Öffentliche Gottesdienste: Lockerung der Personenobergrenze

Kremser Kirchen

St. Pölten, 29.4.2020 (DSP/kb) Die von der Regierung bekannt gegebenen Entwicklungen und Lockerungen im Blick auf die Corona-Pandemie haben neuerlich Folgen für die ab 15. Mai wieder möglichen öffentlichen Gottesdienste in geschlossenen Räumen. So errechnet sich die Obergrenze der anwesenden Personen aus der zur Verfügung stehenden Gesamtfläche: Je zehn Quadratmeter Gesamtfläche des Gottesdienstraumes kann eine Person gerechnet werden.

Im Kirchenraum ist dabei - nach derzeitigem Stand - ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. So werden beispielsweise im St.Pöltner Dom mit 709 Quadrametern 70 Personen am Gottesdienst teilnehmen können. "Ich bin den Pfarren und Verantwortlichen der Seelsorge dankbar für sowohl die Flexibilität als auch das Engagement, die in dieser Zeit notwendig sind. Die derzeitige Ausnahmesituation können wir nur gemeinsam und mit dem Blick auf die Menschen gestalten“, so Bischof Alois Schwarz. Die Unsicherheit, die durch sich rasch ändernde Voraussetzungen und die Unklarheit bezüglich Sanktionierungen von sich daraus ergebenden Umsetzungsfehlern passiere, verstehe er gut, so Schwarz. „Wir müssen mit dem Blick auf die Gesunden und Kranken gemeinsam bestmöglich den Herausforderungen dieser Zeit begegnen“, so Schwarz. Die Rechtlichen Grundlagen und entsprechenden gültigen Bestimmungen zu den Ankündigungen und Neuerungen sind derzeit in Ausarbeitung, ebenso die Konkretisierungen, die ab 15. Mai 2020 in den Kirchen der Diözese St. Pölten gelten. Es wird ebenfalls daran gearbeitet, wie es sinnvolle mögliche Lösungen zum Abhalten von Gottesdiensten, Andachten und Prozessionen im Freien geben kann. Auch auf Ebene der Bischofskonferenz werde versucht, in Bezug auf die Gesamtheit der Herausforderungen Österreichweit einheitliche Lösungen zu finden. Die Pfarren wurden heute in einem Brief erneut auf die derzeit gültigen Bestimmungen sowie auf die nun rascher als gedacht geänderten, erneuerten Bedingungen hingewiesen. Seitens der Diözese ist das Bischöfliche Ordinariat die Schnittstelle für alle Vorbereitungen und Bestimmungen. 

Die Rahmenbedingungen - und damit die Grundlage für die Ausarbeitung der Österreichweiten und diözesanen Bestimmungen - sind: 

  • die Beschränkung der anwesenden Personen auf 1 Person pro 10 Quadratmeter
  • ein verpflichtend einzuhaltender Mindestabstand von 2m (dies gilt nicht für Personen im gleichen Haushalt) 
  • das verpflichtende Tragen eines Mund- und Nasenschutzes (für Kinder ab dem 7. Lebensjahr) 
  • das Desinfizieren häufig genutzter Oberflächen
  • ein verpflichtende Einlasskontrolle und entsprechende Ordnerdienste

 In Bezug auf die Feier der Eucharistie werden derzeit auf Österreichebene gemeinsam mit Experten aus dem Gesundheitsbereich Möglichkeiten geprüft, in welcher Form der Kommunionempfang stattfinden kann.