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Pilgergruppe im Herbst
Herbstlandschaft Mostviertel
 
 

Stundengebet

Die christliche Kirche hat schon sehr früh – nach jüdischem Vorbild – den Tagesablauf mit Gebeten geprägt.

Gebetsbuch mit KerzeFoto: Stock

Die Feier des Stundengebetes

Vor allem der Tagesbeginn und der Tagesabschluss wurden intensiver gestaltet. So entstand im Laufe der Zeit die „liturgia horarum", die Stundenliturgie oder das Stundengebet: zu wichtigen Stunden wurden Gebete gesprochen (Laudes, Terz, Sext, Non, Vesper, Komplet, Lesehore).

In der christlichen Frühzeit wurden Morgenlob (Laudes) und Abendgebet (Vesper) noch von der Gemeinde gefeiert. Später wurde das Stundengebet zum verpflichtenden Gebet für Kleriker, Mönche und Nonnen. Die meisten Gläubigen waren ja der Liturgiesprache Latein gar nicht mächtig.

Das Stundengebet besteht vor allem aus Hymnen, die inhaltlich auf die entsprechende Tageszeit oder Kirchenjahreszeit abgstimmt sind, aus Psalmen, biblischen Liedern und Lesungen, aus Fürbitten und anderen Gebeten.

Das Stundengebet der Weltpriester, eine gekürzte Form des klösterlichen Stundengebetes, wurde früher Brevier (von lat. brevis = kurz) genannt.

Das II. Vatikanische Konzil brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass die „liturgia horarum“ (wieder) zum Gebet des gesamten Gottesvolkes werden sollte. Durch Verwendung der Volkssprache und durch Vereinfachung der liturgischen Bücher wollte man es auch vielen Laien ermöglichen, an diesem offiziellen Gebet der Kirche allein oder in Gemeinschaft, teilzunehmen .