rufer

   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

[ Aktuell ]

[ 2000]
Jan/Feb
März
April
Mai
Juni

Juli/August
September
Oktober
November

[ 1999]
Dezember
November
Oktober
September
Juli/August
Juni

Mai
April

März

Jänner/Feb

[ 1998 ]

Glauben Männer anders?

Die nächster rufer erscheinen am:
Dienstag, den 13. Feb. 2001
Dienstag, den 13. März 2001
Dienstag, den 10. April 2001
Dienstag, den 8. Mai 2001
Dienstag, den 12. Juni 2001
Dienstag, den 31. Juli 2001
Dienstag, den 11. Sept. 2001
Dienstag, den 9. Okt. 2001
Dienstag, den 6. Nov. 2001
Dienstag, den 4. Dez. 2001



 
    Dezember 2000  
 
Spirituelles

Die Freude der heiligen drei Könige

Männer glauben anders
Männer tun sich schwer ihren Glauben auszudrücken

- Peter Glas -

Stimmt es, dass sich Männer schwer tun ihren Glauben, ihre Religiosität auszudrücken? - Ein Blick in unsere Pfarrgemeinden scheint diesen Verdacht zu bestätigen. Abgesehen von den Priestern, den hauptamtlichen Mitarbeitern - wie z.B. Diakon oder Pastoralassistent - und einem „harten Kern“ an ehrenamtlichen Mitarbeitern halten vor allem Frauen unsere Pfarren lebendig. Wir finden weitaus mehr Frauen als Männer in Glaubens-, Gebets- und Bibelrunden, weitaus mehr Frauen beim Rosenkranzgebet und bei verschiedenen Andachten. Auch bilden Frauen den weitaus größten Teil der Gottesdienstbesucher an Sonn- und Wochentagen. Umgekehrt sind viele Männer bereit, in den Pfarren Hand anzulegen, wenn es um praktische, handwerkliche Arbeiten geht, bei Renovierungsarbeiten, Transporten usw... Sie nehmen so am Leben der Pfarrgemeinde teil. Aber den Glauben auszudrücken fällt Männern im allgemeinen schwerer als Frauen. - Warum ist das so?

Fällt es Männern allgemein schwerer Gefühle auszudrücken?

Wenn ich z.B. an ein volles Fußballstadion denke, scheint das nicht so. Dort sehe ich vorwiegend Männer, die all ihren Gefühlen freien Lauf lassen - von der Verzweiflung bis zur höchsten Begeisterung - lauthals schreiend, jubelnd, unter Tränen, stehend, sitzend, knieend usw. - Warum ist es, wenn es um den Glauben geht, nicht so? - Vielleicht steht ein gewisser Stolz dahinter, eine gewisse Härte der Männer, ein männliches Vorurteil, dass Ausdruck des Glaubens, Gebet usw. etwas mit Verweichlichung, mit Schwäche zu tun hat.

Nicht so tun, als würde uns der Glaube nicht bewegen

Wir Männer sollten uns von diesem Vorurteil befreien. Es kann schon sein, dass Männer anders glauben als Frauen, aber die Inhalte des Glaubens bleiben die selben. Wir sollten uns mehr trauen, den Glauben, der uns bewegt auszudrücken - auf unsere Weise. Keinesfalls aber sollten wir den Glauben abschieben und so tun als würde er uns nicht bewegen.

Kennen wir Jesus?

Letztlich geht es darum, dass wir Jesus in unser Leben wirklich hereinlassen, dass Jesus in unserem Leben immer wichtiger wird. Wir haben schon viel von Jesus gehört; aber wissen wir auch, wer er für uns eigentlich ist? Was gibt uns Jesus? Kennen wir ihn? - Jesus kommt uns entgegen, aber auch wir sollten ihm entgegenkommen. Dazu gehört Mut und Entschlossenheit.

Männer auf der Suche

Ich denke dabei an die Sterndeuter aus dem Osten, die wir als „die heiligen drei Könige“ kennen. Das Evangelium (Mt 2,1-12) erzählt uns von ihnen. Sie waren in weiter Ferne und wurden durch einen hellen Stern in Unruhe versetzt. Diese Unruhe hat sie bewegt aufzubrechen und Jesus zu suchen. Sie waren Männer auf der Suche. Sie waren auch fragende Männer. Dabei wurden sie zum Teil auch getäuscht (durch Herodes). Aber sie haben ihr Ziel erreicht, das Ziel ihres Glaubens: Jesus.

Auf-gebrochene Männer

Weil sie von Jesus gehört haben, sind sie auf-gebrochen- im wahrsten Sinn des Wortes, weil dabei auch alle falsche männliche Härte und ihr Stolz gebrochen sind: Vor Jesus haben sie ihre Königskronen abgenommen, sie haben sich vor ihm hingekniet und ihn angebetet. Damit haben sie ihren Glauben offen ausgedrückt.

Beschenkte Männer

In der Bergpredigt hören wir: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Mt 6,21) - Die heiligen drei Könige haben ihre Schätze Jesus gegeben. Damit haben sie ihr Herz Jesus gegeben, sie haben ganz auf ihn vertraut, sich selbst ihm anvertraut. Dabei gingen sie nicht leer aus! Das Evangelium erzählt uns, dass sie Jesus reich beschenkt hat: Sie wurden „von sehr großer Freude erfüllt“ (Mt 2,10). Diese Freude haben sie bewahrt, diese Freude haben sie ausgestrahlt, in dieser Freude kehrten sie durch die Wüste heim in ihr Land. Es ist die Freude des Glaubens, die Freude die Jesus schenkt - durch die „Wüsten des Alltags“ hindurch bzw. in diese „Wüsten“ hinein. Es ist die Freude, die auch viel größer und tiefer ist als z.B. der Jubel auf einem Fußballplatz.

 
 


pages by maworks
 
    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr