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Ökumenischer Gottesdienst
im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen,
23. Jänner 2005, Leopoldkapelle, Nö. Landhaus St. Pölten


mit (von links):
Superintendent Lothar Pöll (methodistische Kirche),
Ordinariatskanzler Dr. Gottfried Auer (röm.-kath. Kirche),
Propst Mag. Maximilian Fürnsinn can.reg. (röm.-kath. Kirche),
Superintendent Mag. Paul Weiland, St. Pölten (evangel. Kirche in NÖ)
,
Pfarrer Dr. Christian Halama (altkatholische Kirche),
Pastorin Baukje Leitner-Pijl (evang. Kirche AB)

Propst Fürnsinn zu Ökumene: Brauchen die Einmischung den Hl. Geistes

Den besonderen Charakter der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen in diesem Jahr betonte Propst Mag. Maximilian Fürnsinn in der Kapelle des NÖ Landhauses. 40 Jahre nach Verabschiedung des Ökumenismus-Dekrets beim Zweiten Vatikanischen Konzil wies er auf die Bedeutung für die katholische Kirche hin: „Damals hat sich die katholische Kirche der ökumenischen Bewegung sehr deutlich angeschlossen… es wird in diesem Dekret von einem differenzierten Konsens bei den Glaubenswahrheiten gesprochen - das war damals ein enormer Fortschritt.
Und es ist die Rede von einem gemeinsamen Weg und einer vorläufigen Kirchengemeinschaft. Kardinal Kaspar, Leiter des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen habe festgestellt: Wir brauchen noch sehr viel Mut und Fantasie, um diese ökumenischen Prinzipien umzusetzen. - Ich würde hinzufügen: Wir brauchen ganz sicher noch die Einmischung des Hl. Geistes, der uns noch deutlicher zusammenführt. Und sie wissen: Der kann lästig sein!“, so Fürnsinn.

Der ökumenische Arbeitskreis der Diözese St. Pölten und der KAV hatten am Sonntag, dem 23. Jänner zum Gebet für die Einheit der Christen in die Leopoldkapelle des NÖ Landhauses geladen. Vertreten waren die römisch-katholische Kirche durch Propst Mag. Maximilian Fürnsinn und Ordinariatskanzler Dr. Gottfried Auer, die evangelische Kirche AB durch Superintendent Mag. Paul Weiland und Pfarrerin Baukje Leitner-Pijl, die Methodistenkirche durch Superintendent Lothar Pöll, sowie die altkatholische Kirche durch Pfarrer Dr. Christian Halama.

Zum Thema „Christus, das eine Fundament der Kirche“ (1 Kor 3,1-23), dem Motto der heurigen Weltgebetswoche für die Einheit der Christen, predigte Superintendent Mag. Paul Weiland. Die Kirchen bräuchten dieses Wort Gottes vom einen Fundament, um “dann und wann und immer wieder” aus “Kleinkariertheit, Eigensicht und Enge hinausgeführt zu werden in die Weite Gottes, um auch selbst zu erkennen, was wichtig ist, und was trägt“, so Weiland. Neben dem „Pflanzen und Gießen“ dürfe nicht vergessen werden, „wer das Wachsen und das Gedeihen gibt.“ - „Das zu bedenken, das kann die Selbstbewertung des Einzelnen … das eigene Tun und Handeln, das Bewerten, … einordnen in die Kategorie des Ganzen.“

Was der Apostel Paulus im Brief an die Korinther von Apollos und ihm selbst gesagt habe, das gelte heute ebenso für die römisch-katholische, für die evangelische, für die altkatholische, für die methodistische, für die serbisch-orthodoxe Kirche. „Das gilt für alle Kirchen. Jeder pflanzt und gießt - jeder auf seine Weise. Aber nur einer lässt wachsen.
Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist: Jesus Christus - Das ist ein Wort, das die Kirchen zusammenführen kann in ihrem Einsatz für das Wort Gottes und für die Menschen, das Einheit schaffen sollte - trotz unterschiedlicher Methoden und Frömmigkeitsrichtungen“, so der Superintendent.

Die Kollekte des Gottesdienstes war - ganz im Sinne der Ökumene - Projekten der „Diakonia Agapes“, dem caritativen Werk der albanisch-orthodoxen Kirche gewidmet.


Mag. Bernhard Herzberge
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