Meine Meinung
"Taten setzen"
Zur Zeit gibt es in unserem Land so manches, was uns bewegt. Egal
ob wir den Entwicklungen mit Sorge oder Skepsis gegenüberstehen
oder auch das Aufbrechen eines erstarrten Systems begrüßen, jede
größere Veränderung erzeugt Unsicherheit, ruft Ängste hervor. Es
liegt auch auf der Hand, dass jene die sich Nachteile erwarten,
diese Entwicklung vehement ablehnen. Leider gibt es momentan sehr
viel Polemik und dadurch eine sehr starke Polarisierung. Auch manche
europäische Politiker reagieren auf die Regierungsbeteiligung jener
Partei, die in der Vergangenheit mit anti-europäischen Sprüchen
und mancher ausgrenzender Parole Aufmerksamkeit erregte, wohl auch
aus Sorge um Entwicklungen im eigenen Land, in einer für uns sehr
schädigenden Weise.
Pauschale Anschuldigungen gegen Österreich sind von
uns aber entschieden zurückzuweisen. In dieser Situation sind wir
besonders gefordert, aufmerksam zu sein und Stellung zu nehmen,
uns zu unseren Werten zu bekennen. Es ist auch unsere Aufgabe, dort
wo es uns möglich ist die Entwicklung zu beeinflussen, im Sinne
eines christlichen Menschen- und Gesellschaftsbildes aktiv zu werden.
In diesem Zusammenhang weise ich auch auf die kommenden Gemeinderatswahlen
hin. Gehen wir zur Wahl und stärken wir Kandidaten, von denen wir
wissen, dass sie in unserem Sinne tätig sind. Alles andere bedeutet
eine Politik zu dulden und damit zu fördern, die wir nicht wollen.
Nicht den Kopf in den Sand stecken und sagen, da kann ich ohnehin
nichts tun, noch unreflektierte Vorverurteilung kann unser Verhalten
sein. Nicht flotte Sprüche oder lautstarke Parolen sind das, was
wirklich zählt. Nein, diese sind eher dazu geeignet, der Sensationspresse
Stoff zu liefern und Probleme zu verschärfen. Was unserem Land und
seinen Menschen hilft, sind konkrete Taten. An diesen sollten wir
die politisch Verantwortlichen messen.
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DI Dr. Leopold Wimmer,
Obmann
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