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   Das Online Magazin der Katholischen Männerbewegung St. Pölten
     

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Glauben Männer anders?

 

 
    Jänner/Februar 2003
 
Don Bosco-100 Jahr-Jubiläum:

Freude kann Kreise ziehen

Die Don Bosco Familie feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen in Österreich. Der Einsatz des Heiligen für die Jugend ist noch heute prägend für die Jugendarbeit der Salesianer. Ihr Ziel ist es, die Jugendlichen zu eigenständigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten im Geist Jesu zu erziehen.

- Peter F. Moser -

Am 31. Jänner feierte die Kirche den Gedenktag des heiligen Johannes Bosco (1815-1888). Der Jugendapostel Don Bosco steht für Tatkraft, Fröhlichkeit und Gottvertrauen. Ziel seiner Arbeit war die Fürsorge für junge Menschen - besonders vernachlässigter Jugendlicher - und deren Erziehung zu eigenständigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten.

Ein Zug für einen Heiligen
Das Jubiläumsjahr steht unter dem Leitsatz „Vor allem für die Jugend“. Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern möchten mit zahlreichen Aktivitäten auf ihren Einsatz für junge Menschen verstärkt aufmerksam machen. Begleitet wird das Festjahr auch auf Schienen. Mit dem „InterCity Don Bosco“ ist erstmals in Österreich ein Zug nach einem Heiligen benannt. Bis 14. Dezember 2003 fährt der „IC Don Bosco“ täglich die Strecke Salzburg-Wien und retour. Denn Don Bosco reiste vor genau 120 Jahren einmal mit dem Zug von Turin nach Österreich. Im Juli 1883 kam er auf Einladung des Grafen Henri de Chambord nach Frohsdorf bei Wiener Neustadt. Es war sein einziger persönlicher Besuch in Österreich.

DON BOSCO (1815-1888) - Apostel der Jugend, Sozialpionier und Ordensgründer

Der junge Giovanni - ein lustiger „Lausbub“
Johannes Bosco wird am 16. August 1815 in Becchi, einem kleinen Ort in der Nähe von Turin (Oberitalien) als Kind einer armen, tief religiösen Familie geboren. Er ist erst zwei Jahre alt, als sein Vater stirbt. Bereits in jungen Jahren muss er kräftig mitarbeiten, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Als Bub spielt Don Bosco leidenschaftlich gerne mit seinen Freunden. Mit seinem Frohsinn und seinen Kunststücken als Zauberer und Akrobat kann er seine Freunde begeistern und mitreißen. In seiner Mutter findet er große Unterstützung. Sie legt durch ihr Beispiel die Grundlage für seine Berufung zum Erzieher und Priester.

Der Priester Don Bosco - der „Club der Fröhlichen“
Nach harter Studienzeit, in der er aufgrund des Geldmangels in seiner Familie verschiedene Berufe ausüben muss, wird er 1841 zum Priester geweiht. Don Bosco - „Don“ ist die italienische Anrede der Priester - kommt dann in die Großstadt Turin. Schon als Student initiiert er den sogenannten „Club der Fröhlichen“. Er begegnet jungen Menschen, die hoffnungsvoll vom Land in die Stadt geströmt sind, dann aber arbeitslos und sozial entwurzelt ihr Leben fristen müssen. Don Bosco holt die jungen Menschen von der Straße weg und nimmt sie in seinem „Oratorium“ - einem offenen Jugendzentrum - auf, wo das positive Denken im Mittelpunkt steht. Don Bosco bildet Mitarbeiter aus und gründet 1859 die „Gesellschaft des hl. Franz von Sales“, auch Salesianer Don Boscos genannt. Für die Erziehung der weiblichen Jugend begründet er zusammen mit Maria Mazzarello die Vereinigung der „Töchter Mariä, der Hilfe der Christen“ - heute Don Bosco Schwestern. Schon 1875 entsendet er erste Missionare, um die Hilfe für junge Menschen in der ganzen Welt zu verbreiten. Am 31. Jänner 1888 stirbt Don Bosco. Er wird am 1. April 1934 heilig gesprochen.

Ganzheitliche Erziehung Don Boscos
Für die Erziehung seiner Jugendlichen betrachtet Don Bosco vier Elemente als wesentlich: Familie, Freizeit, Schule und Kirche. Der ihm zugedachte Spruch „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ spiegelt nicht nur einen wichtigen Aspekt seiner persönlichen Lebensauffassung wider, sondern auch die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung der Freude und der Lebensbejahung. Jugendliche erhalten bei ihm nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern Don Bosco vermittelt ihnen Werte und Bildung im Zeitalter der industriellen Revolution, als seitens der politischen Machthaber kein Interesse an einer Verbesserung der Situation der Arbeiter und ärmeren Bevölkerungsschichten besteht. Als Sozialpionier gibt er den Kindern Heimat und Geborgenheit und öffnet sie für die Gegenwart Gottes in ihrem Leben.

Johannes Bosco:
„Fröhlich sein, Gutes tun -
und die Spatzen pfeifen lassen!

www.donbosco.at



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    Die KMB ist eine Gliederung der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten
verantwortlich für den Inhalt: Josef Muhr