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   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

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    September 2000  
 
Spirituelles

Vertrauen in die Zukunft?

- Peter Glas -

EINKEHR
nach nächtelangen Wegen ohne Sterne
die langersehnte Rast
wo Gott wohnt
das Brot das wir einander werden
enthüllt mit einemmal
den der Wegmarke war sein wird
zu jeder Nacht!
Michael Leputsch

In den Sommermonaten verbrachte ich einmal eine Woche mit einer Jugendgruppe in Taizé (Frankreich), wo wir uns mit den Quellen unseres Glaubens beschäftigten. Dabei begleitete mich besonders folgender Ausspruch des Gründers der Gemeinschaft von Taizé, Frère Roger Schütz: „Glücklich, die erwartungsvoll einer Zeit des Vertrauens und der Einfachheit entgegengehen! Sie wollen nicht `Meister der Verstörung`, sondern `Diener des Vertrauens` sein.“ In uns und um uns regen sich Gedanken und Kräfte, die das Vertrauen, den Frieden fördern, und solche, die mehr beunruhigen, die verstören, vielleicht auch trennen. Was aber Unfrieden stiftet, was trennt, verletzt und verstört – innerlich und äußerlich – in unseren Beziehungen, in den Familien, in der Schule und am Arbeitsplatz, im Alltag, ... bis hinein in die großen Zusammenhänge des Lebens, passt zum „Meister der Verstörung“ und ist im allgemeinen nicht gut. Die Frage und die Einladung an uns lautet: „Wie können wir füreinander `Diener des Vertrauens` werden? Was weckt und fördert den Frieden, das Vertrauen, ein gutes Miteinander?“ Diese Frage beginnt schon bei den ganz kleinen Alltäglichkeiten. Zum Beispiel: Was erzähle ich wann/wem/wozu/wie? Wie können wir füreinander Diener des Vertrauens werden? - Diener des Vertrauens, damit die anderen etwas und mehr ahnen können von der Gegenwart Jesu Christi in der Welt. - Es gelingt letztlich nur im Blick und in der Verbundenheit mit Christus. Am Beginn jeder Messe spricht der Priester: „Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus sei mit euch!“, und an zentraler Stelle in der Heiligen Messe hören wir: „Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!“ Diesen Frieden zu empfangen, ihn anzunehmen, ihn zu bewahren und ihn weiterzugeben ist ein Geschenk an uns, aber auch unsere Aufgabe.

 
 
 


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    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr