Glocken gegen den Hunger

Glockenläuten gegen den Hunger

St. Pölten, 26.7.2021 (dsp/mb) Bereits zum vierten Mal findet am 30. Juli in ganz Österreich die Aktion "Glocken gegen Hunger" statt: An diesem Tag werden um 15 Uhr - zur Todesstunde Jesu - die Kirchenglocken fünf Minuten lang läuten, um darauf aufmerksam machen, dass weltweit 821 Millionen Menschen hungern und täglich Tausende an Hunger sterben. Zuletzt sei die Zahl der Betroffenen erstmals seit langem wieder gestiegen, wies die Caritas Österreich anlässlich der Aktion hin. Vor allem in Afrika, wo zur Corona-Krise auch Gewaltkonflikte und die Klimaerwärmung als Ursachen hinzukämen. "Jeden Tag kämpfen Millionen Mütter und Väter weltweit darum, dass ihre Kinder nicht hungrig einschlafen müssen", bittet die Caritas um Spenden. Somit soll das fünfminütige Glockengeläut auch ein akustischer Anstoß zum Engagement gegen die Katastrophe Hunger sein.

Afrika besonders betroffen

Die Caritas Österreich lenkte den Blick auf die Länder in Afrika, wo zur Corona-Krise auch Gewaltkonflikte und die Klimaerwärmung als Ursachen hinzukämen. "Jeden Tag kämpfen Millionen Mütter und Väter weltweit darum, dass ihre Kinder nicht hungrig einschlafen müssen", heißt es von Seiten der Caritas. In Afrika sei jedes dritte Kind chronisch unterernährt und zu klein für sein Alter, mit mangelhaft entwickelten Organen, körperlich und geistig hinter dem Niveau normal entwickelter Heranwachsender. Daher ist es für die Caritas "ein Gebot der Stunde, jene Menschen, deren tägliche Mahlzeit bereits jetzt nicht gesichert ist, nicht allein zu lassen. Afrika und die ärmsten Länder der Welt nicht zu vergessen".

Die Kirche setze mit dem österreichweiten Glockenläuten ein starkes Signal. Die Pfarrgemeinden als Teil der Weltkirche verdeutlichten damit, "dass uns das Leid in anderen Teilen der Welt etwas angeht". Die Caritas bittet alle Pfarren in Österreich um Unterstützung - durch das Glockenläuten selbst und durch möglichst viel begleitende Information. Fotos und Filme vom pfarrlichen Glockenläuten sollen öffentlich mit dem Hashtag #GlockengegenHunger auf den Social Media gepostet werden. "Es darf aber auch eine Fahrradglocke betätigt oder eine Kuhschelle geläutet werden", ermunterte die Caritas auch Einzelpersonen zum Mitmachen.

Eine Spende von 20 Euro ermöglicht einen Monat lang nahrhaftes Essen für ein Kind, für 40 Euro kann im Rahmen eines Landwirtschaftsprojekts für Kleinbauern eine Ziege angeschafft werden, 50 Euro ernähren eine fünfköpfige Familie zwei Wochen lang. Und 250 Euro schaffen eine Existenzgrundlage durch ein Darlehen bzw. einen Mikrokredit.