Spirituelles
Vertrauen in die Zukunft?
- Peter Glas -
EINKEHR
nach nächtelangen Wegen ohne Sterne
die langersehnte Rast
wo Gott wohnt
das Brot das wir einander werden
enthüllt mit einemmal
den der Wegmarke war sein wird
zu jeder Nacht!
Michael Leputsch
In den Sommermonaten verbrachte ich einmal eine Woche mit einer
Jugendgruppe in Taizé (Frankreich), wo wir uns mit den Quellen unseres
Glaubens beschäftigten. Dabei begleitete mich besonders folgender
Ausspruch des Gründers der Gemeinschaft von Taizé, Frère Roger Schütz:
„Glücklich, die erwartungsvoll einer Zeit des Vertrauens und der
Einfachheit entgegengehen! Sie wollen nicht `Meister der Verstörung`,
sondern `Diener des Vertrauens` sein.“ In uns und um uns regen sich
Gedanken und Kräfte, die das Vertrauen, den Frieden fördern, und
solche, die mehr beunruhigen, die verstören, vielleicht auch trennen.
Was aber Unfrieden stiftet, was trennt, verletzt und verstört –
innerlich und äußerlich – in unseren Beziehungen, in den Familien,
in der Schule und am Arbeitsplatz, im Alltag, ... bis hinein in
die großen Zusammenhänge des Lebens, passt zum „Meister der Verstörung“
und ist im allgemeinen nicht gut. Die Frage und die Einladung an
uns lautet: „Wie können wir füreinander `Diener des Vertrauens`
werden? Was weckt und fördert den Frieden, das Vertrauen, ein gutes
Miteinander?“ Diese Frage beginnt schon bei den ganz kleinen Alltäglichkeiten.
Zum Beispiel: Was erzähle ich wann/wem/wozu/wie? Wie können wir
füreinander Diener des Vertrauens werden? - Diener des Vertrauens,
damit die anderen etwas und mehr ahnen können von der Gegenwart
Jesu Christi in der Welt. - Es gelingt letztlich nur im Blick und
in der Verbundenheit mit Christus. Am Beginn jeder Messe spricht
der Priester: „Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und seinem
Sohn Jesus Christus sei mit euch!“, und an zentraler Stelle in der
Heiligen Messe hören wir: „Der Friede des Herrn sei allezeit mit
euch!“ Diesen Frieden zu empfangen, ihn anzunehmen, ihn zu bewahren
und ihn weiterzugeben ist ein Geschenk an uns, aber auch unsere
Aufgabe.
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