Vandalismus: Domportal mutwillig beschädigt

St. Pölten, 28.5.2019 (dsp/kb) Mit Bedauern und Befremden musste kürzlich ein Vandalismusakt am Dom St. Pölten zur Kenntnis genommen werden: Das bronzene Hauptportal des Domes wurde mutwillig beschmiert und zerstört, auch bei einem Seiteneingang wurde Schmierereien angebracht. Unmittelbar bei Bekanntwerden wurde bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Nach derzeitiger Kenntnislage scheint das mit roter Lackfarbe aufgesprühte „V“ kein bedeutsames Symbol zu sein, das einer Tätergruppe eindeutig zuordenbar wäre. Trotzdem werden Aufmerksamkeit und Sicherheitsvorkehrungen rund um den Dom seitens der Polizei erhöht.

Die Sachbeschädigung ist enorm: Das zum Jubiläumsjahr 2000 in Auftrag gegebene Tor des Künstlers Jakob Kopp mit Erzählbildern niederösterreichischer Heiliger muss nun aufwändig saniert werden. Die Sanierungsarbeiten werden durch eine erfahrene Fachrestauratorin, über Vermittlung des Diözesanmuseums, durchgeführt. Der Zeitrahmen hierfür ist aufgrund des Aufwandes derzeit nicht abschätzbar, es wird aber so rasch wie möglich damit gestartet. Die Restauratorin hat große Erfahrung mit dem Umgang solch komplexer Oberflächen. Das ist von großer Bedeutung, da es sonst, wie auch bereits der Baudirektor der Diözese St. Pölten, Philipp Orange bemerkt hat „zur Zerstörung der natürlichen Patina, die sich im Laufe der Zeit auf der bronzenen Oberfläche gebildet hat, kommt. Bei unsachgemäßer Reinigung würde die Oberfläche so fleckig werden, dass das gesamte Portal gereinigt werden müsste, dann aber die gewachsene Patina verloren geht und der Aufwand enorm steigen würde“. Die Kosten für die Instandsetzung werden sich voraussichtlich im fünfstelligen Bereich befinden.

Im Jahr 2013 war der Dom bereits Ziel von Vandalismus, damals waren antikirchliche Botschaften auf der Mauer neben dem Eingang angebracht. Nun müssen erneut Sanierungen durchgeführt werden. Betont wird jedoch, dass in Anbetracht der umfangreichen Außenflächen des Klosterviertels mit Diözesanhaus und Dom in Innenstadtlage vergleichbar selten Vandalismus vorkommt.