Ich danke Gott, dass ich diesen Dienst leisten konnte
Dr. Franz Zak wurde vor 45 Jahren zum Bischof geweiht

Am 30. Dezember 1956 wurde Dr. Franz Zak von seinem Vorgänger Bischof Michael Memelauer zum Bischof mit dem Nachfolgerecht geweiht. „Dankbar will ich dieses Festtages vor 45 Jahren gedenken“, sagte Altbischof Zak am Beginn des Gottesdienst zum 45. Jahrestag seiner Bischofsweihe, die er in der Kapelle des Elisabeth-Heimes in St. Pölten-Wagram feierte. Es danke Gott „für die große Gnade, die Kraft und Gesundheit, die er mir durch lange Zeit geschenkt hat, um meinen Dienst als Priester und Bischof leisten zu können“, sagte er.

Der Wert der Familie
In seiner Predigt an diesem „Familiensonntag“ wies Bischof Zak auf den engen Zusammenhang von Priesterberuf und Familie hin. Auch er habe seine Berufung zum Priester dem Elternhaus und seiner Familie zu verdanken. Es gäbe keine Christen, wenn der Glaube nicht in der Familie grundgelegt werde, sagte er. Die Familie sei heute aber durch gesellschaftliche Veränderungen gefährdet, sie werde zunehmend von einer “weltlichen Lebensordnung und Lebenserwartung“ geprägt. Dabei nehme der religiöse Einfluss immer mehr ab. Junge Menschen erfahren den Glauben kaum mehr im Elternhaus, bedauerte Altbischof Zak. Es sei heute zu einer „ernsten Lebensfrage für das Christentum“ geworden, ob dieser Prozess der Verweltlichung noch aufgehalten werden könne. „Wir müssen diese Aufgabe der Glaubensunterweisung wieder der Familie zurückgeben“ betonte der Bischof. Denn gerade durch das Geliebt sein in der Familie könne der junge Mensch die Liebe erfahren, die für seine Gotteserfahrung Voraussetzung sei. „Von Gott geliebt sein erfährt das Kind zu allererst im Geliebtwerden durch die Eltern“, unterstrich der Bischof ins einer Predigt.

Dank für die mutigen und klaren Worte
Als langjähriger „Wegbegleiter“ dankte der ehemalige Generalvikar Prälat Dr. Alois Tampier Bischof Zak für seine „mutigen und klaren Worte der Frohen Botschaft“, die er als Bischof stets gesprochen habe. Er charakterisierte Bischof Zak als Mensch, auf den man sich verlassen konnte. Was immer an ihn herangetragen wurde, habe er ernst genommen und aus seiner Verantwortung heraus erfüllt. Alle seine Absichten, seine Reden und seine Handlungen seien „durchsichtig und transparent“. In den vergangenen Jahren habe er auch erfahren müssen, was Kreuzesnachfolge bedeute, wies Prälat Tampier hin. Bischof Zak habe auch dies in einem großen „Urvertrauen auf die Absichten Gottes“ getragen.