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Bistumsgebäude Diözese St. Pölten
 
 
 
 
 
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Ausstellungen

Diözesanmuseum St. Pölten

3100 St. Pölten, Bistumsgebäude, Domplatz 1 Tel.: 02742/324-331

Ständige Ausstellung

Das Museum wurde 1888 gegründet und bietet einen repräsentativen Querschnitt durch das Kunstschaffen der Diözese. Es zeigt vor allem gotische Skulpturen und Tafelbilder sowie Werke bekannter Barockkünstler (J.M Rottmayr, Daniel Gran, Kremser Schmidt, etc.).
Miteingebunden sind die ehemalige Stiftsbibliothek mit Fresken von Paul Troger und das bischöfliche Oratorium.

Ausstellung zum 250. Todestag des Barockmalers Paul Troger

„Trogers Werk hat auch für uns heute eine tiefe Bedeutung und vermag Impulse zu geben.“ Das betonte Bischof Klaus Küng am Freitag bei der Eröffnung der Ausstellung „Vision und Andacht“ zum 250. Todestag des Barockmalers Paul Troger im St. Pöltner Diözesanmuseum. Anfang des 18. Jahrhunderts sei in den Klöstern ein gewisser Aufbruch zu spüren gewesen, gleichzeitig habe jedoch eine große geistliche Not geherrscht, so Küng. In dieser Zeit habe Troger Werke „von solcher Tiefe geschaffen, die Hoffnung gab und gibt“. Dies sei auch eine „Botschaft für unsere Zeit“. Der Betrachter der Andachtsbilder aber auch der Fresken Paul Trogers werde zum „inneren Geheimnis, letztlich zur Gegenwart Gottes“ geführt, sagte der Bischof.

„Durch seine Freskenzyklen, Altar- und Andachtsbilder prägte Paul Troger wie kaum ein anderer zahlreiche Kirchen- und Klosterausstattungen vor allem im Gebiet der Diözese St. Pölten und beeinflusste dadurch maßgeblich den Verlauf der österreichischen Malerei des 18. Jahrhunderts“, erklärte Wolfgang Huber, Diözesankonservator und Direktor des St. Pöltner Diözesanmuseums. Umfang und Qualität des Werkes Trogers sei von keinem anderen österreichischen Barockkünstler erreicht worden.

Anhand zahlreicher Ölbilder, Ölskizzen und Zeichnungen – überwiegend Leihgaben aus kirchlichem, öffentlichem und privatem Besitz – unternimmt die Ausstellung den Versuch, das Schaffen Trogers unter dem Aspekt der Andachtsthematik und dem Verhältnis zur barocken Spiritualität zu präsentieren. „Diese den Werken eigene Affinität zum Sakralen wird von der visionären Schau des Dargestellten, aber auch von den dabei hervorgerufenen Gefühlen und Vorstellungen des Betrachters gesteigert“, erklärte Huber.

In den Stiften Niederösterreichs sei der Südtiroler Künstler „zum Maler schlechthin geworden“, sagte der Kurator der Ausstellung, der Direktor des Diözesanmuseums Brixen Johann Kronbichler, der wie Troger aus dem Pustertal stammt. Seine markanteste Prägung habe Troger in jungen Jahren in Rom erfahren. Nach Südtirol, Graz, Salzburg und Wien, kam er über einen Auftrag der Englischen Fräulein (heute Congregatio Jesu) nach St. Pölten, wo seine „niederösterreichische Karriere“ begann. Teilweise von seinem kongenialen Partner Johann Jakob Ziegler begleitet wirkte der Barockmaler – nacheinander und manchmal sogar gleichzeitig – in den Stiften Melk, Zwettl, Geras, St. Pölten, Seitenstetten, Geras und Göttweig.

In der räumlich ins Diözesanmuseum einbezogenen ehemaligen Stiftsbibliothek besteht die Möglichkeit, den 1734 geschaffenen Freskenzyklus mit den Darstellungen der Fakultäten aus unmittelbarer Nähe zu betrachten und die technischen und stilistischen Eigenheiten der Malereien hautnah zu erleben. Dort führt auch ein konservatorischer Abschnitt in die Maltechnik Trogers ein.

Öffnungszeiten:
5. Mai bis 31. Oktober 2012
Dienstag bis Freitag: 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 13 Uhr
Montag, Sonn- und Feiertag geschlossen
Eintritt: € 4,- (ermäßigt € 3,-)
Führungen nach Vereinbarung.

Homepage Diözesanmuseum

Das Diözesanmuseum befindet sich im Bistumsgebäude neben der Domkirche im Obergeschoss des Kreuzganges. Es ist vom Domplatz als auch von der Hofstatt (Bischofsteich mit Bezirkshauptmannschaft) zu erreichen

Stift Göttweig

Das österreichische Montacassino in der Wachau

Das Stift, hoch über dem Donautal bei Krems gehört mit der Kulturlandschaft Wachau zum Weltkulturerbe. Ständige Ausstellung im Kaisertrakt, Kaiserstiege mit Deckenfresco von Paul Troger.

"Österreichs Glorie am Trogerhimmel. Die Göttweiger Kaiserstiege"

Auch das niederösterreichische Stift Göttweig schließt sich im Trogerjahr dem Ausstellungsreigen anlässlich des 250. Todesjahres des berühmten Barockmalers mit einer Sonderausstellung "Österreichs Glorie am Trogerhimmel. Die Göttweiger Kaiserstiege" an.

Zwar hat das Benediktinerstift über der Donau nur ein epochales Fresko über der Kaiserstiege zu bieten, dafür überwölbt es im sprichwörtlichen Trogerblau das größte Treppenhaus Österreichs als sprechendes Zeugnis für den viel gerühmten Kaiserstil der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter dem „letzten“ Habsburger Karl VI. (1711-1740), der selber durch seinen unvorhergesehenen Tod das 1739 vollendete Riesenfresko mit seiner imperialen Herrscherapotheose nie zu Gesicht bekommen hat.

Zudem zählt das Fresko auch über die mehrdimensionale Ikonographie hinaus zum Höhepunkt in Paul Trogers Gesamtschaffen.

Die Ausstellung wird erstmalig die nicht ausgeführten Gebäudeteile der Westseite der Stiftsanlage mit ihrer nie angedachten inhaltlichen Freskoausstattung weiter- und zu Ende führen.

Dies unter Zuhilfenahme von vorhandenem reichen Dokumentenmaterial aus Bibliothek, Graphischer Sammlung und dem Münzkabinett. Es bildet anschauliche Belege für die vielen Kriegsschauplätze der Zeit und für überragende und maßgebliche Prunkbauten hervorragender Architekten.

Der Habsburger Heiligenhimmel auf Thesenblättern dokumentiert Zeremoniell und barocke Frömmigkeit. Autographen von Carl Gustav Heraeus, Gottfried Wilhelm Leibniz und Maria Theresia belegen barocken Zeitgeist. Originalpläne nach Johann Lucas von Hildebrandt und der Originalvertrag Bessels mit Troger zentrieren die Ausstellung auf die Kaiserstiege, ebenso ein ausführlicher Restaurierungsbericht zum Fresko und die bisher nur aus mündlichen Andeutungen bekannte abenteuerliche Erwerbsgeschichte des Troger-Bozzettos 1997 aus ausländischem Besitz.

Tourismusbüro
Benediktinerabtei
A-3511 Stift Göttweig
Tel.: +43.(0)2732.85581-231
Fax: +43.(0)2732.85581-244
tourismus@stiftgoettweig.at

Homepage Stift Göttweig

Stift Altenburg

„Blaue Kunst“ - Sonderausstellung zum Troger-Jahr

Zu einer „Spurensuche in der Bilderwelt von Stift Altenburg“ lädt Abt Christian Haidinger anlässlich des 250. Todestages des Südtiroler Malers Paul Troger ein. Bei einem großen Rundgang könne man nicht nur begreifen, warum „blau keine Kunst sei“, also das „geheimnisvolle Troger-Blau erschließen“, sondern auch Räume besichtigen, die noch niemand gesehen habe: die unter der Leitung von Architekt Christian Jabornegg wieder hergestellten ehemaligen Wohnräume des mittelalterlichen Abthauses. Dort könne man etwa erleben, wie ein Fresko zu Zeiten Trogers entstanden sei.

Dass der 1698 in Südtirol geborene Rokoko-Maler, der so viele Kunstwerke in Niederösterreich hinterlassen hat, wiederentdeckt wird, freute besonders den Kunsthistoriker und Kurator der Ausstellung Andreas Gamerith. Nachdem Troger lange ein „Fall für’s Depot“ gewesen sei, könne man nun endlich wieder entdecken, dass Barockkunst ein sinnliches und geistiges Vergnügen sei. Die Ausstellung biete genug „Lesehilfen“, um den 250-Jahr-Abstand auch für den modernen Besucher zu überbrücken. Man spüre vor allem den „unbändigen Willen“ aus den Kunstwerken eines Malers, der einen nicht immer einfachen Weg gehabt habe.

Unter dem Motto „Darf’s ein bisschen mehr“ sein lud auch der gelernte Fleischer P. Michael Hüttl in eine Ausstellung, die sich die ehrgeizige Aufgabe gestellt habe, „mehr zu zeigen als bloß Werke“, das Werk Trogers in Altenburg gewissermaßen „haptisch erlebbar zu machen“. Hüttl dankte besonders dem Land Niederösterreich, welches sowohl bei der Renovierung der Kellerräume als auch bei der eigentlichen Ausstellungsvorbereitung dem Stift sehr großzügig zur Seite gestanden habe.
Die „Beständigkeit, Orientierung, Werthaftigkeit und das Vorangehen“, welche Stift Altenburg seit jeher kennzeichneten, hob Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka in seiner Ansprache hervor. Die Troger-Ausstellung sei ein Indiz dafür, dass „auch ein Jahr ohne Landesausstellung ein Ausstellungsjahr der besonderen Art“ sein könne.

Unter den zahlreichem Gästen bei der Eröffnung der Ausstellung „Troger – Blau ist keine Kunst“ waren Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka, Nationalratsabgeordneter Günter Stummvoll, Propst Maximilian Fürnsinn von Herzogenborg, Abt Berthold Heigl von Seitenstetten, Abt Columban Luser von Göttweig und Abt Wolfgang Wiedermann von Zwettl.

Die Ausstellung in Altenburg, die durch die Stiftskirche, den Kaisertrakt und die Bibliothek bis in die mittelalterlichen Kellerräume führt, ist vom 1. Mai bis 26. Oktober 2012 täglich von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Für den Rundgang sollte man sich nach Auskunft des Stifts mindestens zwei Stunden Zeit nehmen.
Neben Altenburg gibt es zum Trogerjahr noch weitere Ausstellungen im Stift Zwettl, im Stift Göttweig und im Diözesanmuseum St. Pölten („Vision und Andacht“).

Homepage Stift Altenburg

Stift Melk

Vom Gestern ins Heute

Seit mehr als 1000 Jahren ist Melk ein geistliches und kulturelles Zentrum des Landes, zunächst als Babenbergerburg und dann ab 1089 als Benediktinerkloster, gegründet von Markgraf Leopold II.

Das Stift Melk ist daher seit seinen Anfängen ein wichtiger geistiger und geistlicher Mittelpunkt des Landes. Die vielen Besucher des Hauses stellen auch eine pastorale Herausforderung für das Kloster dar, um sie erkennen zu lassen, dass in allen Epochen und allen Bereichen der Kunst die Menschen durch ihre Werke auf Gott hin verweisen wollten. ("Ut In Omnibus Glorificetur Deus" - Damit in allem Gott verherrlicht werde.)

Die Benediktiner von Melk teilen jährlich die Schönheit des barocken Gebäudes mit ca. 430.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt und laden zu verschiedensten Veranstaltungen in das Stift Melk ein.

Auf die Besucherinnen und Besucher warten spannend gestaltete Museumsräume, Prunksäle wie Marmorsaal und Bibliothek, ein unvergesslicher Blick von der Altane auf das Donautal und die hochbarocke Stiftskirche, ein Gesamtkunstwerk zur Verherrlichung Gottes.

Wesentlicher Bestandteil des Gesamtkunstwerkes ist der Stiftspark mit dem barocken Gartenpavillon, der mit seinen exotischen Fresken ebenso eine besondere Spezialität darstellt.
Das gesamte Parkareal erstreckt sich auf einer unzerstörten barocken Bodenarchitektur. Die Bepflanzung stammt zum Großteil aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Im Mai 2011 wird ein neuer Besucherbereich für die Stiftsbesucherinnen und -besucher geöffnet: Die barocke Nordbastei. Im Parterre wird ein Klostershop und eine zeitgemäße, neue Stiftspforte eingerichtet. Im ersten Stock wird eine Ausstellung zu sehen sein, die von Schülern des Stiftsgymnasiums in Zusammenarbeit mit Fachleuten erarbeitet wird und das Weltkulturerbe und seine Zukunft im Sinne von Erbe und Auftrag zum Thema haben wird. Im zweiten Geschoß wird sich eine Aussichtsterrasse befinden, die den Blick sowohl in die weitere Umgebung – vom Alpenvorland bis ins Waldviertel - als auch auf das Stiftsgelände, besonders auf den Gartenpavillon und den Stiftspark, freigibt.

Öffnungszeiten

Homepage Stift Melk

Stift Zwettl

Das Waldviertler Kloster am Kamp

Architektur & Malerei

Die Baugeschichte des Stiftes Zwettl reicht von der Gründung im 12. Jahrhundert bis zur letzten großen Umgestaltung unter Abt Melchior Zaunagg in den Jahren 1720 bis 1740. Die verschiedenen Stile von der Romanik bis zum Barock fügen sich zu einem harmonischen Ganzen.

Hervorzuheben sind der mittelalterliche Kreuzgang mit dem frühgotischen Brunnenhaus, der romanische Kapitelsaal, der Zusammenklang von gotischem Kirchengebäude und barocker Einrichtung, die Tafelbilder Jörg Breus und die Gemälde Martino Altomontes, die Skulpturen Jakob Schletterers, die Turmfassade von Josef Munggenast und Matthias Steinl.

Die Barockbibliothek birgt ein Deckenfresko Paul Trogers, der auch Ölgemälde für das Refektorium schuf.

Bibliothek & Archiv

Der Bibliothekssaal wurde 1730-32 von Josef Munggenast erbaut und von Paul Troger mit Szenen aus dem Leben des Herkules freskiert. Der zweigeschossige Raum mit Galerie wird von Platzlgewölben überspannt.

Im Stift Zwettl bestand bereits seit dem 12. Jahrhundert ein Scriptorium, in dem Mönche Handschriften für den liturgischen Gebrauch, Annalen, die denkwürdige Ereignisse in Kloster und Welt verzeichnen und Urbare zur Erfassung von Besitz und Einkünften anfertigten. Die reiche Handschriftensammlung mit 425 Codices wird in der Bibliothek verwahrt. 286 Inkunabeln gehören ebenfalls zum Bestand der Bibliothek.

Das seit der Gründerzeit durchgehend anwachsende Archiv des Stiftes zählt zu seinen Prunkstücken die so genannte „Bärenhaut“, eine Abschrift von Urkunden und die Zusammenfassung des Gründungsgeschehens, der Hausgeschichte und der Beziehungen zur Stifterfamilie der Kuenringer. Der Prachtband enthält den bekannten Stammbaum der Kuenringer. Die Bezeichnung „Bärenhaut“ leitet sich vom Einband aus Schweinsleder – im Volksmund der Haut eines Saubären – ab.

Von Ostern bis 31. Oktober ist die Bibliothek für Besichtigungen im Rahmen von Spezialführungen durch geschultes Personal möglich.

Kontakt für Anmeldungen zu Führungen:
Rezeption Stift Zwettl
Tel.: +43 2822 20202 17
Mobil: 0664 85 69 063
Fax: +43 2822 20202 40
info@stift-zwettl.at

Homepage Stift Zwettl

Stift Seitenstetten

Der Vierkanter Gottes im Mostviertel

Inmitten der idyllischen, leicht hügeligen Landschaft des Mostviertels liegt das Benediktinerstift Seitenstetten. Umgeben von Feldern und Obstbäumen, wie ein riesiger "Vierkanter", gibt er der Landschaft und den Menschen sein unverwechselbares Gepräge.
Sei es unter der weißen Decke des Schnees oder inmitten blühender Wiesen und Obstbäume, sei es inmitten von wogenden Ährenfeldern oder unter dem Duft frisch gepressten Obstes - ein Besuch zu diesem etwas abseits der großen Durchgangsrouten gelegenen Stift ist in jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis.

Führungen durch Stiftskirche, Ritterkapelle, Marmorsaal, Maturasaal, naturhistorische Sammlung und Bibliothek: von Ostermontag bis 31. Oktober
täglich um 10.00 Uhr und um 15.00 Uhr.

Das Stift Seitenstetten feiert 900. Geburtstag

"Leben im Vierkanthof ... wo Bauern und Mönche beten und arbeiten" lautet der Titel der Sonderausstellung zum Jubiläum, die länderübergreifend im niederösterreichischen Stift Seitenstetten und im oberösterreichischen Freilichtmuseum Sumerauerhof in St. Florian zu sehen ist. Im Stift Seitenstetten wird das Leben der Mönche und ihr Einfluss auf Kultur und Wirtschaft im Mostviertel deutlich.

"Stift Seitenstetten ist keine Insel der Seligen für sich, sondern wir sind fest verankert in der gesamten Region und nehmen vielfältige Aufgaben wahr." Das betonte Abt Berthold Heigl bei einer Pressekonferenz im Stift. Er informierte gemeinsam mit den Landeshauptmännern Erwin Pröll und Josef Pühringer über die Ausstellung. Heigl wies darauf hin, dass die Mönche von Seitenstetten 14 Pfarren betreuen. Ein großes Anliegen sei zudem die Jugend. Das werde etwa durch das Stiftsgymnasium deutlich, das derzeit von rund 350 Schülern besucht wird.

Die überregionale Bedeutung des Stifts unterstrich Landeshauptmann Pröll. Die Ausstellung im Stift sei wesentlicher Faktor des Kulturlebens in Niederösterreich. Pröll wie auch Pühringer hoben die Bedeutung des kulturellen Erbes des Vierkanthofes hervor. Und Pühringer fügte hinzu: "Wer seine Geschichte nicht kennt, kennt sich selber nicht."

Spiritualität der Benediktiner beleuchtet

Die Ausstellung im Stift Seitenstetten erläutert den geistlichen Hintergrund der Benediktiner, ihr Leben und Wohnen im "Vierkanter Gottes". Deutlich wird laut Abt Heigl auch der Jahrhundertelange Einfluss des Stifts auf die geistig-kulturelle Entwicklung der Region bis hin zur Ernährung. Ein Beispiel: die Einführung der Erdäpfel in Notzeiten. Deutlich werde auch, dass das Kloster seit Jahrhunderten eine Heimstätte für Kunst und Kultur ist, so Heigl. Die Stiftsgalerie zeige auf 3.000 Quadratmetern Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart. Der Bogen der Künstler spanne sich vom Kremser Schmidt, Paul Troger und Daniel Gran bis zu Werner Berg, Maria Lassnig und Fritz Wotruba.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung gilt der Baugeschichte des Stifts, deren Ursprünge auf die romanische Ritterkapelle zurückgeht. Dabei werden im Rahmen der Ausstellung auch Plätze geöffnet, die sonst für Besucher nicht zugänglich sind - etwa die Schatzkammer, das Sommerrefektorium und die Bibliothek, betonte der Abt.

Seit 1112 Benediktiner in Seitenstetten

Seit 1112 beten und arbeiten Mönche nach den Regeln des Heiligen Benedikt in Seitenstetten. Ein gewisser "edelfreier Mann Udiskalk von Still hat ein kleines Kloster für Mönche zu Ehren der Gottesmutter Maria auf seinem freien Eigen Stansteten errichtet", berichtet die älteste Urkunde des Stifts. Der Vierkanter des Stiftes in seiner heutigen barocken Ausformung geht auf Planungen und Ausführungen des Baumeisters Josef Munggenast von 1718 zurück und war letztlich auch Vorbild für viele bäuerliche Vierkanthöfe kleinerer Dimensionen.

Im Rahmen des 900-Jahr-Jubiläums des Stifts werden rund 100 Veranstaltungen im Stift und in der gesamten Region stattfinden, darunter zahlreiche Konzerte. Das Hauptfest zum Jubiläum findet am 16. September statt. Um 14 Uhr beginnt der Festgottesdienst mit dem St. Pöltner Bischof Klaus Küng, im Anschluss findet ein Festakt mit Landeshauptmann Erwin Pröll statt.

Homepage Stift Seitenstetten

Stift Geras

850 Jahre Prämonstratenser Geras-Pernegg

Das Stift an der Grenze mit seiner wechselvollen Geschichte hat vielerlei zu bieten. Seien es die Kunstkurse im Sommer oder die besinnlichen Tage im nahen Kloster Pernegg - die Faszination der Waldviertler Landschaft hinterlässt bei jedem Besucher und Gast einen bleibenden Eindruck.

Stiftsführungen: Mai bis Oktober: 10, 14, 15.30 Uhr

Sonderausstellung 2011/12
Vom Löscheimer zur Katastrophenhilfe:
FEUERWEHR – Tradition mit Zukunft

Was unsere Feuerwehrmänner und -frauen im Alltag für uns leisten ist enorm. Unzählige Stunden verbringen diese Menschen in Ihrer Freizeit um uns zu RETTEN – BERGEN – LÖSCHEN – SCHÜTZEN

Es beginnt bei der Jugendfeuerwehr, wo unsere Jugendlichen Kameradschaft und Miteinander lernen und erfahren können, dass gegenseitig Verlass auf die Feuerwehrkollegen ist. In vielen Kursen und Leistungsbewerben werden diese Jungen und Mädchen ausgebildet uns im Notfall zu helfen.

Notfälle: Brand – Unfall – Überschwemmung – in Schächten gefangen – auf Bäumen festsitzen
In solchen Fällen ist unsere Feuerwehr immer für uns da!
Helfen WIR unserer Feuerwehr? Unterstützen wir unsere Feuerwehr?
Wie schützt sich der Feuerwehrmann, die Feuerwehrfrau bei Einsätzen?
Wie schützen sich unsere Helfer und Retter vor der körperlichen Belastung, wenn Löscheinsätze Stunden und Überschwemmungseinsätze Tage dauern?
Wie schützen sich unsere Helfer und Retter vor der psychischen Belastung, wenn bei einem Unfall Freunde und Bekannte Tod aus dem Auto geborgen werden?
Unsere Feuerwehr hilft uns – Notruf 122!

Im Rahmen dieser Ausstellung werden die Möglichkeiten der Feuerwehr von damals und heute gezeigt. Vor allem aber auch der »FEUERWEHRMENSCH«, der für uns in Notsituationen Höchst-leistungen erbringt.

Öffnungszeiten und Führungen
vom Mai bis Oktober täglich (außer Montag): 10 bis 17 Uhr

März und April, sowie November und Dezember
Dienstag bis Samstag: 10 bis 15 Uhr
Sonntag, Montag und Feiertag geschlossen.

Führungszeiten:
Dienstag bis Samstag: 11 und 14 Uhr
Sonn- und Feiertag: 11 und 14 Uhr

Homepage Stift Geras

Schatzkammer Maria Taferl

Die Basilika Maria Taferl ist der bedeutendste Wallfahrtsort Niederösterreich und nach Mariazell der zweitgößte in Österreich.

Ein herrlich in buntem, volkstümlichem Barock ausgemalter Raum mit Fresken, die an der Decke Erscheinungen der Ursprungsgeschichte, an den Wänden aber wunderbare Heilungen und Rettungen darstellen. Schatzkammern sind Tresore und Orte der Aufbewahrung von Kostbarkeiten.

Die Schatzkammer einer Wallfahrtskirche aber ist nicht nur ein Ort des Aufbewahrens, sondern auch ein Tresor des Glaubens. Nicht die materielle, künstlerische oder historische Qualität der Gaben bestimmen ihre Kostbarkeit, sondern die hinter ihnen stehenden Intentionen. Hinter jeder dieser Gaben steht ein persönliches Anliegen oder Motiv.
Es sollte daher nicht der Anschein erweckt werden Reichtümer anzuhäufen, sondern vielmehr soll durch das Aufbewahren und Ausstellen das Maß an Verehrung und Hingabe an die Gottesmutter bewusst gemacht werden.
Die Kästen, von Porr 1665 gefertigt, sind mit vielen solchen alten Votivgaben gefüllt.

Öffnungszeiten:
April - Oktober, Dienstag - Sonntag, 10.30 - 16.30 Uhr

Schatzkammer der Basilika Maria Taferl

Stift Lilienfeld

Das Zisterzienserstift Lilienfeld liegt in Niederösterreich, etwa 25 km südlich von St. Pölten.

Zur Klostergemeinschaft gehören derzeit 27 Patres und ein Frater. Als Zisterzienser leben wir nach der Regel des hl. Benedikt. Ziel unseres monastischen Lebens ist, Gott auf dem Weg der klösterlichen Berufung zu suchen und zu finden. Christus wollen wir durch unser klösterliches Leben in besonderer Weise nachfolgen. (Konstitutionen der Österreichischen Zisterzienserkongregation art. 70)Das Stift Lilienfeld wurde 1202 vom Babenbergerherzog Leopold VI. gestiftet. Die Besiedlung erfolgte durch das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz.

Die Stiftsbasilika Lilienfeld ist die größte Kirche Niederösterreichs. In Lilienfeld befindet sich die größte mittelalterliche Klosteranlage Österreichs.

Das Stift bewahrt ein Siegel auf, das als frühester Nachweis des österreichischen Bindenschilds (rot-weiß-rot) gilt. Herzog Leopold VI. ist in der Stiftsbasilika Lilienfeld bestattet.

Bei den Stiftsführungen im Stift Lilienfeld wird gewöhnlich folgendes besichtigt:
Der mittelalterliche Kreuzgang, die Kirche, der mittelalterliche Kapitelsaal, das neugotische Brunnenhaus, die Bibliothek, das mittelalterliche Laienbrüderdormitorium, die alte Pforte, das mittelalterliche Cellarium.

Die Bestände der Lilienfelder Stiftsbibliothek waren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgrund der Aufhebung 1789 und dem Brand 1810 stark reduziert. Schon Abt Ladislaus Pyrker (1811 – 1819) versuchte daher, kleinere Bibliotheken (z.B. 1818 eine 21 Bände umfassende Bibelsammlung von Erzherzog Ludwig) an das Stift zu bringen. Auch Bücher aufgelassener Klöster (z.B. Kleinmariazell, Paulanerkloster Wien) wurden zugekauft, sie weisen sehr häufig handschriftliche Besitzvermerke aus früheren Zeiten auf.
Die Stiftsbibliothek Lilienfeld ist NUR im Zuge der Stiftsführungen zu besichtigen!

Pforte Stift Lilienfeld
Klosterrotte 1
3180 Lilienfeld
02762/52420 pforte@stift-lilienfeld.at
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-12 Uhr, 13.30-16.30 Uhr, So, Ftg. 13.30-16.30 Uhr

Zisterzienserstift Lilienfeld

Stift Herzogenburg

Die Kunstsammlung ist die bedeutendste niederösterreichische Stiftssammlung nach dem Stift Klosterneuburg.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt bei den spätgotischen Werken der Donauschule, die im vorigen Jahrhundert im Stift gesammelt wurden; ebenso der mittelalterliche Kunstschatz von Tafelbildern, Figuren und Glasfenstern.

Mit dem Festsaal, der Bibliothek und der barocken Stiftskirche bekommt der Besucher einen guten Eindruck über die künstlerische und kulturelle Bedeutung dieses Stiftes in Niederösterreich.

Der Besuch der Innenräume des Hauses sowie der Sammlungen ist nur im Rahmen der Führung möglich.

Von 1. April bis 31. Oktober finden täglich Führungen zu folgenden Zeiten statt:
Vormittags um 9.30 und um 11.00 Uhr
Nachmittags um 13.30, 15.00 und 16.30 Uhr
Wenn an einem Festtag das Pontifikalamt am Vormittag gefeiert wird, dann entfällt die Führung um 9.30 Uhr, die erste Führung findet dann erst um 11.00 Uhr statt.
Spezielle Kinderführungen werden auf Anfrage angeboten.
fuehrungen@stift-herzogenburg.at

Sonderausstellung zum 900-Jahr-Jubiläum des Stiftes

Vor 900 Jahren wurde das Augustiner Chorherrenstift von Bischof Ulrich von Passau an der Donau bei Traismauer gegründet und schließlich im 13. Jahrhundert an seinen jetzigen Ort in Herzogenburg verlegt. Bis heute hat das Stift allen Aufhebungsversuchen widerstanden. Diese lange und für die gesamte Region des unteren Traisentals prägende Geschichte des Stiftes ist ebenso Anlass zum Feiern wie der Abschluss der jüngsten, zwölf Jahre andauernden Renovierungsarbeiten am Stift, das im 18. Jahrhundert barockisiert wurde.

Propst Maximilian Fürnsinn präsentierte im Rahmen einer Presseführung die sanierten Räume des Stiftes sowie die prunkvolle Jubiläumsausstellung "Zeitzeuge der Ewigkeit", die bis 28. Oktober die Möglichkeit bietet, die Jahrhunderte der wechselvollen Stiftsgeschichte im Zeitraffer zu durchwandern.
Höhepunkte der Ausstellung sind - neben den wertvollen spätgotischen Tafelbildern der Aggsbacher Altäre - der neu renovierte Festsaal und die Bibliothek, in der aus jedem der neun Jahrhunderte besondere Bücher präsentiert werden. Wichtig sei ihm dabei, dass das aktuelle 900-Jahr-Jubiläum "nicht so sehr als ein nur historisches Ereignis verstanden wird, sondern als Feier des immer neuen Anfangs, den Gott mit uns unternimmt", betonte Propst Fürnsinn.

Ein Besuch der Ausstellung "Zeitzeuge der Ewigkeit" ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Führungen finden täglich um 9.30, 11, 13.30 und 15 Uhr statt und dauern rund 75 Minuten.

Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg


Kontakt: presse.stpoelten@kirche.at