Don Bosco-100 Jahr-Jubiläum:
Freude kann Kreise ziehen
Die Don Bosco Familie feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen
in Österreich. Der Einsatz des Heiligen für die Jugend
ist noch heute prägend für die Jugendarbeit der Salesianer.
Ihr Ziel ist es, die Jugendlichen zu eigenständigen und eigenverantwortlichen
Persönlichkeiten im Geist Jesu zu erziehen.
- Peter F. Moser -
Am 31. Jänner feierte die Kirche den Gedenktag des heiligen
Johannes Bosco (1815-1888). Der Jugendapostel Don Bosco steht für
Tatkraft, Fröhlichkeit und Gottvertrauen. Ziel seiner Arbeit
war die Fürsorge für junge Menschen - besonders vernachlässigter
Jugendlicher - und deren Erziehung zu eigenständigen und eigenverantwortlichen
Persönlichkeiten.
Ein Zug für einen Heiligen
Das Jubiläumsjahr steht unter dem Leitsatz Vor allem
für die Jugend. Die Salesianer Don Boscos und die Don
Bosco Schwestern möchten mit zahlreichen Aktivitäten auf
ihren Einsatz für junge Menschen verstärkt aufmerksam
machen. Begleitet wird das Festjahr auch auf Schienen. Mit dem InterCity
Don Bosco ist erstmals in Österreich ein Zug nach einem
Heiligen benannt. Bis 14. Dezember 2003 fährt der IC
Don Bosco täglich die Strecke Salzburg-Wien und retour.
Denn Don Bosco reiste vor genau 120 Jahren einmal mit dem Zug von
Turin nach Österreich. Im Juli 1883 kam er auf Einladung des
Grafen Henri de Chambord nach Frohsdorf bei Wiener Neustadt. Es
war sein einziger persönlicher Besuch in Österreich.
DON BOSCO (1815-1888) - Apostel der Jugend, Sozialpionier und
Ordensgründer
Der junge Giovanni - ein lustiger Lausbub
Johannes Bosco wird am 16. August 1815 in Becchi, einem kleinen
Ort in der Nähe von Turin (Oberitalien) als Kind einer armen,
tief religiösen Familie geboren. Er ist erst zwei Jahre alt,
als sein Vater stirbt. Bereits in jungen Jahren muss er kräftig
mitarbeiten, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Als
Bub spielt Don Bosco leidenschaftlich gerne mit seinen Freunden.
Mit seinem Frohsinn und seinen Kunststücken als Zauberer und
Akrobat kann er seine Freunde begeistern und mitreißen. In
seiner Mutter findet er große Unterstützung. Sie legt
durch ihr Beispiel die Grundlage für seine Berufung zum Erzieher
und Priester.
Der Priester Don Bosco - der Club der Fröhlichen
Nach harter Studienzeit, in der er aufgrund des Geldmangels in seiner
Familie verschiedene Berufe ausüben muss, wird er 1841 zum
Priester geweiht. Don Bosco - Don ist die italienische
Anrede der Priester - kommt dann in die Großstadt Turin. Schon
als Student initiiert er den sogenannten Club der Fröhlichen.
Er begegnet jungen Menschen, die hoffnungsvoll vom Land in die Stadt
geströmt sind, dann aber arbeitslos und sozial entwurzelt ihr
Leben fristen müssen. Don Bosco holt die jungen Menschen von
der Straße weg und nimmt sie in seinem Oratorium
- einem offenen Jugendzentrum - auf, wo das positive Denken im Mittelpunkt
steht. Don Bosco bildet Mitarbeiter aus und gründet 1859 die
Gesellschaft des hl. Franz von Sales, auch Salesianer
Don Boscos genannt. Für die Erziehung der weiblichen Jugend
begründet er zusammen mit Maria Mazzarello die Vereinigung
der Töchter Mariä, der Hilfe der Christen
- heute Don Bosco Schwestern. Schon 1875 entsendet er erste Missionare,
um die Hilfe für junge Menschen in der ganzen Welt zu verbreiten.
Am 31. Jänner 1888 stirbt Don Bosco. Er wird am 1. April 1934
heilig gesprochen.
Ganzheitliche Erziehung Don Boscos
Für die Erziehung seiner Jugendlichen betrachtet Don Bosco
vier Elemente als wesentlich: Familie, Freizeit, Schule und Kirche.
Der ihm zugedachte Spruch Fröhlich sein, Gutes tun und
die Spatzen pfeifen lassen spiegelt nicht nur einen wichtigen
Aspekt seiner persönlichen Lebensauffassung wider, sondern
auch die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende
Grundhaltung der Freude und der Lebensbejahung. Jugendliche erhalten
bei ihm nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern Don Bosco
vermittelt ihnen Werte und Bildung im Zeitalter der industriellen
Revolution, als seitens der politischen Machthaber kein Interesse
an einer Verbesserung der Situation der Arbeiter und ärmeren
Bevölkerungsschichten besteht. Als Sozialpionier gibt er den
Kindern Heimat und Geborgenheit und öffnet sie für die
Gegenwart Gottes in ihrem Leben.
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Johannes Bosco:
Fröhlich sein, Gutes tun -
und die Spatzen pfeifen lassen!
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