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   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

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Wo finde ich Hilfe?

Auch heuer hielt die Pfarrcaritas unter dem Motto „Helfen, wenn der Hut brennt“ in Waidhofen/Thaya und Wieselburg ihre Tagungen ab.

- Fritz Prand -

Der Moderator der Tagungen, Caritas-Referatsleiter Dr. Sepp Winklmayr, sprach von der „neuen Armut“, die zum Unterschied von früher immer jüngere Mensche gefährde, oft auch infolge von Arbeitslosigkeit und Scheidungen, sowie auch Alleinerzieherinnen. Die Sozialgesetzgebung sei immer schwieriger zu durchschauen.

Aufgaben der Sozialhilfe

Die Leiter der Sozialämter der Bezirkshauptmannschaften Waidhofen/Thaya, Herr DSA Christian Pany, und Herr DSA Josef Luger vom Sozialamt Scheibbs referierten dann über die Möglichkeiten und Aufgaben der öffentlichen Sozialhilfe. Laut NÖ Sozialhilfegesetz erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt Personen, die den notwendigen Lebenunterhalt für sich und ihre Familie nicht oder nicht ausreichend selbst beschaffen können. Diese Hilfe kann durch laufende oder einmalige Geld- oder Sachleistungen erfolgen. Bevor solche Hilfe gewährt wird, hat der Hilfesuchende seine Arbeitskraft, sein Einkommen und sein verwertbares Vermögen einzusetzen. Der Antrag muß beim Sozialamt der betreffenden Bezirkshauptmannschaft gestellt werden. Einige Neuerungen gibt es auch bei der Hilfe für behinderte Menschen, so wurde die Grenze auf das 10-fache erhöht, Sparvermögen ist erst ab S 60.000,- einzusetzen. Diese Hilfe umfaßt: Heilbehandlung, orthopädische Versorgung, Hilfe zur Erziehung und Schulbildung, zur beruflichen Eingliederung, zum Lebensunterhalt, Hilfe durch geschützte Arbeit, Beschäftigungstherapie, persönliche Hilfe, Hilfe durch Unterbringung in geeigneten Einrichtungen, Ersatz von Fahrtkosten. Das NÖ Sozialhilfegesetz regelt die Hilfe in besonderen Lebenslagen. Arten dieser Hilfe sind: Krankenhilfe, Hilfe für werdende Mütter und Wöchnerinnen, Hilfe zur Erziehung und Erwerbsbefähigung, zur Schaffung einer wirtschaftlichen Lebensgrundlage, Hilfe für Familien, für pflegebedürftige Menschen, für betagte Menschen, unter Umständen die Übernahme des Bestattungsaufwandes. Eine weitere Art der Sozialhilfe ist das Pflegegeld (früher Hilflosenzuschuß). Hier ist für Pensionisten und Rentner der Bund zuständig und für die anderen (Hausfrauen, Kinder) das Land. Der Betreuungsbedarf muß voraussichtlich mindestens 6 Monate andauern und mindestens 51 Stunden monatlich betragen.

Ursachen von Armut

Bei der Tagung in Wieselburg referierte die Leiterin der Sozialhilfe der Caritas Linz, Frau DSA Maria Ehmann, über „Chancen und Grenzen des Helfens“. Sie sprach dabei über Ursachen und Entwicklung von Armut und Ausgrenzung, die Bedingungen unseres Sozialsystems sowie über Möglichkeiten und Effizienz von Hilfe und Beratung. In Waidhofen/Thaya berichtete Ing. Josef Kuttelwascher über „Prinzip und Möglichkeiteiten der SOS-Hilfe und Sozialberatung der Caritas St. Pölten.“ Sie steht als zentrale Anlaufstelle für einzelne Menschen und Familien offen, die durch Flucht, Unglücksfälle, Krankheit und Behinderung, Arbeitslosigkeit und Verschuldung oder durch ihre Lebens-umstände mit oder ohne eigener Schuld in eine persönliche Notlage geraten sind.


Ihre Ziele sind:

l Die akute Notlage des Hilfesuchenden verändern
l Die Eigenkräfte durch Gespräche und Ermutigung stärken
l Den Hilfesuchenden in ein soziales Netz einbinden
l Die Lebenssituation längerfristig stabilisieren und absichern

Adresse der Beratungsstelle nördlich der Donau: Ing. Josef Kuttelwascher Bahnhofstr. 18, 3830 Waidhofen/Thaya Dienstag 8 - 10 Uhr Tel.: 02842/54150-10 St. Pölten Montag ganztägig Tel.: 02742/844-93

Achtung Termin vormerken!
Kurs für „ehrenamtliche Sozialberatung in der Pfarre“ Folgende Personen und Einrichtungen stellen sich vor: * Notar Dr. Ernst Kasa, Scheibbs, gibt rechtliche Informationen * Sozialamt Scheibbs Auch gegenseitiges Vorstellen, Reflexion, Profil, Wünsche und Anliegen von Sozialreferenten sind am Programm.

Termin: Samstag, 26. Juni 1999 8-12 Uhr, Pfarrhof Purgstall (Hofzimmer)

Zusätzlich zu den SozialreferentInnen und MitarbeiterInnen der Pfarrcaritas sind alle sozial Engagierten und Interessierten herzlichst eingeladen! Die Veranstalter (Caritas und KMB) laden die Teilnehmer abschließend zum Mittagessen ein. Anmeldung: 07472/23399-12 (Ernst Leitner)

 
 


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    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr