|
St. Pöltens Bischöfe
besuchten im Rahmen ihrer Pfarrvisitationen in den vergangenen Monaten
22 Pfarren
Die Bischofsvisitationen
in den Pfarren wollen die Verbindung zwischen Diözese und Pfarre unterstreichen
und die innere Zusammengehörigkeit ausdrücken. Im Rahmen der
Visitationen können die Verantwortlichen der Pfarre, Priester, Diakone,
Pastoralassistentinnen, Religionslehrer und Pfarrgemeinderäte mit
den Bischöfen über ihre Sorgen, Probleme und Vorhaben in der
Pastoral sprechen.
Es ist Aufgabe der Bischöfe,
die Christen in der Pfarre in ihrem Glauben zu stärken, ihnen Worte
der Ermutigung zu geben und nach ihren Möglichkeiten auch zu helfen,
wiesen Bischof Dr. Kurt Krenn und Weihbischof Dr. Heinrich Fasching bei
ihren Pfarrvisitationen hin. Bischof Dr. Kurt Krenn besuchte heuer 15 Pfarren,
Weihbischof Dr. Heinrich Fasching sieben. Ein besonderer Höhepunkt
der Visitationen in den Pfarren ist der Festgottesdienst mit Firmspendung.
Beichte, Sonntagsmesse
und Religionsunterricht
Bischof Dr. Kurt Krenn wies
bei seinen Visitationen stets auf drei Schwerpunkte hin, die er als besonderes
Anliegen der Diözese bezeichnete: eine gute Beichte, die Mitfeier
der hl Messe an Sonntagen und der Religionsunterrichtes an den Schulen.
Den Firmlingen erklärt der Bischof, dass sich bei der Firmung Gott
mit dem Lebensgeheimnis eines jeden Menschen verbinde. Wenn der Firmling
seinen Namen sage, bedeute dies, sich in den Blick Gottes stellen. Entscheidend
aber sei, dass auch die Paten die jungen Menschen begleiten. Sie sollen
sie vor allem „geistig an der Hand nehmen“. Wenn die Paten selbst nach
ihrer christlichen Überzeugung handeln, seien sie auch glaubwürdige
Vorbilder für die jungen Menschen.
Sonntagsheiligung
Weihbischof Dr. Heinrich
Fasching sprach in seinen Visitationspredigten vor allem die Heiligung
des Sonntags an. Der Sonntag, so der Weihbischof, „hat für unser Leben
und die Lebendigkeit der Christen seit der Zeit der Apostel eine ausschlaggebende
Bedeutung". Die Christen sollten Auskunft darüber geben können,
warum sie am Sonntag zusammenkommen und diesen Tag feiern. Der Weihbischof
nannte die Sonntagsmesse und die Sonntagsruhe als die eigentlichen „Feierelemente“
dieses Tages. Die Sonntagsfeier sei eine Einübung und Vertiefung der
Vollendung des Lebens, wies er hin. Die Gläubigen rief der Bischof
auf, Sorge zu tragen, damit die Sonntagsfeier auch in Zukunft sichergestellt
sei. Diese Sorge sei zu dringend, um sie den Priestern allein zu überlassen,
sagte der Bischof.
Bischof Dr. Fasching ging
auch auf die Notwendigkeit von Priesterberufungen ein. 130 von 424 Pfarren
der Diözese seien derzeit ohne eigenen Priester am Ort. Das Gelingen
der Berufungen hänge nicht nur von guten Familien ab, sondern wesentlich
auch vom guten Klima in den Pfarrgemeinden. |