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   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

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    Mai 2001  
 
Arbeitsfreier Sonntag in die Landesverfassung

Den Sonntag nicht verkaufen

- Peter F. Moser -

„Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.“

Mit diesen Worten des Psalm 118 wird in der Osterzeit der Tag der Auferstehung Christi besungen. Seit der Zeit der Apostel ist der zentrale Ritus der Christen die Eucharistiefeier, das Gedächtnismahl als Fortführung des Mahles, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat. Und dieses Mahl wurde am Auferstehungstag, am ersten Tag der jüdischen Woche gefeiert. In diesem Fest ist das gesamte Erlösungsgeschehen enthalten. Wir Christen glauben, dass Gott Jesus in ein neues Leben auferweckt hat und dass er in diesem neuen Leben bei seiner Kirche ist, - alle Tage, bis zur Vollendung der Welt.

Jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest

Der Sonntag ist die wöchentliche Feier der Auferstehung Jesu. Mit ihr verbindet sich das alttestamentliche Gebot der Sabbatruhe, in Erinnerung an das Ruhen Gottes nach der vollbrachten Schöpfung am siebten Tag.

Den Sonntag nicht verkaufen

Der Philosoph Immanuel Kant hat bereits vor gut 200 Jahren in seinem Werk „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ festgestellt, dass alles entweder einen Preis oder eine Würde hat. Alles, was nach einem Preis bemessen wird, kann durch Äquivalentes (Gleichwertiges) ersetzt werden. „Was diesem Maßstab nicht entspricht und über ihn sogar erhaben ist, gestattet daher kein Äquivalent und ist somit mit einer Würde ausgezeichnet.“ Zum Erhalt unseres Sonntags muss ihm also die „Preisdimension“ genommen werden, so dass er als „Tauschwert“ nicht mehr greifbar ist. Wir dürfen uns den Sonntag von der Wirtschaft nicht mit einigen finanziellen „Zuckerln“ abkaufen lassen. Auf dem „Preisschild“ muss klar und deutlich „UNVERKÄUFLICH“ stehen.

Der Sonntag braucht eine starke „Lobby“

Das verlangt eine natürliche solidarische Allianz all derer, denen der Sonntag etwas bedeutet, denen er etwas wert ist. Zu dieser „Lobby-Bildung“ sind alle aufgerufen, für die der Sonntag wirklich ein „Wert“ ist, ein Tag mit nicht ersetzbarer Würde. Für uns Christen erlangt er diese einmalige Würde vom auferstandenen Christus her. Den arbeitsfreien Sonntag in der Landesverfassung verankern Der Arbeitskreis „Sonntag“ der Katholischen Aktion will sich konkret für eine Verankerung des arbeitsfreien Sonntags in der NÖ-Landesverfassung einsetzen, wie dies bereits in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Kärnten der Fall ist. Dazu werden Vertreter kirchlicher und nichtkirchlicher Organisationen am 30. Mai in St. Pölten ein Forderungspapier unterzeichnen, das anschließend an den Präsidenten des NÖ Landtages, Mag. Edmund Freibauer, übergeben wird. Gemeinsam soll das „heiße Eisen“ Sonntag am „köcheln“ gehalten werden. Wir Christen dürfen die von uns mitgewählten Politiker in dieser wichtigen Sache nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.

 



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    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr