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Älter werden heißt, Leben gewinnen. Zu dieser
Erfahrung müssen wir aber einander helfen. Dies erklärte
der Linzer Pastoraltheologe Prof. Dr. Wilhelm Zauner.)
Suche
nach Beziehung
In
allen Lebensphasen gebe es Ängste, sagte Zauner. Etwa vor
dem Älterwerden oder vor körperlichen Defekten, dass
im Alter die Leistungskraft sinke. Manche hätten auch Angst
vor dem Altersheim. Vor allem klagen diese Menschen dann über
den fehlenden Kontakt zu anderen Menschen.
Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gebe es zwar keine fertigen
Antworten, denn kein Ding auf der Welt habe seinen Sinn in sich.
Dieser ergebe sich nur, wenn man etwas tut, was weiterführt,
sagte er. Die Frage nach dem Sinn sucht letztlich nicht nach einer
Erklärung, sondern nach einer Beziehung, nach einem Menschen,
der mitfühlt. So könne das Leben zur Weisheit werden,
zu einem Wissen, das aus dem Herzen kommt. Dieses
sei allerdings nicht nur den älteren Menschen vorbehalten.
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Älter
werden - Leben gewinnen
Die Thematik
des Älterwerdens hat die Kath. Männerbewegung zu ihrem
Jahresthema gewählt.
von Karl Berger
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Je
älter ein Baum,
desto mehr Jahresringe - regelmäßige und brüchige,
desto stärker der Stamm - rissig die Rinde, aber standhaft,
desto verzweigter die Krone - als Platz für Früchte Vögel
und Wind. |
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Unser
Lebensbaum
Damit
unser Lebensbaum wachsen kann, braucht er Wurzeln. Damit diese Wurzeln
sich entfalten können, muss der Boden rundherum aufgelockert
werden, damit dieser nicht verkrustet oder gar steinhart wird und
das Wasser nicht bis zu den Wurzeln vordringen kann. Genau so verhält
es sich mit unserem Glauben: Er kann nicht bis zum Herzen vordringen,
wenn wir uns ihm nicht immer wieder öffnen und den Grund rundherum
bearbeiten. Erst wenn die Wurzeln unseres Glaubens an Gott richtig
verankert sind, können uns die Stürme des Lebens nicht
so schnell etwas anhaben.
Unser Lebensbaum hat auch einen Stamm und eine Rinde. Wenn also
unser Baum durch starke Wurzeln gewachsen ist, kann er aber trotzdem
durch äußere Einflüsse verletzt werden. Achten wir
auf die verschiedensten
Umwelteinflüsse, die unseren
Lebensbaum bedrängen. Wir sollten nicht leichtfertig unsere
Gesundheit aufs Spiel setzen. Betrachten wir es als ein Geschenk
Gottes an uns.
Die Krone unseres Lebensbaumes sollte kräftig sein, damit sie
Schutz und Schatten spenden kann. Aber auch Früchte sollte
unser Baum hervorbringen. Früchte des Glaubens, daran wird
man sie erkennen, steht in der Bibel. Nehmen wir uns der Mitmenschen
an, geben wir ihnen Schutz und Hilfe in den verschiedensten Lebenslagen.
Lassen wir unseren Glauben sichtbar werden und geben ihn weiter,
dazu sind wir immer wieder aufgerufen.
Um jeden Baum wachsen auch Sträucher, Hecken und andere Pflanzen.
Wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden, schränken
sie die Sicht und die Lebensfähigkeit jedes Baumes ein. Genauso
verhält es sich bei den Menschen, es gibt viele Dinge die uns
die Sicht verstellen, die Sicht zu Gott und zu den anderen Menschen.
Versuchen wir immer wieder, den Platz um unseren Lebensbaum freizuhalten,
damit wir Gott nicht aus den Augen verlieren.
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Ein
guter Baum sein
Jesus
sagte:
Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt,
noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt.
Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln
pflückt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man
keine Trauben.
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen
Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor,
weil in
seinem Herzen Böses ist.
Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.
Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr! Und tut nicht was ich sage?
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