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Ökumenischer Gottesdienst
"Christus - Hoffnung Europas"
,
1. Juni 2003, evangelische Pfarrkirche in St. Pölten

„Was zählt, sind Liebe und Vergebung“

"Die großen Veränderungen in unserer Welt haben weder die Mächtigen noch Wirtschaftsbosse ausgelöst. Es waren die Revolutionen der Liebe". Dies betonte der evangelische Superintendent Mag. Paul Weiland beim ökumenischen Gottesdienst am 1. Juni in der evangelischen Pfarrkirche in St. Pölten.

Der Kath. Akademikerverband hat gemeinsam mit der evangelischen und methodistischen Gemeinde sowie der serbisch-orthodoxen Pfarre zu diesem Gottesdienst zum Thema des Mitteleuropäischen Katholikentags „Christus – Hoffnung Europas“ geladen.

"Was wirklich zählt in dieser Welt sind Liebe, Vergebung und die Möglichkeit, neu anfangen zu können", sagte Superintendent Mag. Paul Weiland. Christus als Hoffnung für Europa bedeute, ihn zu erfahren als jemanden, der "für die Menschen gelebt hat, gestorben und wieder auferstanden ist“. Man brauche „nicht ein Europa der Machtdemonstration und als Bollwerk gegen andere Menschen, sondern Christen, die beten und einander vergeben", unterstrich Weiland.

Der Melker Abt Prl. Georg Wilfinger wies auf das Evangelium als eine „hoffnungsvolle Botschaft für alle Menschen“ hin. Es könne ein Europa „für Gerechtigkeit, sozialen Frieden und Menschenwürde“ entstehen. "Wer sich auf Gott einlässt, wird beschenkt mit seinem Geist und kann damit selbst Quelle für andere werden“, unterstrich der Abt.

Der serbisch-orthodoxe Pfarrer Ljubomir Bolic rief die Anwesenden zum täglichen Gebet auf. Das Wort Gottes sei die wichtigste Quelle für unsere Erlösung und das Gebet "die wichtigste Nahrung für die Seele", sagte er.

Pastorin Esther Handschin von der methodistischen Kirche äußerte in den Fürbitten den Wunsch, dass der Einigungsprozess für Europa gelingen und vor allem die Kirchen beitragen können, die Grenzen des Nationalismus abzubauen. Die Christen mögen sich ihres Auftrags und ihrer Sendung immer mehr bewusst werden, damit die christlichen Kirchen in Österreich zu mehr Toleranz und Offenheit gegenüber Ausländern beitragen können.

Mag. Hans Pflügl

mit Abt Prl. Georg Wilfinger OSB, Melk,
Superintendent Mag. Paul Weiland, St. Pölten (Evangel. Kirche in NÖ)
,
Pastorin Esther Handschin, Linz (Methodistische Kirche),
Pfr. Ljubomir Bolic, St. Pölten (serbisch-orthodoxe Kirche),

Musikalische Begleitung: Sax4Fun,
Orgel: Mag.Dr. Angelika Beroun-Linhart

 

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verantwortlich für den Inhalt: Dr. Rudolf Schwertner