Auferstehung
Schmetterling - Symbol der Auferstehung
Osterfeuer
 
 

Sakramente

Die Sakramente sind sinnlich wahrnehmbare, wirksame Zeichen der Gnade, die von Christus eingesetzt und der Kirche anvertraut sind und durch die uns das göttliche Leben gespendet wird. Es gibt sieben Sakramente: die Taufe, die Firmung, die Eucharistie, die Buße, die Krankensalbung, die Weihe und die Ehe.
(Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche, Rom 2005, Nr. 224)

Gottes Nähe feiern

Sakramente sind wirksame Zeichen der Liebe und Nähe Gottes. Sie haben ihren Ursprung in Jesus Christus. Die katholische Kirche feiert sieben Sakramente.

Jesus Christus - das Ursakrament

Christlicher Glaube bekennt: Der unsichtbare Gott ist in Jesus von Nazaret sichtbar und greifbar geworden, um uns sein göttliches Leben mitzuteilen. In Christus „wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kolosser 2,9). Deshalb kann man sagen: Jesus ist das Ur-Sakrament, das schönste und beste Zeichen Gottes in dieser Welt.

Kirche als Grundsakrament

Auch die Gemeinschaft der Kirche ist - trotz vieler menschlicher Schwächen - Werkzeug der Liebe Gottes in der Welt. Sie ist das freilich nicht aus eigener Kraft, sondern weil Jesus Christus ihr versprochen hat: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“ (Matthäus 28, 20) Paulus nennt die Kirche sogar den "Leib Christi". Durch sie bleibt Christus „hörbar“, „sichtbar“, „greifbar“ in der Welt. In den sieben Sakramenten, die die Kirche im Auftrag ihres Herrn seit Alters her feiert und gestaltet, wirkt Jesus Christus durch den Heilgen Geist verlässlich bis ans Ende der Zeiten – als Retter, Freund, Gastgeber, Arzt, Auftraggeber...

Die sieben Sakramente

Taufe, Firmung und Eucharistie sind die drei Sakramente der Eingliederung in das christliche Leben (christliche Initiation). Buße (Feier der Versöhnung, Beichte) und Krankensalbung sind Sakramente der Heilung. Die Weihe zum gesitlichen Amt (des Bischofs, Priesters, Diakons) und die Ehe sind Sakramente einer dauerhaften Berufung im Dienst an der Gemeinschaft.

Das lateinische Wort „sacramentum“ bezeichnete in der Antike den Fahneneid, also eine Feier der Treue. Auch die christlichen Sakramente sind Zusagen der Treue, vor allem der Treue Gottes. Aber sie bewirken nicht automatisch unser Heil. Sie können nur dann fruchtbar werden, wenn sie in rechter Gesinnung und im Glauben angenommen werden.


Karl Veitschegger