Pastoralrat betont Wichtigkeit des Sonntags in der pastoralen Arbeit
Das Thema "Sonntag" stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des diözesanen Pastoralrates am 18. Mai in St. Pölten.
In drei Arbeitskreisen befaßten sich die Mitglieder mit den Themen "der Sonntag in seiner religiösen Dimension", "der Sonntag in der Familie" und "die gesellschaftliche Bedeutung des Sonntags". In Arbeitskreisen wurde vor allem die Bedeutung dieses Tages für die Menschen und seine Beziehungen im gesellschaftlichen Leben sowie in der Gemeinschaft hervorgehoben. Der Pastoralrat unterstrich, daß dem Erhalt des Sonntags als "Tag für den Menschen" in den kommenden Jahren besondere Aufmerksamkeit zu widmen sei. Das Thema Sonntag werde daher für die kommenden drei Jahre auch "pastorales Schwerpunktthema Nummer eins" sein.
Gerade die hl. Messe am Sonntag sei "als Kraftquelle und Sendungsfeier für die Arbeitswoche" notwendig, wurde bei der Sitzung betont. Dennoch nehme der Besuch der sonntäglichen Gottesdienste immer mehr ab. Es sei zu überlegen, wie der Gottesdienst den Menschen wieder "Heimat" bieten könne.
Es müsse heute Aufgabe eines jeden Christen sein, mit allen Menschen das Gespräch über die kulturelle und religiöse Bedeutung des Sonntags zu suchen, meint der Pastoralrat. Dabei sollen alle positiven Erfahrungen, die Menschen am Sonntag machen, verstärkt werden. Etwa den Wert von Erholung und Freizeit, das Erleben der Natur oder der Gemeinschaft in der Familie und mit Freunden.
Neben dem Thema Sonntag wurde auch der Dialog für Österreich und seine Fortführung in der Diözese behandelt. Ein Leitungsteam unter dem Vorsitz von Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth und dem geschäftsführenden Vorsitzenden Karl Ebner hat acht Arbeitskreise zu aktuellen Themen (Glaube und Leben, Sonntag, Berufung, Jugend, Frauen, Schule, Bildung, Ehe und Familie) angeregt und Ziele für die Weiterarbeit vorgestellt. Demnach werden Referenten für Dekanatskonferenzen und Pfarrgemeinderatssitzungen angeboten, die über die Weiterführung des Dialogs informieren. In den Dekanaten sollen "Dekanatstage" mit apostolisch tätigen Gruppen angeregt werden.
Berichtet wurde auch über die laufenden Vorbereitungen zum Heiligen Jahr 2000. So ist vom 24. bis 30. März des kommenden Jahres eine große diözesane Wallfahrt mit Bischof Dr. Kurt Krenn nach Rom vorgesehen.