oktober legt Bischof Memelauer den Grundstein für das Bildungshaus St. Hippolyt. |
| 1961 | Am 30. September stirbt Bischof Michael. Dr. Zak übernimmt die Leitung der Diözese. Vom 1. bis 4. Oktober findet die dritte Diözesansynode statt, die noch Bischof Memelauer einberufen hatte. |
| 1962 | Am 11. Oktober eröffnet Papst Johannes XXIII. das II. Vatikanum. |
| 1967 | Am 15. August wird im St. Pöltner Dom Dr. Alois Stöger zum Weihbischof der Diözese geweiht. |
| 1969 | Im September nimmt die Pädagogische Akademie der Diözese St. Pölten (Grundsteinlegung 1965) den Studienbetrieb auf. |
| 1971 | Mit einem feierlichen Hochamt eröffnet Bischof Zak am 16. Oktober die vierte Diözesansynode. Die drei Vollversammlungen tagen vom 28. bis 30. April, 13. bis 15. Oktober und 10. bis 12. November 1972 in der Pädagogischen Akademie in Krems. |
| 1983 | Vom 10. bis 13. September besucht Papst Johannes Paul II. Österreich. |
| 1985 | Die Diözese begeht ihren 200. Geburtstag. |
| 1986 | St. Pölten wird Landeshauptstadt. Das Rücktrittsgesuch von Weihboschof Dr. Alois Stöger wird am 10. November angenommen. |
| 1987 | Dr. Kurt Krenn wird am 26. April in Wien zum Weihbischof geweiht. |
| 1988 | Papst Johannes Paul II. besucht zum 2. Mal Österreich, gemeinsam für die Diözesen Linz und St. Pölten gibe ese eine Papstmesse in Enns-Lorch. |
| 1989 | Am 21. Jänner wird DDr. Klaus Küng zum Diözesanbischof von Feldkirch bestellt und am 5. März geweiht. |
| 1991 | Bischof Dr. Franz Zak reicht seinen Rücktritt aus Altersgründen ein. Bischof Dr. Kurt Krenn wird am 9. Juli zum Bischof ernannt und übernimmt am 15. September sein Amt. Ordinariatskanzler Dr. Heinrich Fasching wird Generalvikar. |
| 1993 | Generalvikar Dr. Heinrich Fasching wird Titularbischof von Acci und Weihbischof von St. Pölten. |
| 1998 | Papst Johannes Paul II. besucht St. Pölten und feiert am 20. Juni nach einem Besuch im Dom mit Gläubigen im Landhausviertel den Festgottesdienst. |
| 1999 | Am 12. Dezember verstirbt Weihbischof Dr. Alois Stöger |
| 2004 | Am 28. Jänner stirbt der St. Pöltner Altbischof Dr. Franz Zak und am 13. März Kardinal DDr. Franz König. Nach Vorfällen im Priesterseminar wird der Vorarlberger Bischof DDr. Klaus Küng am 20. Juli zum Apostolischen Visitator von St. Pölten berufen. Auf Wunsch des Papstes reicht Bischof Dr. Kurt Krenn am 20. September sein Rücktrittsgesuch ein, das am 7. Oktober vom Papst angenommen wird. Bischof DDr. Klaus Küng wird zum 17. Bischof der Diözese St. Pölten ernannt. |