Diözese St. Pölten: Verschärfte Maßnahmen gegen COVID-19

Nicht ohne Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel

St. Pölten, 18.09.2020 (dsp/kb) Die Diözese St. Pölten hat die Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie verschärft. In einer Aussendung informierte das Bischöfliche Ordinariat die Pfarren über die nun geltenden Regelungen, die ab 21. September in Kraft sind. Die wichtigste Änderung ist, dass ab Montag ein Mund-Nasenschutz während des gesamten öffentlichen Gottesdienstes zu tragen ist. Besonders wird auf die Umsetzung regional notwendiger behördlicher Maßnahmen hingewiesen, die entsprechend einzuhalten sind.

Die Maßnahmen im Detail

Eine Verschärfung stellt die allgemeine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes während des gesamten öffentlichen Gottesdienstes dar. Ausgenommen davon ist wie bisher beispielsweise der Priester bei der Messe, wenn genügend Abstand zu den Gläubigen gegeben ist. Für den Kommuniongang bedeutet die Regelungen somit, dass neben den Gläubigen auch die Kommunionspender einen Mund-Nasenschutz tragen müssen. Erneut gilt es wieder im besonderen Maß, auf die Abstände während des Gottesdienstes zu achten und den Gesang auf ein Minimum zu reduzieren. Die Möglichkeit zur Desinfektion am Eingang sowie vor und während liturgischer Handlungen wurde in den letzten Monaten bereits gut etablierte Praxis, die nun wieder verpflichtend einzuhalten ist.

Neu ist auch, dass für religiöse Feiern aus einmaligem Anlass wie Trauungen zusätzlich zu den allgemeinen Maßnahmen ein Präventionskonzept zu erarbeiten ist, dessen Einhaltung durch einen Präventionsbeauftragten sicherzustellen ist. Wie das Kultusministerium nach der Corona-Pressekonferenz der Bundesregierung am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte, wurden die neuen Maßnahmen wie bisher üblich "mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften vereinbart". "Wie bisher sind öffentliche Gottesdienste von den allgemein gültigen Veranstaltungsregeln ausgenommen", wird ausdrücklich festgehalten. Konkret sieht die ab Montag, 21. September, geltende Vereinbarung für öffentliche Gottesdienste vor, dass ein Mindestabstand von einem Meter zu jenen Personen einzuhalten ist, mit denen man nicht gemeinsam in einem Haushalt wohnt. Die Pflicht zum Mindestabstand gilt nicht, "wenn dies die Vornahme religiöser Handlungen erfordert", wie etwa bei der Spendung von Sakramenten. Für öffentliche Gottesdienste im Freien sind Sitzplätze für alle zur Verfügung zu stellen. 

Eine neue Maßnahme betrifft "religiöse Feiern aus einmaligen Anlass" wie beispielsweise Trauungen und Begräbnisse. Hierfür ist zusätzlich von der zuständigen kirchlichen Gemeinde ein Präventionskonzept zu erarbeiten, und die Einhaltung ist durch einen Präventionsbeauftragten sicherzustellen. Das Kontaktpersonenmanagement ist durch geeignete Maßnahmen wie zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze zu gewährleisten. Für andere allgemeine Veranstaltungen einer Kirche oder Religionsgemeinschaft bzw. Familienzusammenkünfte nach dem Gottesdienst gelten die allgemeinen Verordnungsregeln.

Die Diözese als Arbeitgeber

Zusätzlich zu den vorgegebenen Richtlinien in den Pfarren und bei Gottesdiensten hat die Diözese St. Pölten die Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls verschärft. In allen Bürogebäuden gilt ab sofort wieder die MNS-Pflicht, bei Parteienverkehr (beispielsweise in Kanzleien oder Kirchenbeitragsstellen) können je nach örtlicher Gegebenheit auch „gleichwertige Schutzmaßnahmen“ wie beispielsweise das Aufstellen von Plexiglasscheiben genützt werden. Die Anzahl und Dauer von Sitzungen und Besprechungen sind auf das Notwendigste zu reduzieren und wo möglich auf digitale Formate auszuweichen. Ebenso sind alle Vorgesetzten dazu angehalten, in Rücksprache mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sein, um Ampelschaltungen in Arbeits- und Wohnbezirk entsprechend im Blick zu halten.

Allgemeines

Das Bischöfliche Ordinariat ist die Schnittstelle für die Informationen für die Pfarren und Verantwortlichen in der Seelsorge. Das Personalreferat ist für die Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung zuständig. Die Arbeit des Krisenstabs wird mit nächster Woche wieder regelmäßig aufgenommen. Der Kern-Krisenstab der Diözese besteht aus Bischof Alois Schwarz, Generalvikar Eduard Gruber, Vizekanzler Christian Ebner, Finanzkammerdirektor Johann Hörndl, Rechtsreferatsleiter Stefan Stöger, Kommunikationsreferatsleiterin Katharina Brandner, Personalreferatsleiter Helmut Haberfellner sowie Betriebsratsvorsitzenden Markus Schmidinger; in diesem Gremium werden sämtliche auftretende grundsätzliche Fragen hinsichtlich der COVID-19-Maßnahmen besprochen; der Krisenstab stellt zudem die interne Schnittstelle zur österreichischen Ebene der Bischofskonferenz dar. Unter www.dsp.at/corona werden ab sofort wieder laufend Informationen und Maßnahmen gepoolt abrufbar sein.