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Bilder die das Wort der Bibel lebendig machen

Vom 1. bis 31. August zeigt das Bildungszentrum St. Benedikt in Seitenstetten 60 Bilder zum Thema "Du sollst ein Segen sein" von Sieger Köder, Walter Habdank, Anne Seifert und Maria Hafner. Bei der Ausstellungseröffnung erläuterte Univ. Prof. Dr. Irmtraud Fischer aus Bonn vor zahlreichen Gästen den biblischen Segensbegriff anhand der alttestamentlichen Jakobsgeschichte.

Direktor Dr. Erich Ortner konnte in der übervollen Aula des Bildungszentrums zahlreiche Besucher begrüßen, darunter Abt. Prl. Mag. Berthold Heigl, Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth, Prior P. Michel Prinz und Bürgermeister Stefan Edermayr, sowie die Teilnehmer an der Bibelschule im Bildungshaus Greisinghof im Mühlviertel.

Edith Habsburg-Lothringen wies als Ausstellungkuratorin darauf hin, dass sowohl Sieger Köder, Walter Hadbank und Anne Seifert bereits in den vergangen Jahren in St. Benedikt ihre Werke präsentiert haben. Der erstmals gezeigte Zyklus zum Hohen Lied der Liebe der Schweizer Künstlern Maria Hafner wurde von Prof. Gunter Janda aus Linz zur Verfügung gestellt. Diese Gemeinschaftausstellung ist nicht nur ein bemerkenswerter Beitrag zum Jahr der Bibel sondern gleichzeitig ein "Geburtstagsgeschenk" an das Bildungszentrum zum zehnjährigen Bestandsjubiläum erklärte Habsburg-Lothringen.

Die Kärntner Künstlerin Anne Seifert hat sich ein Jahr lang mit der Segensthematik auseinandergesetzt. Für sie stehen nicht die "großen bekannten Segenssprüche im Zentrum, sondern kleine Details und Gesten", so Seifert zu ihrem thematischen Zugang.

Der Segen will angenommen werden
Univ. Prof. Dr. Irmtraud Fischer, Professorin für Altes Testament und feministische Frauenforschung an der Universität Bonn stellte in ihrem Festvortrag klar, dass der "Segen" nicht im Trend der Zeit liegt, weil er Autoritätsverhältnisse bejaht. Die Bitte um den Segen ist Bekenntnis des eigenen Mangels, der Bedürftigkeit, die mehr als das materielle Wohlergehen erhofft. Damit der Segen wirksam werden kann, muss er auch angenommen werden. Zentrales Thema des Vortrages war der Kampf Jakobs am Jabbok (Gen. 32), mit dem sich auch alle ausstellenden Künstler auseinandergesetzt haben. Dass der "erschlichene" Segen bei Jakob wirksam werden konnte, musste er ihn sich erst mühsam "erarbeiten und erkämpfen", so Fischer.

Bilder die ins Leben wirken
Für Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth sind die Bilder nicht ein "Käfig für das Wort", die es einengen und farb- und kraftlos werden lassen. Vielmehr sollen sie "den Geist beflügeln, ins Herz treffen und konkret auch ins Leben wirken", so der St. Pöltner Pastoralamtsdirektor.

Für den stimmungsvollen musikalischen Rahmen sorgte Johannes Falter an der Querflöte.


Kontakt: presse.stpoelten@kirche.at