Medienverleih der Diözese St. Pölten

Spiritualität - Glaubensfragen


Von Menschen und Göttern               10.8678

DVD, F 2010, Regie: Xavier Beauvois, Spielfilm, 122 Min., ab 14 J.

Algerien 1996. Im Bergdorf Tibhirine leben acht Trappistenmönche in guter Beziehung mit den Dorfbewohnern. Durch den aufkeimenden Bürgerkrieg werden sie jedoch von islamistischen Freiheitskämpfern bedroht. Sollen die Mönche nun einfach der Gewalt weichen, die Dorfbewohner im Stich lassen oder sollen sie standhalten? Der ruhige Film lässt ganz tief in die Fragen, Zweifel und Überlegungen um Glauben, Verantwortung, Brüderlichkeit und Zivilcourage der Mönche blicken. Gemeinsam singen sie gegen die Gewalt an und finden zu einer gemeinsamen Entscheidung. Die Darstellung der engen Gemeinschaft zwischen den Mönchen und den muslimischen Bewohnern der Umgebung zeigt ein vorbildliches Beispiel christlicher Spiritualität und für den Dialog zwischen Christentum und Islam. Das Ringen der Mönche um die richtige Entscheidung, zu bleiben oder zu gehen, stellt die Zuschauer vor die Frage, wofür er mit seinem Leben steht.
Stichworte: Mönchtum, Spiritualität, Verantwortung, Zivilcourage, Relig., nichtchristl.: Islam

Homepage des Films:


Karo und der Liebe Gott
        
                  
DVD, Ö 2006, Spielfilm, Regie: Daniele Proskar , 95 Min.

Bei der Erstkommunion ist für Karo die Welt noch in bester Ordnung, doch mit der Trennung der Eltern bricht sie auseinander. Das will sie mit allen Mitteln verhindern und bittet Gott um Hilfe. Als sie ins Walkie-Talkie spricht, antwortet ihr eine brummelig-rauschige Stimme.
Ein Sandler liefert der „Nervensäge“ Karo unfreiwillig Hinweise für seine Göttlichkeit - und um Hilfe zu bekommen, sieht sie über manches hinweg. Immer mehr gerät der Sandler in die Rolle Gottes – und es geschieht tatsächlich ein doppeltes Wunder: durch das kindliche Vertrauen fasst er selber wieder Lebensmut und er vermag der Karo tatsächlich zu helfen und ihr eine neue Perspektive zu geben.

Ein außergewöhnlich berührender Film mit augenzwinkerndem Humor und erfrischender Fantasie zu diesem so heiklen und wichtigen Thema, von dem immer mehr Kinder betroffen sind. Ohne viel Kommentar hat der Film für solche Kinder eine verständliche, wichtige und trostvolle Botschaft. Zugleich führt er Eltern und allen in der Erziehung Tätigen vor Augen, was in solchen Situationen in Kindern vorgeht, was sie wollen und was sie brauchen – und was für Scheidungskinder überhaupt nicht hilfreich ist.
Der Film hat die Erstkommunion als Ausgangspunkt. Daher ist dieser Film besonders für "Erstkommunioneltern" als auch zum Thema Glaubensfragen geeignet.


St. Jacques - Pilgern auf Französisch           

DVD, F 2005, Spielfilm, Regie: Coline Serreau, 104 Min.

Clara, Claude und Pierre – drei Geschwister, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zu deren Entsetzen lautet der letzte Wille ihrer Mutter: das beträchtliche Erbe wird erst ausbezahlt, wenn sie nach Santiago de Compostella pilgern. Zu dritt und zu fuß. Was bleibt ihnen anderes übrig, wenn doch jeder ans Geld will. Widerwillig schließen sie sich einer Pilgergruppe an, die ihrerseits aus höchst unterschiedlichen Motiven den Jakobweg bewandert. Man bekommt Einblick in die Gedankenwelt und Sehnsüchte der Pilger – in düster geheimnisvollen und gleichzeitig humorvollen Bildern. Jeder trägt ein gehöriges Bündel mit sich. Die Quartiere werden zunehmend ärmlicher, doch je größer der Abstand von zu Hause, desto mehr finden die Pilger zu sich und zueinander.
Der eigentliche Hauptdarsteller in dieser „Therapie auf Katholisch“ ist die ausladende, weite Landschaft mit ihren vielen, unterschiedlichen Gesichtern. Die warmherzige Geschichte endet zwar vorhersehbar, aber sie berührt und unterhält auf sympathische und nachdenkliche Weise.
Und sie macht emotional verständlich, worin die Faszination dieses Pilgerwegeswegs in heutiger Zeit liegt.


Filmabend zu „Gedenk, o Mensch“:
Zwei Filmdokumentation zu „Sinn des Lebens“ und „Lebensqualität“

 „Zeit die mir noch bleibt“ D 2006, 44 Min.
                       
Ein 41-jähriger Mann erfährt von seiner Krebskrankheit. Dieses Wissen ändert radikal seine Einstellung zum Leben und zu den Menschen in seiner Umgebung…. Der Mann handelt wie der kluge Verwalter im Evangelium.
Ein außergewöhnlich berührender Film zum Thema Lebensqualität, Sinn des Lebens und Tod.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis für „Beste Kamera“ 2006.

Armin Kogler – Sein größter Sieg:  Ö 2007, 20 Min.   

Armin Kogler, einstiger österr. Weltklasseskispringer und mittlerweile Pilot bei Tyrolean Airways, wird 2007 mit der niederschmetternden Diagnose „Hodenkrebs“ konfrontiert. Er wird sofort operiert und es beginnt sein härtester Trainingsplan: Chemotherapie und der Kampf ums Überleben. Er erzählt, wie es ihm in diesen Monaten ergangen ist, wer und was ihm geholfen hat und was ihm in dieser Zeit bewusst geworden ist.
Der ORF-Filmemacher Hans-Peter Stauber gewann mit seiner einfühlsamen Sportdokumentation über Koglers Kampf gegen den Krebs den Sportjournalistenpreis 2008. „Es war berührend, mit Armin Kogler zu arbeiten, weil wir am Anfang ja nicht gewusst haben, wie die ganze Sache ausgeht“, so Hans-Peter Stauber. „Für uns ging es keinesfalls um Effekthascherei, Armin Kogler und wir wollten Menschen mit ähnlichem Schicksal Mut machen. Die vielen Briefe und Mails, die wir bekommen haben, zeigen, dass uns das gelungen ist.“


Das Herz von Jenin

DVD, Israel/D 2008,  Dokumentarfilm, 89 Min., ab 14 J.

Der zwölfjährige Ahmed wird im Flüchtlingslager Jenin irrtümlicherweise von einem israelischen Soldaten in den Kopf geschossen, weil er und seine Freunde mit einem echt aussehenden Plastikgewehr spielten. Er stirbt im Krankenhaus von Haifa, und Vater Ismael Khatib stimmt einer Organspende zu. Zwei Jahre danach besucht der Vater die Kinder, die durch den Tod seines Sohnes weiterleben konnten: ein Drusenmädchen, das Ahmeds Herz bekommen hat, einen Beduinenjungen, der wegen der Organspende nicht mehr zur täglichen Dialyse muss, und die Tochter orthodoxer Juden, die eine Niere bekommen hat.
 
Die berührende, ja herzzerreißende Doku des jungen israelischen Filmemachers Lior Geller wirft auch den Blick  auf die politische und soziale Situation von Palästinensern, Israelis und in Israel lebende Minderheiten. Vor allem der Besuch bei den streng gläubigen Juden zeigt die tiefe Kluft zwischen den Menschen in dieser Region.
Eine unhintergehbare gute Tat, die für mehr Irritation gesorgt hat, als es ein Selbstmordattentat je könnte. – Die Zeit.
Eine Reise durch besetzte Gebiete und mit Vorurteilen besetzte Herzen – Süddeutsche Zeitung.
Deutscher Filmpreis 2010 – bester Dokumentarfilm.


Sophie Scholl – Die letzten Tage

DVD, D 2004, Spielfilm, Regie: Marc Rothemund, 114 Min. 
     
In Deutschland gibt es hunderte Geschwister Scholl-Schulen, Hans und Sophie Scholl-Plätze oder -Straßen. Sophie Scholl ist heute jene Frau, auf die die Deutschen mit Abstand am meisten stolz sind. Wer aber war Sophie Scholl?
Februar 1943: Sophie Scholl, 21 Jahre jung, „schwaches Geschlecht“ und Studentin an der Münchner Uni, wird zusammen mit ihrem Bruder Hans verhaftet und nach nur sechs Tagen zu Tode verurteilt. Sie hätte ihr Leben retten können, aber sie stand zu ihrer Überzeugung und bekannte sich zu ihrem Tun.
Der Film beruht auf den bisher unveröffentlichten Original-Verhörprotokollen der Gestapo. Sophie Scholl ist heute der Inbegriff für christlichen Widerstand und Zivilcourage.
 „Julia Jentsch spielt die Heldin mit einer Wärme und Präsenz, die dem Zuschauer den Atem stocken lässt“  Der Spiegel
 „Was für eine Frau! Was für eine Zivilcourage! Was für ein Film!“ Bild
Nominiert für den Auslands-Oscar 2006.
Prädikat: Besonders wertvoll!




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