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Pilgergruppe im Herbst
Herbstlandschaft Mostviertel
 
 

Pfingsten

Pfingsten von GiottoPfingstdarstellung von Giotto di Bodone

Der 50. Tag

Pfingsten gehört mit Weihnachten und Ostern zu den drei größten christlichen Festen. Der Name „Pfingsten“ kommt vom griechischen Wort pentekoste (=„der 50. Tag“). Dies zeigt den zeitlichen Abstand zum Ostersonntag an. Am 50. Tag nach der Auferstehung Jesus – so erzählt die Bibel (Apostelgeschichte 2) – wurden die bis dahin ängstlichen Apostel vom Heiligen Geist erfüllt. Voll Mut und Kraft begannen sie die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu verkünden. Viele Menschen fanden durch sie zum Glauben an Jesus Christus und ließen sich taufen. Die Kirche entstand. Deshalb wird Pfingsten auch als „Geburtstag der Kirche" bezeichnet.

Früher wurde die Herabkunft des Heiligen Geistes allgemein in der siebenwöchigen Osterzeit mitgefeiert. Als eigenständiges Fest wird Pfingsten erstmals im 4. Jahrhundert erwähnt. Es fällt immer in die Zeit zwischen 10. Mai und 13. Juni. Mit Pfingsten endet die österliche Zeit.

Der Heilige Geist

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis." (Weisheit 1,7) Der Heilige Geist ist nach dem Zeugnis der Bibel die göttliche Lebenskraft. Sie kommt von Gott und ist selbst göttlich. Mit Gott-Vater und Gott-Sohn ist der Heilige Geist der eine Gott (Dreifaltigkeit Gottes; vgl. Matthäus 28,19). Gott-Vater und der auferstandene Jesus Christus sind durch ihn den Menschen aller Zeiten gegenwärtig und nahe. „Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unseren Herzen durch den Heiligen Geist." (Römer 5,5)

Im Großen Glaubensbekenntnis, dessen Formulierung schon auf das Konzil von Konstantinopel (381 n. Chr.) zurückgeht, bekennen die christlichen Kirchen:

„Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater (und dem Sohn) hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn
angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten."

Firmungen

Das Pfingstfest ist auch als Firmtermin sehr beliebt. In der Feier der Firmung wird der Heilige Geist auf die Firmlinge herabgerufen, damit er sie in ihrem Christ-sein stärke. Das Wort „Firmung" kommt vom lateinischen confirmare (= bestärken).
Die Reihe der Firmungen beginnt in unserer Diözese nach Ostern und wird Ende Juni abgeschlossen.

Karl Veitschegger