Katholische Aktion Österreichs
50 Jahre und „kein bisschen weise“
- Christian Reichart -
Das wichtigste einer Katholischen Aktion scheint mir ihr „jugendlicher“
Umgang mit den Themen der Welt und ihre „charmante“ Art die Anliegen
der Menschen innerhalb der Katholischen Kirche zu vertreten.
Es war und ist immer schon eine Gratwanderung gewesen. Die „WELT“
wirft uns vor, wir würden nur die „Weltherrschaft“ der Katholischen
Kirche durch Tricks und Untergriffe herbeiführen wollen. Die „KIRCHE“
wirft uns vor, dass wir zu sehr in der Welt aufgehen und nicht mehr
die Lehre der Kirche vertreten. Nun, das ist das Schicksal von jedem,
der ernsthaft bemüht ist zwei Standpunkte miteinander zu vereinen.
Laienapostolat Das alte Wort „Laienapostolat“ meinte genau jenen
Auftrag Welt und Kirche zusammenzubringen. Dieses alte Wort muss
mit neuen Methoden und mit neuen Inhalten an die Menschen von heute
herangebracht werden. Neue Methoden sind der Einsatz der elektronischen
Hilfsmittel, die Hereinnahme neuester Erkenntnisse der Erwachsenenbildung
und die Einarbeitung der neuesten Erkenntnisse der Theologie in
unsere Arbeit. Ein anspruchsvolles Programm der Katholischen Aktion.
Die neuen Inhalte sind nicht so leicht zu benennen, weil wir sie
erst langsam und mühsam von den heutigen Menschen erfragen oder
erfühlen müssen. Unsere ausdifferenzierte Kultur in Europa und teilweise
auch weltweit macht es nicht leichter. Die Themen heute sind individualistischer,
bunter und vielfältiger als in früheren Jahrhunderten. Die großen
Kulturblöcke (Christentum, Islam, asiatischer Stil) sind am Zerbrechen.
Dies kann man nun bedauern, ja sogar bejammern, aber ändern werden
wir es dadurch nicht. Die 50 jährige Katholische Aktion Österreichs
versucht es lieber mit der neuen Formulierung unserer Grundsätze:
demokratisch
engagiert
weltzugewandt
kirchlich.
Am 26. Mai 2000 fand ein Festakt im Kardinal König Haus in Lainz
statt. Dieser Festakt stellte sich der Frage: „Solidarisch in ein
neues Europa - Warum Europa engagierte Christen braucht“.
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