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   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

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    Jan/Feb 1999 

Eine KMB-Gruppe braucht die Öffentlichkeit

Es war eine tolle Aktion der pfarrlichen KMB-Gruppe. Und dennoch: außerhalb der Pfarre wußte kaum jemand, wie sich die Männer bei der jüngsten Kleidersammlung engagiert hatten. Und auch im Ort war es wenigen bekannt geworden. Das Pfarrblatt nahm kaum Notiz davon und die Regionalzeitung brachte nicht einmal eine Zeile.

- Hans Pflügl -

„Wir wollen uns damit nicht in den Vordergrund stellen“, sagte der Pfarrobmann. Die übrigen Mitglieder gaben ihm Recht, leisteten weiterhin ihren Dienst als Lektoren, Kommunionhelfer und bereiteten die nächste Aktivistenrunde vor. Und dann gab es die nächste Aktion. Ein Marterl wurde renoviert. - Die Zeitung nahm wiederum keine Notiz davon.

Erstes Umdenken

In einer der nächsten Sitzungen stellten die Männer fest, daß sie kaum jüngere Mitglieder hatten. Eine „Werbeaktion“ wurde gestartet und Männer angesprochen, der KMB beizutreten. Doch die meisten fragen nur: „wer ist die KMB?– und wozu brauche ich sie?“ Diese Werbung blieb ohne Erfolg. Dies mag eine erfundene Geschichte sein. Aber so ähnlich ist es in manchen Pfarren. Die Aktivitäten, die es gibt, verrinnen wie im Sand. Zurück bleibt manchmal Enttäuschung. Die genannte Gruppe der Männer hatte sich kein eigenes „Profil“ zugelegt, das sie unverkennbar und für das pfarrliche Leben notwendig machte. Vieles wurde getan, Engagement gezeigt - aber wie im Verborgenen.

Erste Schritte

Es schien wie ein Licht, das die Männer unter den Scheffel stellten oder als vermeintliche Bescheidenheit, die leider das Gegenteil erreichte. Andererseits: nur etwas zu tun, um in den Medien zu sein, ist meist nur von kurzer Dauer. Vordergründiges Handeln nach dem Motto „Tu gutes und rede darüber“ entlarvt sich bald selbst. Die Arbeit der KMB braucht auch Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit. Die Männer dieser Pfarrgruppe setzten sich zusammen und beratschlagten, wa zu tun sei. Sie fragen im Ort: „Kennen Sie die KMB? Was halten sie von ihr?“ Aus den wenigen Antworten war herauszulesen, daß die KMB und ihre Arbeit nahzu unbekannt waren. Da mußte also dringend etwas getan werden. Nach der nächsten Martelrenovierung gab es bereits große Plakate und Handzettel, auf denen zum Abschluß der Renovierung eingeladen wurde. Auch der Lokalredakteur wurde informiert und eingeladen. Auf den Plakaten und Handzettel stand groß das Logo der KMB. Nach einer kurzen Andacht bei dem Bildstock gab es ein kleines Fest mit Bratwürstel, Bier und Saft. Nicht nur, daß die freiwilligen Spenden diese Unkosten abdeckten, es blieb noch einiges übrig.

Erste Erfolge

Eine Schwalbe macht sicher noch keinen Sommer, aber es war ein erster Schritt. Ähnlich wurde die nächste Kleidersammelaktion beworben, genauso der folgende Einkehr- und Besinnungstag für Männer, und dann auch die nächste Fußwallfahrt der KMB, die diesmal bewußt als Familienwallfahrt gestaltet wurde. Und neben den Aktivistenrunden wurden gemeinsam mit dem Bildungswerk Vorträge über aktuelle Fragen, etwa über den „Euro“ und die „Agenda 2000“ organisiert. Und auf den Plakaten prangte jedesmal auch das KMB-Logo. Nach einem Jahr gab es auf die Frage „Kennen Sie die KMB“ schon Antworten wie: „Sind das nicht diejenigen, die Marterl renovieren, die interessante Vorträge anbieten, die ...“. Ein erster Schritt ist geschehen. Der „Erfolg“ kommt sicher, aber nicht sofort. Die KMB, was sie ist und will, was sie tut und bewirkt, muß sich langsam profilieren. Sie muß auf Dauer sicherstellen können, daß sie glaubwürdig und zuverlässig ist. Dann wird sie auch akzeptiert.

 
 


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    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr