Medienverleih der Diözese St. Pölten

Glück - Humor - Lebensgestaltung


Ziemlich beste Freunde        10.8888

DVD, F 2011, R.: Eric Toledano, Olivier Nakache, Spielfilm, 112 Min., ab 14 J.

Ein wohlhabender, an den Rollstuhl gefesselter Franzose adeliger Herkunft engagiert einen jungen Migranten als Pfleger, der so gar nicht in den kultivierten Haushalt passen will. Doch sein Dienstherr will nicht länger wie ein rohes Ei behandelt werden. Charmantes Buddy-Movie mit pfiffigen Dialogen und guten Hauptdarstellern, das zwischen Komik und Sentiment balanciert und dafür plädiert, sozialen und kulturellen Differenzen nicht mit Hass, sondern mit Solidarität zu begegnen. Der Film erzählt eine wahre Begebenheit. (Nach filmdienst)
Stichworte: Behinderung/Behinderte, Freundschaft, Menschenwürde, Toleranz, Langspielfilm

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Almanya            10.8690
Willkommen in Deutschland

DVD, D 2011, Regie: Yasemin Samdereli,Spielfilm, 97 Min., ab 12 J.

"Was sind wir denn jetzt, Türken oder Deutsche?" Die Frage des sechsjährigen Cenk ist das Leitmotiv dieser mitreißenden und unbefangenen Komödie: Nach 40 Jahren beantragt Opa Hüseyin, der einst als Gastarbeiter nach Deutschland kam, deutsche Pässe. Mit der ganzen Familie will er in die Türkei reisen, wo er ein Haus gekauft hat. Damit beginnt eine aufregende Reise in die ferne "Heimat" und in die eigene Vergangenheit. Wichtig! Warum? Integration in Deutschland aus türkischer Sicht: Mit liebevollem Witz und großer Beobachtungsgabe eröffnen die Filmemacherinnen einen unverkrampften Blick auf das alltägliche Miteinander von Deutschen und Türken und die beiderseitigen Klischees. Die hinreißende, preisgekrönte Komödie über Integration in Deutschland eignet sich auch hervorragend für Veranstaltungen mit Erwachsenen.
Stichworte: Gastarbeiter, Langspielfilme, Länder: Asien, Inkulturation


Willkommen bei den Sch´tis


DVD, F 2008, Spielfilm, Regie: Dany Boon, 106 Min.

Der Postamtsleiter Philippe aus der Provence möchte an die Côte d´Azur versetzt werden. Um ja in den warmen Süden zu kommen, schummelt er bei der Bewerbung – und wird in den kalten Norden strafversetzt. Die schlimmste Strafe für einen Süd-Franzosen. Düstere Vorahnungen steigen in ihm auf: gleich unterhalb des Nordpols bei Dauerregen, mieser Stimmung und Menschen, die einen eigenwilligen Dialekt sprechen. Widerwillig bricht er dorthin auf. Er hat tatsächlich enorme Probleme, den Dialekt der Menschen zu verstehen, aber eines merkt er bald: die Menschen sind herzensgut und voll Humor. Er freundet sich mit ihnen an und lebt sich rasch ein. Seine Frau allerdings kann nicht glauben, dass es ihm im Norden gut geht. Und so erzählt er ihr all die Horrorgeschichten, die sie hören möchte. Bis sie eines Tages beschließt ihrem Mann im hohen Norden beizustehen. Da müssen er und vor allem die Sch’tis sich allerhand einfallen lassen…
Der Quotenhit in Frankreich 2008: „20 Millionen Franzosen können nicht irren!“ Aber selbst wenn man die lokalen Vorurteile und die Sprachspiele der Originalsprache nicht so nachvollziehen kann, „funktioniert“ der Film prächtig. Jede Region hat ihre „Sch’tis“ – jenes seltsame Völkchen, das man wegen ihrer Sprache und Gewohnheiten absonderlich findet. Doch wenn man diese Menschen näher kennen lernt, …. Mit feiner Ironie, wunderbarer Situationskomik und überschäumendem Sprachwitz feiert diese Komödie die Kraft des Humors. Man muss schallend lachend über die hartnäckigen Vorurteile der Darsteller – und über die eigenen.
Für diesen Film ist pro öffentlicher Vorführung € 50,-- zu bezahlen,
um DVD nachfragen bei "fritz.wurzer@aon.at".


Die Herbstzeitlosen

DVD, Schweiz 2006, Spielfilm, Regie: Bettina Oberli, 86 Min.

Ein Bergdorf im Emmental, Berner Mittelland. Nach dem Tod ihres Mannes hat Martha kaum noch Freude am Leben, und ihr Kreissler-Laden dümpelt vor sich hin. Sohn Walter, der alles andere als heilige Dorfpfarrer, möchte den Laden sowieso für seine Bibelgruppe. Beim Stoffeinkauf in Bern für die Restaurierung einer alten Fahne erwachen in Martha nicht verwirklichte Fähigkeiten und Jugendträume. Eine „Lingerie-Boutique“ aufmachen, das wär's doch, denkt sich Martha im Geheimen – mit selbst entworfener, genähter und gestickter Unterwäsche. Nach anfänglichem Zögern erfährt sie Unterstützung von ihren Freundinnen, bei denen ebenfalls neue Lebensgeister erwachen. Nahezu über Nacht wird aus dem braven Kreissler-Laden ein sündiger Reizwäschetempel, der die (Schein)-Moral des ganzen Dorfes auf den Kopf stellt …

Der Schweizer Publikums-Hit von 2006 ist eine fröhliche und tiefsinnige Komödie, in der vier Frauen im Herbst ihres Lebens mit Charme, Herz und Biss das Leben und die Rollen eines verschlafenen Dorfes durcheinander bringen. Die Regisseurin erzählt – inspiriert von ihrer eigenen Oma - liebevoll und mit Humor von „verrückt gewordenen Rentnerinnen“, die Lebensfreude und Lebenslust jenseits der ihnen zugeteilten Aufgaben entdecken.


St.Jaques - Pilgern auf Französisch   

DVD, F 2005, Spielfilm, Regie: Coline Serreau , 104 Min.

Clara, Claude und Pierre – drei Geschwister, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zu deren Entsetzen lautet der letzte Wille der Mutter: das beträchtliche Erbe wird erst ausbezahlt, wenn sie nach Santiago de Compostella pilgern. Zu dritt und zu fuß. Was bleibt ihnen anderes übrig, wenn doch jeder ans Geld will. Widerwillig schließen sie sich einer Pilgergruppe an, die ebenfalls aus höchst unterschiedlichen Motiven den Jakobweg bewandert. Man bekommt Einblick in die Gedankenwelt und Sehnsüchte der Pilger – in düster geheimnisvollen und gleichzeitig humorvollen Bildern. Jeder trägt ein gehöriges Bündel mit sich. Die Quartiere werden zunehmend ärmlicher, doch je größer der Abstand von zu Hause, desto mehr finden die Pilger zu sich und zueinander.
Der eigentliche Hauptdarsteller in dieser „Therapie auf Katholisch“ ist die ausladende, weite Landschaft mit ihren vielen, unterschiedlichen Gesichtern. Die warmherzige Geschichte endet zwar vorhersehbar, aber sie berührt und unterhält auf sympathische und nachdenkliche Weise.


Wie im Himmel       

DVD, Schweden 2004, Spielfilm, Regie: Kay Pollak, 124 Min.,
Oskarnominierung für besten ausländischen Film 2005

Der Film war ein unheimlicher Erfolg in Schweden – verständlich. Durch die Oskarnominierung ist er auch in Deutschland und Österreich bekannt und zum Renner geworden.
Der weltberühmter Dirigent Daniel Dareus kehrt nach schwerem Kollaps in seine schwedische Heimat zurück. Nach anfänglichem Zögern übernimmt er den dörflichen Kirchenchor und findet über seine Leidenschaft zur Musik einen Weg zu den Herzen der Menschen – und auch zum eigenen Glück. Es entsteht eine neue Gemeinschaft und Dynamik – was jedoch ihn und die Chormitglieder in umso größeren Konflikt mit den Außenstehenden bringt ….
Ein in vieler Hinsicht außergewöhnlicher und berührender Film, der die Menschen minutenlang nach Ende an den Sitzen festhält. Ein Film über Glück und Erlösung, ein Hohelied auf die Gemeinschaft stiftende Art der Musik, das zugleich frömmelnde, Menschen verachtende Religiosität entlarvt. Der Film hat außergewöhnlich viele Parallelen zur Jesus-Geschichte.

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