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Fest der Begegnung in St. Pölten: „Wir sind alle Menschen“

Die Organisatoren Stefanie Steinwendtner und Sepp Gruber und Bischof Klaus Küng

St. Pölten, 09.06.2013 (dsp) Unter dem Motto „Gemeinsame Heimat“ lud die Betriebsseelsorge Traisental am 7. und 8. Juni 2013 zum „Fest der Begegnung“. Kulinarische Schmankerl, Folklore-Tänze und Musiker aus 15 verschiedenen Nationen verwandelten auch dieses Jahr den Rathausplatz der Landeshauptstadt für Tausende Besucher in einen bunten Ort der Begegnung und des Miteinanders.

Im Rahmen des Festes verwies Diözesanbischof Klaus Küng auf die positiven Errungenschaften der Religionsfreiheit in Österreich. Diese Toleranz fordert er auch für die verfolgten Christen in aller Welt. Er würdigte die Veranstaltung in St. Pölten als Ort der Begegnung. Er hoffe, dass dies zu tieferem Dialog führe.

St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler würdigte die Initiative von Sepp Gruber als „Pionierarbeit“ - der Leiter der Betriebsseelsorge Traisental initiierte das Fest. Stadler erinnerte daran, dass bereits Menschen aus 102 Ländern in der niederösterreichischen Landeshauptstadt leben. Für die Integration sei schon viel getan worden, aber auch noch viel zu tun und daher forderte Stadler mehr Geld zur Verfügung für Personal zu stellen und „manchmal auch mehr Verständnis“. So dürfe Migrationshintergrund nicht von Arbeitsplatz oder Ausbildung ausschließen. Der Politiker: „Gute Sozialpolitik ist gute Integrationspolitik.“ Scharf kritisierte Stadler, wenn „Migration mit dem Thema Kriminalität verbunden wird“. Zuwanderung sollte als Chance gesehen werden. Das Wichtigste sei zu bedenken: „Wir sind alle Menschen.“

Landesrat Karl Wilfing sieht als Aufgabe der Politik an, „an einer besseren Welt zu arbeiten“. Wilfing betonte für eine gelungene Integration die Bedeutung der Beherrschung der deutschen Sprache. An Integration müsse ständig gearbeitet werden. Auch er sieht Zuwanderung als Chance, was sich an den Bereichen Sport oder Forschung zeige. Viele Kulturen aufzunehmen, bedeute viele Talente aufzunehmen und in Österreich zu einem guten Ganzen zusammenzuführen.

Bereits zum 21. Mal veranstaltete die Betriebsseelsorge Traisental gemeinsam mit rund 30 weiteren Kulturvereinen das interkulturelle „Fest der Begegnung“, mit dem Ziel das Kennenlernen und den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen zu fördern.

Ein besonderes Highlight war die „lebende Bücherei“ des „Festes der Begegnung“. In Kooperation mit living books bestand in St. Pölten am zweiten Festtag erstmals die Möglichkeit intensive Dialoge mit interessanten Personen, den sogenannten „lebenden Bücher“, zu führen. Diese kann man aus einer Liste von Buchtiteln wie „Geschichten aus dem Leben“ oder „Flucht aus der Tschechoslowakei“ auswählen. Die Wiener Tschuschenkapelle sorgte mit ihrer würzigen musikalischen Mischung für den passenden Ausklang der beiden Tage.

Bild 1: Die Organisatoren Stefanie Steinwendtner und Sepp Gruber und Bischof Klaus Küng.
Bild 2: Die Ehrengäste
Bild 3: Sepp Gruber auf der Showbühne
Bild 4: Die Katholische Jugend mit Bischof Klaus Küng
Bild 5: Zahlreiche Nationalitäten waren am St. Pöltner Hauptplatz vertreten: hier Georgien.