Osterliturgie: ORF III überträgt Triduum Sacrum aus St. Pöltner Dom

St. Pölten, 26.3.2021 (dsp/kb) Da aufgrund der erneuten Verschärfungen der Corona-Präventionsmaßnahmen die Zahlen der Mitfeiernden in allen Kirchen Österreichs beschränkt sind, und es Menschen auch aus vielerlei Gründen nicht möglich sein kann, Gottesdienste zu besuchen, überträgt ORF III Kultur und Information von Gründonnerstag, dem 1., bis Karsamstag, den 3. April 2021, erstmals alle drei Gottesdienste des Triduum Sacrum live aus dem St. Pöltner Dom.

Diese markieren jenen Zeitraum der heiligen Woche, der mit der Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstagabend beginnt und mit der Auferstehungsfeier in der Osternacht endet. Als Zelebrant führt Diözesanbischof Alois Schwarz durch die Gottesdienste. Während diese am Gründonnerstag und Karfreitag jeweils um 19.00 Uhr live übertragen werden, startet die Osternachtfeier am Karsamstag erst um 20.15 Uhr. Die Gottesdienst-Übertragungen sind Koproduktionen von ORF III und der ORF-Religion in Zusammenarbeit mit der Diözese St. Pölten. Für die TV-Regie zeichnet Veronika Hofer-Stein verantwortlich.

Schwarz: „Gottesdienstgemeinde durch Übertragung via ORF III so viel größer“

„Ich freue mich, dass die Gottesdienstgemeinde durch die Übertragung via ORF III so viel größer ist, als Menschen in den Dom passen würden. Das gemeinsame Mitgehen durch Leid und Tod hin zu Auferstehung und grenzenloser Freude schenkt Lebenskraft und Lebensstärke. Meine Hoffnung ist es auch, dass viele Menschen durch das Mitfeiern und die Zusage der zentralen und heilenden Lebensbotschaften des Christentums berührt werden und sie Kraft für ihr Leben schöpfen,“ so Diözesanbischof Alois Schwarz.

Mikl-Leitner: „Wichtiger Beitrag für frohes und würdiges Osterfest“

Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner: „Das Osterfest hat eine ganz zentrale Bedeutung in der christlichen Tradition, und in Niederösterreich ist es uns sehr wichtig, diese Traditionen zu pflegen und unsere christlichen Werte hochzuhalten. Doch leider haben wir die derzeitige Pandemie noch nicht besiegt, und somit müssen wir heuer auch zur Osterzeit vorsichtig bleiben und Abstand halten. Das bedeutet aber nicht, dass wir das Osterfest nicht angemessen feiern sollen. Das kann im engsten Kreise der Familie sein, das kann aber auch durch die Übertragung und das Mitfeiern von Gottesdiensten im Fernsehen sein. Ich freue mich daher sehr über die Initiative von ORF III, die Gottesdienste des Triduum Sacrum live aus dem St. Pöltner Dom zu übertragen. In einer Zeit, in der wir leider auf die eine oder andere gelebte Tradition verzichten müssen, ist dies – trotz aller Herausforderungen – ein wunderschöner und wichtiger Beitrag für ein frohes und würdiges Osterfest 2021.“

Wrabetz: „Großes Anliegen, uneingeschränkten Zugang zu Religionsangeboten zu ermöglichen“

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: „Zum zweiten Mal in Folge seit Beginn der Corona-Krise ist das wichtigste Fest des Kirchenjahres überschattet von den Maßnahmen gegen die Pandemie. Dem ORF ist es besonders zu Ostern ein großes Anliegen, gläubigen Menschen in Österreich uneingeschränkten Zugang zu Religionsangeboten zu ermöglichen, die in diesen fordernden Zeiten Hoffnung geben und zur seelischen wie religiösen Erbauung beitragen. Daher bietet das seit dem Vorjahr verstärkte Religionsprogramm in ORF 2 und ORF III auch heuer einen besonders umfangreichen Oster-Schwerpunkt: Zu den Höhepunkten zählen u. a. die Live-Übertragungen aller drei Gottesdienste des Triduum Sacrum aus dem St. Pöltner Dom in ORF III sowie jene des Evangelischen Karfreitagsgottesdiensts aus Vöcklabruck, der Osterspeisensegnung aus Graz und des Katholischen Ostergottesdiensts aus Rom in ORF 2.“

Tschrepitsch: Hohe Akzeptanz „bestätigt, dass der ORF richtige Entscheidungen getroffen hat“

ORF-Stiftungsrat Bernhard Tschrepitsch: „Ostern ist für die Christenheit das große Fest der Hoffnung. Daher ist es richtig und gut, dass der ORF auch 2021 den Menschen in Österreich die Möglichkeit der Teilnahme an der Osterliturgie eröffnet. Die heurigen Übertragungen aus St. Pölten können Mut spenden, wenn Corona ein gemeinsames Feiern in Kirchen einschränkt. Der Ausbau der Religionsformate im ORF befindet sich auf einem guten Weg. Die hohe Akzeptanz bei Hörer/innen und Seher/innen bestätigt, dass der ORF richtige Entscheidungen im Religionsbereich getroffen hat.“

Die Gottesdienst-Übertragungen des Triduum Sacrum im Detail

Am Gründonnerstag, dem 1. April, feiert Bischof Alois Schwarz um 19.00 Uhr im Rahmen von „ORF III LIVE“ die „Messe vom Letzten Abendmahl“. Diese Feier bedeutet den Eintritt in die Liturgie der heiligen drei Tage, des „Triduum Sacrum“. Damit beginnt der zentrale Angelpunkt des christlichen Glaubens und der Höhepunkt des Kirchenjahres: die Feier vom Leiden, Tod und der Auferstehung Jesu Christi. Tags darauf, am Karfreitag, dem 2. April, steht Bischof Alois Schwarz ab 19.00 Uhr der „Liturgie vom Leiden und Sterben Christi“ vor. Diese beginnt mit einer stillen so genannten „Prostratio“, einer den ganzen Körper einbeziehenden intensiven Verbeugung und damit Niederwerfung von Priester und Diakon, und ohne Eröffnungsgruß des Priesters. Die Prostratio ist in der Liturgie heute selten und daher besonders eindrucksvoll. Am Karsamstag, dem 3. April, beginnt die Übertragung um 20.15 Uhr mit der Segnung des Osterfeuers vor dem Dom St. Pölten und dem Einzug der Osterkerze in eine dunkle Kirche die Feier der Osternacht, und damit die Feier des Sieges über den Tod mit der Auferstehung Jesu Christi.

An der gesamten liturgischen Gestaltung haben neben Bischof Alois Schwarz und Dompfarrer Josef Kowar, Zeremoniär Christian Schüller, Bischofssekretär Maximilian Tuschel sowie Domkapellmeister Otto Kargl gearbeitet. Sänger/innen und Musiker der Dommusik sowie des Domchores, darunter Daniela Rankl (Mezzosopran), Martina Daxböck (Sopran), Tobias Lusser (Tenor), Maximilian Schnabel (Bass) Otto Kargl (Kantor), Taner Türker (Cello) und Ludwig Lusser (Orgel) gestalten die Liturgie musikalisch. Der Gottesdienst entspricht bewusst jenen liturgischen Formen und Feierlichkeiten, wie sie üblicherweise zu Ostern im Dom St. Pölten gefeiert werden. Aufgrund der Corona-Maßnahmen wird auf einige Handlungen auf Basis der derzeitig gültigen Rahmenordnung verzichtet. Dazu zählen die Fußwaschung am Gründonnerstag, die Kreuzverehrung am Karfreitag und die Kelchkommunion in der Osternacht.