Frühjahrskonferenz der Kath. Männerbewegung in St. Pölten
Globale Verantwortung in einer globalen Welt
- Hans Pflügl -
Ein globalisiertes Gewissen für eine globale Verantwortung sei
die wesentliche Herausforderung für morgen, betonte Propst Maximilian
Fürnsinn aus dem Stift Herzogenburg bei der Frühjahrs-konferenz
der Kath. Männerbewegung der Diözese St. Pölten am 17. Februar in
St. Pölten.
Globale Verantwortung in einer globalen Welt
Die gegenwärtige Gesellschaft sei durch zunehmende Globalisierungstendenzen
und Individualisierung geprägt. Dabei könne sogar die nationale
Politik nicht mehr Schritt halten, meinte Fürnsinn. Dabei gehen
auch die moralischen und ethischen Rahmenbedingungen verloren. Kirche
und Politik müssten gleichermaßen dazu Gegenstrategien entwerfen,
verlangte er. Neben der Bildung eines globalisierten Gewissens brauche
es heute ein Weltethos, das Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor dem
Leben sowie Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung an
die oberste Stelle setze. Ebenso sei eine Globalisierung sozialer
Standards nötig, die die Grundbedürfnisse der Menschen weltweit
garantiere, betonte Fürnsinn.
Erneuerte Pfarrpastoral
Ein erneuertes Pfarr-leben brauche den mündigen und verantwortlichen
Christen, der durch Taufe und Firmung dazu ermächtigt sei, erklärte
der Regens des Priesterseminars, Prl. Mag. Franz Schrittwieser in
seinen Ausführungen. Die Pfarrgemeinden sollten sich immer mehr
zu mitsorgenden Gemeinden entwickeln. Leider, so Schrittwieser,
dringe dies in der heutigen „postmodernen Erlebnis- und Fun-Gesellschaft“
immer weniger durch. Wenn nicht engagierte Christen eine radikale
innere Umkehr des Menschen bewirken, werde sich auch die Gesellschaft
nicht wandeln, sei er überzeugt. Schrittwieser bekräftigte, dass
die Kirche auch künftig am territorialen Pfarrprinzip festhalten
werde, aber darüber hinaus „ein großräumigeres Denken“ notwendig
sei. Stark befürworte er neue Formen der „Gemeindeentwicklung“.
Die Pfarrgemeinden müssten sich „aus ihrem Inneren heraus“ erneuern
und die Chance der Sakramentenpastoral wieder neu wahrnehmen.
Ermächtigung von Gott
Auf die Mit- arbeit der Kath. Männerbewegung für die pfarrliche
Pastoral verwies Diözesanobmann Dr. Leopold Wimmer. Die „Ermächtigung“
für die Mitarbeit in den Pfarren komme letztlich zwar von Gott.
Die Männerbewegung könne aber durch ihre Gemeinschaft sowie durch
Organisation und Angebote helfen, dass diese Arbeit immer besser
gelinge. Sie biete jenes Umfeld, in dem sich Männer entfalten können.
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Ausgezeichneter Besuch
Besuch
und Stimmung bei der Konferenz waren ausgezeichnet. Begonnen hat
der Tag nach der Begrüßung von Diözesanobmann Dr. Leopold Wimmer
mit einem Gottesdienst mit unserem Geistlichen Assistenten Pfr.
KR Johann Punz, in Konzelebration mit Dekan Msgr. Josef Gaupmann
und P. Alois Knabe. Der Vormittag war ausgefüllt mit den Referaten
von Fürnsinn, Schrittwieser und Wimmer (siehe Artikel auf der linken
Seite).
Internet
In
der Mittagspause hatte man die Möglichkeit in den diözesanen und
pfarrlichen Homepages zu surfen. Das Interesse war groß. Am Nachmittag
wurden in Arbeitskreisen die Themen „Das Engagement der KMB in der
Pfarre“ und „Die Bedeutung der Dekanatskonferenzen für die KMB“
behandelt. Mit einem gemeinsamen Abendlob endete die Konferenz.
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