MUSEUM AM DOM: Bilanz und Spezialprogramm zur Finissage

St.Pölten, 26.10.2021 (DSP/kb) Die Eröffnungsausstellung „Himmlische Seelen. Knöcherne Juwelen“ im Museum am Dom geht mit vielfältigem Spezialprogramm in die Schlussgerade: Am 31. Oktober 2021 schließt die erfolgreiche erste Ausstellung des neukonzipierten Museums ihre Pforten. Zuvor gibt es eine Abschlusswoche mit Spezialprogrammen und Führungen.

Das Programm im Detail
26.10. Nationalfeiertag Nachmittagsprogramm für Familien und Kinder: 13-16 Uhr Knochen basteln, Rätselrallye
28.10. 17 Uhr: Letzte offene Führung
29.10. Offene Finissage: Herzliche Einladung! 3G-Nachweis ist zu erbringen
Allerheiligen-Vorabend/Abschlusswochenende: Escape-Room im Museum mit der Jugendpastoral SANKT.

Bilanz erstes Jahr
Mit dem Namen MUSEUM AM DOM öffnete das ehemalige Diözesanmuseum nach coronobedingt zweijähriger Schließzeit im Mai ganz neue Pforten. Nach der ersten Ausstellung kann nun eine erfreuliche Bilanz gezogen werden: Als neuer kultureller Knotenpunkt im steigenden Kulturleben St. Pöltens und dank neuen Vermittlungskonzepts wurde die Ausstellung „Himmlische Seelen. Knöcherne Juwelen“ sehr positiv angenommen. Pandemiebedingt gab es einige Einschränkungen, trotzdem ist die Leitung mit den Besucherzahlen zufrieden.  „Besonders freut es mich, dass ein durchaus herausforderndes Ausstellungsthema, nämlich die Reliquien, zu so vielen neuen Besuchern geführt haben“, so Direktorin Barbara Taubinger zum ersten Jahr seit der Neugestaltung. Im Vergleich zu früheren Ausstellungen konnten massive Steigerungen erzielt werden. Vermittlungsangebote wie Führungen, Workshops und diverse Spezialformate wurden überdurchschnittlich gut angenommen. Die Besucherzahlen stiegen im Vergleich zu Durchschnitten der letzten Jahre um gut 30 Prozent.

Die Eröffnungsausstellung über Reliquien brachte Taubinger in einen Zusammenhang mit der Geschichte der einzigen österreichischen Landeshauptstadt mit einem Heiligen als Namensgeber: Die Schau "Himmlische Seelen. Knöcherne Juwelen" ging somit ganz an den Beginn der Stadt- und Diözesangeschichte zurück. Thematisiert wurden anhand der Verehrung der knöchernen Überreste Heiliger aber auch die "menschliche Grundsehnsucht nach konkreten Erinnerungsstücken". Die Jahresausstellung schlug auch eine Brücke in das 21. Jahrhundert: Zeitgenössische Beiträge und Auseinandersetzungen zu Bestandswerken und dem Ausstellungsthema wurden in einer Kooperation mit der 5. Klasse des Wienerwaldgymnasiums in Tullnerbach erarbeitet. Die facettenreiche Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler wurden bei der Ausstellung mit durchwegs positivem Feedback aufgenommen.

Barbara Taubinger freut sich: „Die künstlerische Beteiligung der Schulklasse des Wienerwaldgymnasiums setzte wichtige Impulse auch für zukünftige Kooperationen mit Schulen und jungen Menschen: das Museum wird zunehmend zu einem offenen Raum, in dem auch Ideen und Zugänge einer jungen Generation Platz finden“. Mehr werden sollen, nach Corona, auch die bereits jetzt gut anlaufenden Führungen von Schulklassen: „Wir bieten uns an als ein Ort, an dem auf den ersten Blick sperrige kunst- und kirchenhistorische Themen mit Aktualität vermittelt und perspektivenvielfältig bearbeitet werden können“, so Taubinger. Großartige Beteiligung an Formaten wie den Langen Nächten der Kirchen und Museen zeigen, dass die Museumsbesucher jünger werden und neue Vermittlungsangebote besonders gut ankommen.

Ausblick nächstes Jahr
Das Museum am Dom will ein Ort bleiben, an dem man mit Kunst und Glaube in Berührung kommen kann. Die nächstjährige Ausstellung hat den Arbeitstitel „Digitale Schätze der Menschheit“: Die international gezeigte, dreiteilige Ausstellung 2022 erzählt die Geschichte Europas und beleuchtet das kulturelle Werden des Kontinents, das Phänomen der Migration und den Bereich der europäischen Entdeckungen und Erfindungen anhand von Schriftstücken und Kunstwerken. Ergänzt wird die virtuelle Ausstellung, die an mehreren Austragungsorten zeitgleich stattfindet, durch reale Exponate und Kunstwerke aus dem Bestand des Museums bzw. aus Pfarrkirchen der Diözese St. Pölten.

Alle aktuellen Infos auf der Homepage: www.museumamdom.at