Millenniumswechsel
Mit dem kommenden 1. Jänner beginnt das Jahr 2000. Deshalb planen
die einen Feiern, die nicht pompös und ausgefallen genug sein können,
die anderen fürchten Katastrophen und Weltuntergang. Nüchtern betrachtet
ist der zeitliche Unterschied zwischen 31.12.1999 und 1.1.2000 ein
Tag. Dennoch – wir Menschen brauchen einfach Strukturen im Ablauf
der Zeit gleichsam als Meilensteine am Weg, brauchen den Wechsel
von Arbeit und Ruhe, Anspannung und ausgelassener Freude;
„Für alles gibt es eine Zeit ... “.
Dieser Wechsel der Jahreszahl könnte auch dazu dienen, ein wenig
nachzusinnen über die Vergänglichkeit unseres Lebens. Jeder Tag,
der uns geschenkt ist, ist unwiederbringlich. Es gilt ihn zu nutzen,
unsere Talente bestmöglich einzusetzen. Wir können das aber ohne
jede Verkrampfung tun, alles und wenn möglich noch mehr an Genuss
für uns herausholen zu müssen, weil sowieso bald das Ende naht.
Als Christen glauben wir an die Auferstehung, an ein Leben ohne
zeitliche und räumliche Begrenzung, das Gott uns schenken wird.
In diesem Sinne ist es gut, unser Leben bewußt zu leben, uns zu
Freuen über alles Gute und Schöne, und im Vertrauen auf Gott an
jedem Abend zu sagen, „diesen Tag leg ich zurück in deine Hände“.
Meinen Wunsch für das Jahr 2000 will ich mit einem Text von D. Bonhöffer
ausdrücken:
„Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss in diesem
neuen Jahr“.
|
 |

- DI Dr Leopold Wimmer,
KMB-Obmann -
|