Erntekrone
Pilgergruppe im Herbst
Herbstlandschaft Mostviertel
 
 

Fronleichnam

Fronleichnamsprozession

Das Fronleichnamsfest, das die Kirche zehn Tage nach Pfingsten und 50 Tage nach Ostern feiert, erinnert an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie. Der entscheidende Anstoß war eine Vision der später heiliggesprochenen Augustinernonne Juliana von Lüttich im Jahre 1209. Sie habe, so wird berichtet, beim Beten den Mond mit einer dunklen Stelle gesehen. Christus habe ihr erklärt, dass der Mond für das Kirchenjahr stehe, der dunkle Fleck für das Fehlen eines Festes des Eucharistie-Sakraments.

Aus der päpstlichen Einführungsbulle "Transiturus hoc mundo" (1264) geht aber auch hervor, dass Urban IV. als primären Grund für das Fest den siegreichen Triumph über die mittelalterliche Irrlehre favorisierte, welche die Transsubstantiation geleugnet hatte.

Vielerorts wird an Fronleichnam die Eucharistie feierlich durch die Straßen getragen, die erste Prozession fand 1279 in Köln statt. Die Katholiken wollen so zeigen, dass Jesus mit seinem pilgernden Gottesvolk unterwegs ist. Die Freude über seine Gegenwart prägt das Fest.

Das Wort Fronleichnam setzt sich zusammen aus dem mittelhochdeutschen Fron und Leichnam. „Fro“ bedeutet Herr, Frondienst ist Herrendienst. „Lîchnam“ meinte nicht wie heute den toten Leib, sondern den lebendigen Menschen; Fronleichnam heißt also "Lebendiger Leib des Herrn".