Maiandachten: Kirche startet in den "Marienmonat"

Der Monat Mai ist in der katholischen Kirche in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet und wird deshalb ebenso wie der Oktober als "Marienmonat" bezeichnet. In vielen Pfarren und Diözesen wird der Brauch der Maiandachten gepflegt - spezielle Wortgottesdienste zu Ehren der heiligen Maria.

Feierorte sind Kirchen, Kapellen, jedoch häufig auch Plätze in freier Natur, Privathäuser oder Betriebe.

Tradition schon im Mittelalter

Hinweise auf besondere Maiandachten gibt es bereits im Mittelalter. Dass man aber den ganzen Mai hindurch tägliche oder häufige Gebete der Mutter Jesu weihte, ist das Ergebnis einer Entwicklung, die erst im 17. Jahrhundert eingesetzt hat. Im 18. Jahrhundert breitete sich diese Andachtsform von Italien ausgehend weltweit in der katholischen Kirche aus. Ihren Ursprung hat der Lobpreis Marias aber bereits im neutestamentlichen Lobgesang der Mutter Jesu, dem Magnifikat.

In Österreich feierte man die ersten Maiandachten Mitte des 19. Jahrhunderts. In seiner Enzyklika "Mense maio" vom 29. April 1965 empfahl Papst Paul VI. die besondere Verehrung Mariens im Monat Mai.