20. Juli – Gedenktag der heiligen Margareta

Die heilige Margarete - mit ihren Attribut, dem Drachen

St. Pölten, 20.7.2021 (dsp/mb) Die heilige Margareta – Jungfrau, Märtyrerin und Nothelferin. Sie wurde in Antiochien in Pisidien – den heutigen Ruinen bei Yalvaç in der Türkei geboren und ist um 305 auch dort ermordet worden.

Margareta ist eine legendäre Märtyrerin. Sie soll die Tochter eines heidnischen Priesters gewesen sein. Ihre christliche Amme erzog sie demnach zum Glauben. Der Vater verstieß seine Tochter, als er dies bemerkte und denunzierte sie beim Stadtpräfekten. Margareta floh, wurde aber gefunden und vor Gericht gestellt. Die Richter begehrten die hübsche Angeklagte, wurden aber von ihr abgewiesen und rächten sich darum umso grausamer.

Margareta wurde mit Fackeln angesengt und in siedendem Öl gekocht, aber sie blieb unverletzt. Das Volk war von diesen Wundern dermaßen beeindruckt, dass die Menschen sich offen zum Christengott bekannten - dafür aber gleich enthauptet wurden wie schließlich auch Margareta.

Nach anderer Überlieferung sah der Stadtpräfekt Olybrius Margareta Schafe hüten und begehrte die schöne christliche Jungfrau. Da sie sich standhaft weigerte, ließ er sie mit eisernen Kämmen reißen, mit Fackeln brennen und ins Gefängnis werfen. Mehrfach erschien ihr der Teufel als ein riesiger Drache und wand sich um sie, um sie zu verschlingen, aber er wurde zerbrochen durch das Kreuzzeichen, das Margareta über ihn machte. Sie entkam seinen Krallen unbeschädigt.

Dem nun in Menschengestalt erscheinenden Teufel setzte sie ihren Fuß auf den Scheitel, um ihm seine Machtlosigkeit zu zeigen. Immer wieder wurde sie von den bei ihren weiteren Martern erlittenen Wunden wundersam gesund, das Volk erkannte dies, viele ließen sich daraufhin taufen. Schließlich zur Richtstätte geführt, betete sie vor ihrer Enthauptung für ihre Verfolger und alle, die in Zukunft ihr Gedächtnis anrufen würden, besonders die Frauen in Kindsnöten. Ihre Verehrung wurde besonders vom Zisterzienserorden gefördert und erreichte im Mittelalter weite Verbreitung im Volk.

Reliquien aus Margaretas rechter und linker Hand liegen in verschiedenen Klöstern auf dem Athos. Auch in Montefiascone in der Toskana sind seit 1185 Reliquien. Infolge des Drachen-Attributs wurde Margareta zuweilen mit der von Georg befreiten Königstochter gleichgesetzt und beide gemeinsam zu Kirchenpatronen erkoren.

Margareta ist eine der Nothelferinnen; mit Barbara und Katharina von Alexandria gehört Margareta zu den beliebten drei heiligen Madln; zusammen mit Dorothea sind sie die vier Virgines capitales, die wichtigsten Jungfrauen. Für Bauern begann früher am Margaretentag die Ernte.

Margareta als Patronin

Sie ist Patronin von Sozopol in Bulgarien; der Bauern, Hirten, Jungfrauen, Ammen, Mädchen, Gebärenden, unfruchtbaren Ehefrauen; der Fruchtbarkeit; bei schweren Geburten (da sie nach der Legende unversehrt aus dem Leib des Drachen befreit wurde), Gesichtskrankheiten und Wunden; gegen Unfruchtbarkeit.

Bauernregeln zum 20. Juli

Wenn es an Margareta regnet, kommt das Heu schlecht heim.

Margeretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen.

An Margarethen Regen, bringt Heu und Nüssen keinen Segen.

Regen am Margaretentag, sagt dem Hunger guten Tag.

Regen am Margaretentag bringt viel Klag'.

Margaretenregen bringt Segen.

Gegen Margareten und Jakoben die stärksten Gewitter toben.

Die erste Birn' bringt Margaret', dann überall die Ernt' angeht.