YNFO-Brief der Vorsitzenden zum Herbst 2011

2011 – das Jahr der Freiwilligen

Dieser Begriff wurde heuer schon so oft bemüht, dass ich ihn schon nicht mehr hören kann! Und jedes Mal werden irgendwelche Personen und Organisationen genannt und geehrt, die entweder jeder kennt und deren caritative Eistellung erwartet wird, oder die einen überdurchschnittlichen „Fanclub“ haben.

Bist du auch schon einmal aufgerufen worden? Nein? Warum nicht? Bist du nicht caritativ tätig, oder ist dein Fanclub nicht laut genug?

Denn an unserem freiwilligen Engagement kann es nicht liegen, da sehr viele von uns einen großen Teil der Freizeit freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung stellen für die Mitarbeit in den Pfarren und Vereinen, für schulische und außerschulische Aktivitäten, für Betreuung und Seelsorge. Nur ein ganz kleiner Teil davon hat im „Topf C“ Platz, wohingegen der größte Teil davon als selbstverständlich betrachtet wird.

Keine Sorge! Ich werde jetzt nicht in das allgemeine Lamento über diesen Missbrauch an uns ReligionslehrerInnen einstimmen, im Gegenteil: Ich will dich – dich – dich – und mich vor den Vorhang bitten und dankend und anerkennend sagen: ES IST GUT, DASS ES UNS GIBT!

2011 – das Jahr der Ehrenamtlichen

Das Ganz-vorne-Stehen sind wir ja gewöhnt – durch den Unterricht, in der Kirche, … Aber ist das schon ehrenhaft? Ich glaube nicht! Erst das Ganz-vorne-Gehen, die Bewegung, unsere Aktivität und unser Engagement gereichen uns zur Ehre. Was für eine Hilfe ist einer, der zwar anwesend ist, aber nichts tut? So jemand ist nur raumfordernd und kann jederzeit beliebig – auch durch Dinge - ersetzt werden, denn das Wesentliche fehlt: SOLIDARITÄT!

Solidarität – unser Weg auf die zu, die uns so wichtig sind, dass wir uns, sie und alles, was not-wendig ist, in Bewegung setzen – wirkt, kann be-wirken und Neues, Erhofftes, Angestrebtes ermöglichen.

Wir von der Berufsgemeinschaft haben in den letzten fünf Jahren versucht, Solidarität zu leben. Wir sind mit unseren Kollegen, Schülern und Eltern solidarisch, das heißt: Wir bemühen uns, sie dort zu erreichen, wo sie sich gerade befinden, ihre Anliegen zu hören, zu verstehen und weiter- und vorzutragen zu denen, die eine Veränderung zum Besseren möglich machen können. Nicht alles war und ist erfolgreich (innerkirchlich wird in Jahrhunderten gedacht!), aber da wissen wir uns von Gott getragen, den nicht das Ergebnis sondern unser Bemühen rührt.

Unsere Amtszeit ist nun zu Ende. Darum appellieren wir an euch: Seid solidarisch mit uns, wie wir es mit euch sind! Holt uns ab und entlasst uns aus unserer freiwilligen Tätigkeit für alle ReligionslehrerInnen. Neues soll möglich werden, neuer Schwung soll neue Bewegung erzeugen!

2011 – das Jahr der Solidarität

Im Herbst werden die Wahlen für den neuen Vorstand der Berufsgemeinschaft stattfinden. Bitte stell dich zur Verfügung als Kandidat und/oder setz ein Zeichen der Solidarität indem du mitwählst.
Wann? z.B. am Tag der Religionslehrer, bei den Inspektionskonferenzen, bei der Jahreshauptversammlung, … Bitte nimm eine der Möglichkeiten wahr!

DEINE SOLIDARITÄT IST NOT-WENDEND!

Und machen wir uns gemeinsam auf den Weg in ein neues Schuljahr!
Mit allen guten Wünschen für ein bewegendes und bewegtes Schuljahr 2011/12

der Vorstand der BG

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