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   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

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    März 2001  
 
Frühjahrskonferenz der Kath. Männerbewegung in St. Pölten

Globale Verantwortung in einer globalen Welt

 

- Hans Pflügl -

Ein globalisiertes Gewissen für eine globale Verantwortung sei die wesentliche Herausforderung für morgen, betonte Propst Maximilian Fürnsinn aus dem Stift Herzogenburg bei der Frühjahrs-konferenz der Kath. Männerbewegung der Diözese St. Pölten am 17. Februar in St. Pölten.

Globale Verantwortung in einer globalen Welt

Die gegenwärtige Gesellschaft sei durch zunehmende Globalisierungstendenzen und Individualisierung geprägt. Dabei könne sogar die nationale Politik nicht mehr Schritt halten, meinte Fürnsinn. Dabei gehen auch die moralischen und ethischen Rahmenbedingungen verloren. Kirche und Politik müssten gleichermaßen dazu Gegenstrategien entwerfen, verlangte er. Neben der Bildung eines globalisierten Gewissens brauche es heute ein Weltethos, das Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben sowie Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung an die oberste Stelle setze. Ebenso sei eine Globalisierung sozialer Standards nötig, die die Grundbedürfnisse der Menschen weltweit garantiere, betonte Fürnsinn.

Erneuerte Pfarrpastoral

Ein erneuertes Pfarr-leben brauche den mündigen und verantwortlichen Christen, der durch Taufe und Firmung dazu ermächtigt sei, erklärte der Regens des Priesterseminars, Prl. Mag. Franz Schrittwieser in seinen Ausführungen. Die Pfarrgemeinden sollten sich immer mehr zu mitsorgenden Gemeinden entwickeln. Leider, so Schrittwieser, dringe dies in der heutigen „postmodernen Erlebnis- und Fun-Gesellschaft“ immer weniger durch. Wenn nicht engagierte Christen eine radikale innere Umkehr des Menschen bewirken, werde sich auch die Gesellschaft nicht wandeln, sei er überzeugt. Schrittwieser bekräftigte, dass die Kirche auch künftig am territorialen Pfarrprinzip festhalten werde, aber darüber hinaus „ein großräumigeres Denken“ notwendig sei. Stark befürworte er neue Formen der „Gemeindeentwicklung“. Die Pfarrgemeinden müssten sich „aus ihrem Inneren heraus“ erneuern und die Chance der Sakramentenpastoral wieder neu wahrnehmen.

Ermächtigung von Gott

Auf die Mit- arbeit der Kath. Männerbewegung für die pfarrliche Pastoral verwies Diözesanobmann Dr. Leopold Wimmer. Die „Ermächtigung“ für die Mitarbeit in den Pfarren komme letztlich zwar von Gott. Die Männerbewegung könne aber durch ihre Gemeinschaft sowie durch Organisation und Angebote helfen, dass diese Arbeit immer besser gelinge. Sie biete jenes Umfeld, in dem sich Männer entfalten können.

Ausgezeichneter Besuch
Besuch und Stimmung bei der Konferenz waren ausgezeichnet. Begonnen hat der Tag nach der Begrüßung von Diözesanobmann Dr. Leopold Wimmer mit einem Gottesdienst mit unserem Geistlichen Assistenten Pfr. KR Johann Punz, in Konzelebration mit Dekan Msgr. Josef Gaupmann und P. Alois Knabe. Der Vormittag war ausgefüllt mit den Referaten von Fürnsinn, Schrittwieser und Wimmer (siehe Artikel auf der linken Seite).
Internet
In der Mittagspause hatte man die Möglichkeit in den diözesanen und pfarrlichen Homepages zu surfen. Das Interesse war groß. Am Nachmittag wurden in Arbeitskreisen die Themen „Das Engagement der KMB in der Pfarre“ und „Die Bedeutung der Dekanatskonferenzen für die KMB“ behandelt. Mit einem gemeinsamen Abendlob endete die Konferenz.


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    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr