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Priesterweihe St. Pölten: Freude über zwei Neupriester

Bischof mit zwei Neupriestern

St. Pölten, 29.6.2019 (dsp/kb) Im Dom St. Pölten spendete Bischof Alois Schwarz am Samstag, 29. Juni, zum Hochfest der Apostel Peter und Paul den beiden Diakonen Christoph Hofstätter und Alexander Fischer die Priesterweihe. Hunderte Gläubige feierten den Weihegottesdienst mit, an dem auch Bischof emeritus Klaus Küng, Weihbischof Anton Leichtfried und der Regens der drei ostösterreichischen Priesterseminare (St. Pölten, Wien und Eisenstadt) Richard Tatzreiter teilnahmen.

"Darstellend, nicht herstellend, werdet ihr Menschen hineinheben in die sakramentale Wirklichkeit unseres Herrn", gab Bischof Schwarz den Weihekandidaten in seiner Predigt mit auf den Weg. Priestersein bedeute heute, „von der Jesusfreundschaft zu erzählen“, und aus dieser Freundschaft heraus andere auf ihrem Weg zu begleiten. In unserer Gesellschaft, die so auf Machbarkeit aus ist, sei die heutige Priesterweihe „etwas ganz und gar Außergewöhnliches“, so Schwarz. „Heute, hier, diese Wirklichkeit mit Euch, dieses Versprechen, ist etwas, das nicht mit Schlagzeilen zu vermitteln ist“, führte Bischof Schwarz aus. Entscheidend sei, dass „nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir“. Je mehr wir dieses Angewiesen-Sein aufeinander, auf die Menschen um uns, für diese Beziehung verstehen, es „buchstabieren lernen, leben lernen“, so Schwarz, umso mehr entfaltet sich das Leben der Wirklichkeit Gottes mit ihnen. „Ich bin dankbar für Euer ‚Hier bin ich‘“, so Schwarz.

Schwarz schilderte in seiner Predigt die große Gnade, die Priester erleben können, "von der Gemeinde und den Menschen herkommend zu Gott, und umgekehrt“. Die Weihe „in persona Christi capitis“ bedeute, in der Sendung Gnadenmittel zu sein, „von Gott herkommend auf die Menschen zu, und von den Menschen her auf Gott zugehend“ und fügte hinzu „Das erschreckt, wenn man das durchdenkt“. Schwarz betonte hier das Angewiesen-Sein auf Verzeihung, die man empfängt und die Verzeihung, die Priester zusprechen dürfen, und in diesem Wechselspiel, „in dem die dreifaltige Liebe lebt“, das priesterliche Amt lebbar zu machen, so Schwarz.

Ausgestreckt auf dem Boden liegend beteten die beiden Weihekandidaten die Heiligenlitanei, danach wurde die Weihe durch das schweigende Handauflegen des Bischofs gesepndet. Anschließend legten alle anwesenden Priester den beiden Neupriestern die Hände auf, als Zeichen der Aufnahme in die Gemeinschaft im Presbyterium. Nach der Salbung der Hände mit Chrisam wurden Brot und Wein übereicht, als Zeichen für das Feiern der Eucharistie in der Gemeinde. Im Anschluss an die Weihe konzelebrierten die beiden Priester erstmals an der Seite des Bischofs. Beim Primizsegen kniete das ganze Presbyterium vor den beiden jungen Priestern. Die beiden Neupriester Christoph Hofstätter und Alexander Fischer wurden von ihren Familien, Freunden, Wegbegleitern sowie vielen Geistlichen der Diözese bei ihrer Weihe begleitet. Bei einer Agape im Hippolythaus klang der Weihetag gemeinsam aus.

Neupriester Alexander Fischer

Mag. Alexander Fischer wurde am 23. Dezember 1989 geboren und wuchs in der Pfarre Kirchberg am Walde auf. Er maturierte an der HTL Karlstein an der Thaya und studierte an der PTH Sankt Pölten sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Am 11. März 2018 empfing er die Diakonenweihe. Pastorale Erfahrungen sammelte der passionierte Organist in Maria Anzbach und Eichgraben.

Sein Primizspruch lautet “Quantum potes tantum aude” (lat. Was Du kannst, das sollst Du wagen). Der Primizgottesdienst in Kirchberg am Walde beginnt am 7. Juli 2019 um 9:15 Uhr mit einer Prozession vom Hauptplatz zur Kirche. Primizprediger ist DDr. Reinhard Knittel. Erteilung des Einzelprimizsegens nach der Vesper um 17 Uhr. Nachprimiz in Maria Anzbach: 14.7.2019 um 9 Uhr. Nachprimiz in Eichgraben: 28.7.2019 um 10:30 Uhr

Neupriester Christoph Hofstätter

Mag. Christoph Hofstätter wurde am 31. Mai 1980 geboren, seine Heimatpfarre ist Persenbeug. Er erlernte den Beruf eines Tischlers und Technischen Zeichners, legte die Studienberechtigungsprüfung ab und studierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz. Auf verschiedenen Missionsstationen in Namibia absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum, das Pastoraljahr schwerpunktmäßig in der Pfarre Haag. 

Sein Primizspruch lautet “Jesus, ich gebe mich Dir hin, sorge Du”. Die Primizfeier in Ybbs beginnt am 7.7.2019 um 9 Uhr. Primizprediger ist P. Dr. Bernhard Vosicky. Die Nachprimiz in der Stadtpfarrkirche Haag beginnt am 14.7.2019 um 8:45 Uhr. Prediger ist P. Mag. Gottfried Hofer OMI.

Hochfest Peter und Paul: Priesterweihen in Österreich

Das Apostelfest Peter und Paul am 29. Juni ist der traditionelle Termin für Priesterweihen. Diese finden nicht nur an und um dieses Hochfest, sondern auch während des gesamten Jahres statt. An diesem Wochenende wurden in Österreich 8 Neupriester geweiht. Die Zahl der Priesterweihen in der katholischen Kirche in Österreich liegt im Jahr 2019 mit zumindest 26 Neupriestern wieder knapp über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Zahl der Priesterweihen pendelt seit 2009 zwischen 20 und 30, mit einem Ausreißer (2011: 33). Davor lag diese Zahl höher, mit einem Jahresschnitt von 74 in den 1970er Jahren, 52 in den 80er bzw. 50 in den 90er Jahren. Insgesamt leben und wirken in Österreich derzeit an die 3.800 katholische Priester. 

In den kommenden Tagen werden auf folgenden Seiten laufend Informationen und Medien online gestellt:

Die Fotos: www.flickr.com/gp/priesterweihe2019/T32h65

Die Predigt im Wortlaut https://www.dsp.at/bischof/predigten

Die Predigt als Audiofile zum Nachhören https://soundcloud.com/dioezese-sankt-poelten

Das Video mit Eindrücken des Festgottesdienstes:

https://www.youtube.com/user/dioezesestpoelten

www.facebook.com/dioezese.stpoelten

Foto-, Ton- und Videorechte: Diözese Sankt Pölten