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Küng: Zölibat und Gehorsam heute „dringend gebraucht“

Diakon Franz Dangl und Diözesanbischof DDr. Klaus Küng

St. Pölten, 30.06.2013 (dsp) Den hohen Stellenwert und die Bedeutung von Zölibat und Gehorsam betonte Bischof Klaus Küng bei der Diakonweihe von Franz Dangl am Hochfest „Peter und Paul“ im Dom von St. Pölten. „Viele Menschen stehen heute dem Zölibat und dem Gehorsam sehr kritisch gegenüber.“ Eine „volle Verfügbarkeit für Gott und für andere“ erscheine den meisten nicht zeitgemäß und kaum mehr nachvollziehbar. Gerade in unserer Zeit brauche es jedoch „dringender denn je Menschen, die sich ganz in den Dienst Gottes und der anderen stellen, die dem Wort Gottes gegenüber treu sind und ihm Gehör verschaffen – ob gelegen oder ungelegen“, unterstrich Küng.

Viele Menschen warteten auf die Botschaft des Evangeliums, „und zwar ohne Abstrich“. Gerade in einer Zeit, in der die Tugend der Reinheit, ihre Bedeutung und ihr Wert nicht mehr bekannt seien, habe das Beispiel einer „um des Himmelsreiches willen und konsequent gelebten Enthaltsamkeit“ eine besondere Bedeutung, wie Küng erklärte: „Mit der Hilfe Gottes und einem entsprechenden Bemühen ist dies auch möglich.“  Es brauche Diakone und Priester, „die ihr Leben hingeben und auch wirklich gehorsam dienen. Jesus war gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“

Angesichts nur einer einzigen Diakonweihe sei man, so Küng, an das Schriftwort im Johannesevangelium erinnert: „Was ist das für so viele?“ Die Situation in vielen Pfarren der Diözese und die Bedürfnisse der Gesellschaft erinnerten an die große Menschenmenge für die die Jünger Jesu kein Brot hatten. „Da war nur ein kleiner Bub mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen.“ Diese Gedankenassoziation sei zugleich auch „trostvoll“, wie Küng betonte: „Denn Jesus hat damals diese fünf Brote und diese zwei Fische genommen, das Dankgebet gesprochen und an die Leute ausgeteilt, und zwar so viel sie wollten. Und alle wurden satt.“

Spätberufener auf dem Weg zum Priestertum

Der zum Diakon geweihte Franz Dangl wurde 1957 in Süßenbach in der Gemeinde Kirchberg am Walde im Bezirk Gmünd geboren. Er erlernte den Beruf des Elektroinstallateurs, den er bis 2003 ausübte. Nach dem Vorbereitungslehrgang zur Studienberechtigung und dem einjährigen Propädeutikum in Horn trat Dangl im Oktober 2005 in das Priesterseminar ein und studierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Das Theologiestudium schloss er im Jänner 2013 mit dem Magisterium ab. Seit März ist Dangl Praktikant in der Pfarre Steinakirchen am Forst im Bezirk Scheibbs. Nach dem Diakonatsjahr wird Franz Dangl voraussichtlich 2014 zum Priester geweiht.

Predigt im Wortlaut

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