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16. Nö. Juristenmesse, 24. September 2005, Piaristenkirche Krems: EU-Bürger sind in hohem Maß religiös Kommissions-Berater Michael Weninger bescheinigt bei der "Juristenmesse" in Krems den EU-Bürgern eine „hohe religiöse Grundbefindlichkeit“ Eine "hohe religiöse Grundbefindlichkeit" bescheinigt Dr. Michael Weninger, Mitglied im Politischen Beraterstab der Europäischen Kommission, den Bürgern der Europäischen Union. Die überwiegende Mehrheit sei religiös, lediglich zehn Prozent können als Nihilisten angesehen werden. Weninger ist im Beraterstab des EU-Präsidenten für den Dialog mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften zuständig. Von den sich als religiös
bezeichneten EU-Bürgern glaubt etwa ein Drittel an ein höheres
Wesen und gehören so zu den Agnostikern, ein weiteres Drittel gehört
den traditionellen Religionen und Kirchen an, allerdings mit einem sehr
lockeren Bezug, und ein weiteres Drittel sei mit ihrer Religionsgemeinschaft
eng verbunden. Es wäre fatal, würde die Europäische Union
diese Grundbefindlichkeit nicht entsprechend berücksichtigen, meint
Weninger. Leider, so der EU-Experte, fehle zwischen den Entscheidungsträgern
und den Bürgern in der EU oft dieser notwendige Gleichklang. Als kompliziert bezeichnete
Weninger die Situation mit den Muslimen, von denen schon fast geschätzte
40 Millionen in EU-Staaten leben. Viele von ihnen befinden sich bereits
seit Generationen in Europa, besitzen die Staatsbürgerschaft des
Landes, in dem sie leben und seien voll integriert. Einen weiteren Teil
stellen jene dar, die eine doppelte Staatsbürgerschaft oder die Staatsangehörigkeit
ihres Herkunftslandes besitzen und sich noch immer in Sprache, Kultur,
Tradition und politischer Orientierung dem Herkunftsland verbunden wissen.
Problematisch sei aber die dritte Gruppe, die sich illegal in der EU aufhalte,
innerhalb der Schengen-Grenze wandere und oft extremes Gedankengut mit
sich trage. Der Europäische Integrationsprozess stelle eine einzigartige Erfolgsgeschichte dar, erläuterte Weninger abschließend. Zum ersten Mal in der Geschichte Europas versuchen die Staaten, ein gemeinsames Europa mit gemeinsamen Institutionen als Heimstätte aller Europäer zu schaffen. Die Religionsgemeinschaften und Kirchen hätten schon seit jeher einen bedeutenden Beitrag zur Einswerdung des von christlicher Zivilisation geprägten Kontinents geleistet. Bereits beim vorangegangenen
Gottesdienst stellte Ordinariatskanzler Dr. Gottfried Auer den Heiligen
Ivo Hélory, der in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts
in der Bretagne gelebt hat, als Vorbild und Patron der Juristen hin. Der
Heilige war Theologe und Rechtsgelehrter und trat vor geistlichen und
weltlichen Gerichten immer wieder unentgeltlich als Anwalt der Armen,
Unterdrückten und Hilflosen auf. Der Kanzler legte den Anwesenden
nahe, im Umgang mit dem Recht und den Menschen nach dem Beispiel des Heiligen
Ivo immer auch die Demut zu zeigen. Mag. Hans Pflügl
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der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15-19, A-3100 St. Pölten,
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