Bischof Alois Schwarz: „Dankbar für das Miteinander“

Hl. Messe zum 25-jährigen Weihejubiläum

St. Pölten, 22. Februar 2022 (dsp/kb) Im Rahmen der Heiligen Messe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kapelle des Bildungshauses St. Hippolyt wurde heute, am 22. Februar, das Silberne Weihejubiläum (25 Jahre) von Bischof Alois Schwarz gefeiert. Gewürdigt wurde zudem auch Weihbischof Anton Leichtfried, der sein 15. Weihejubiläum am 25. Februar begehen wird.

Bischof Alois freut sich zu Beginn der Messe, dass sich der Rhythmus der Mitarbeitermesse so glücklich gefügt habe, um an diesem Tag trotz Corona und eingeschränkter Feiermöglichkeiten zusammenzukommen. In den Eröffnungsworten würdigte Generalvikar Christoph Weiss Bischof Alois als „wortgewaltigen und tatkräftigen“ Menschen, der seinen Wahlspruch „Und das Wort ist Fleisch geworden“ als Lebensprogramm lebt. Auch Weihbischof Anton sei mit dem Wahlspruch „Gib mir ein hörendes Herz“ seit 15 Jahren „für und mit der Diözese unterwegs“, so der Generalvikar.

„Programm für ein himmlisches Leben“

Bischof Alois Schwarz führte in seiner Predigt ausgehend vom Evangelium die große Aufgabe aus, die uns Jesus Christus vorlebt, als er mit den Jüngern weg aus der Bekanntheit und Üppigkeit von Galiläa Richtung Caesarea Philippi aufbricht: „Oft werden wir auf Wege geführt, die eine Zumutung sind: in Caesarea Philippi gibt es Spannungen, Konflikte, auch unter den Jüngern. Und Jesus Christus gibt Ihnen einen Vorausblick auf das, was kommen wird: auf seinen Tod, dem er nicht aus dem Weg geht“, so Bischof Alois Schwarz. „Es geht im Leben darum, mich hineinführen zu lassen in den Blick der Hingabe, mit diesem Jesus unterwegs zu sein. Nicht nur im Bekenntnis, dass er der Messias ist, sondern auch mit Ihm unterwegs zu sein auf diesen Wegen der Auseinandersetzung, des Leidens, des Kreuztragens, der Hingabe“.

Auftrag aus dem Glauben

Bischof Alois sprach in seiner Predigt auch von Auftrag und missionarischem Programm: „Uns mit den Menschen einzulassen, auf ihre Wegstationen und Wegsituationen, darin das Christusbekenntnis zu sprechen und auch im Leiden auszuhalten und zu sehen: es gibt manchmal Umwege, manchmal vielleicht kurzfristige Auswege, aber es gibt keine Abkürzungen in Richtung Auferstehung“. Daraus ergäbe sich auch eine wichtige Botschaft für die Tätigkeit in der Diözese St. Pölten: „Mein Traum für die Diözese St. Pölten ist es, gemeinsam mit Menschen zu erfahren, dass wir zur Jesusfreundschaft geführt werden, dass dadurch eine Verwandlung des Lebens passiert und der Ausblick auf Herrlichkeit uns eine innere Hoffnung schenkt, mit einer Ahnung von einem himmlischen Leben“.

„Ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie mit mir unterwegs sind und wir miteinander den Glauben glauben dürfen“, galt der Dank des Bischofs abschließend den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Vita Bischof Alois Schwarz

Bischof Alois Schwarz wurde am 14. Juni 1952 in Hollenthon in Niederösterreich als ältestes von 5 Kindern geboren und wuchs im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern auf. Nach der Matura am Knabenseminar Sachsenbrunn studierte Bischof Schwarz Theologie in Wien und empfing 1976 die Priesterweihe durch Kardinal Franz König. Nach seiner Promotion zum Doktor der Theologie und Jahren als Kaplan und Priester in Krumbach und Gloggnitz wirkte er als Assistent am Institut für Pastoraltheologie sowie als Studienpräfekt am Wiener Priesterseminar, und als Pfarrer, bevor er 1987 zum Leiter des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien bestellt wurde. Am 26. Dezember 1996 wurde Alois Schwarz von Papst Johannes Paul II zum Weihbischof der Erzdiözese Wien und Titularbischof von Mathara in Numidien ernannt, am 22. Februar 1997, dem Fest Kathedra Petri, empfing er von Erzbischof Christoph Schönborn im Wiener Stephansdom die Bischofsweihe. Der Wahlspruch von Bischof Alois Schwarz lautet „Et verbum caro factum est“ (dt. „Und das Wort ist Fleisch geworden“, Joh. 1,14). Kardinal Schönborn bestellte ihn gleichzeitig zum Bischofsvikar für die Priesterbegleitung und -fortbildung und für die Pastoral der geistlichen Berufe in der Erzdiözese Wien und ein halbes Jahr später zum Bischofsvikar für das Vikariat Unter dem Wienerwald.

Am 22. Mai 2001 erfolgte die Ernennung zum 65. Bischof der Diözese Gurk, am 23. Juni die Amtsübernahme als Bischof der Diözese Gurk. Papst Franziskus ernannte Bischof Alois Schwarz am 17. Mai 2018 zum Bischof der Diözese St. Pölten. Mit der feierlichen Amtseinführung am 1. Juli 2018 ist Bischof Alois Schwarz der 18. Bischof der Diözese St. Pölten.

Bischof Dr. Alois Schwarz ist in der Österreichischen Bischofskonferenz Referatsbischof für Sport sowie für Wirtschaft, Soziales, Landwirtschaft und Umwelt.

Vita Weihbischof Anton Leichtfried

Anton Leichtfried wurde 1967 in Scheibbs geboren. Seine Heimatpfarre ist Purgstall an der Erlauf. Er maturierte 1985 am Stiftsgymnasium Seitenstetten und trat anschließend in das Priesterseminar in St. Pölten ein. Sein weiterer Studienweg führte ihn von 1987 bis 1992 nach Rom in das Internationale Priesterseminar „Germanicum et Hungaricum“ mit dem Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Dort erwarb Leichtfried das Lizentiat in Dogmatischer Theologie. Am 10. Oktober 1991 empfing er in der Jesuitenkirche Sant'Ignazio in Rom die Priesterweihe. Nach Kaplansjahren in Oberwölbling und Waidhofen/Thaya war Leichtfried für das Doktoratsstudium in Freiburg im Breisgau. Von 2000 bis 2005 war er Spiritual am gesamtösterreichischen Propädeutikum in Horn. Von 2005 bis 2017 war Leichtfried Regens des Priesterseminars der Diözese St. Pölten.

Am 21. November 2006 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Weihbischof von St. Pölten und zum Titularbischof von Rufiniana im heutigen Tunesien. Die Bischofsweihe am 25. Februar 2007 nahmen Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn (Wien) und Dr. Ludwig Schwarz (Linz) im Dom von St. Pölten vor. Weihbischof Leichtfried ist Bischofsvikar für die Priesterfortbildung und katholische Erwachsenenbildung.

Weihbischof Dr. Anton Leichtfried In der Österreichischen Bischofskonferenz ist er derzeit Referatsbischof für geistliche Berufe und kirchliche Dienste, das Bibelwerk, die Theologischen Kurse sowie für Liturgie (inkl. Kirchenmusik)