Kirchenbeitragsberechnung nach dem Einkommen

Berechnungsgrundlagen sind Lohn, Gehalt, Pension, das Einkommen lt. geltendem Einkommensteuergesetz.
Der Kirchenbeitrag für das Einkommen beträgt 1,1 % der Beitragsgrundlage abzüglich eines
Absetzbetrages von € 57,00
für Personen, die ausschließlich Einkünfte aus nicht selbständiger
Arbeit erzielen, sowie für Einkommensteuerpflichtige.

Die Kirchenbeitragsstellen erhalten aus Datenschutzgründen keine Informationen über Ihre Einkommenssituation.  Wenn keine Einkommensdaten vorliegen, ist die Kirchenbeitragsstelle beauftragt (nach der geltenden Kirchenbeitragsordnung vom 01.01.2005) die Grundlage zur Kirchenbeitragsberechnung aufgrund einer Schätzung vorzunehmen. Grundlage dieser Schätzungen sind durchschnittliche Einkommenswerte lt. Statistik Austria, bzw. wenn der Beruf bekannt ist, nach dem aktuellen Kollektivvertrag (falls dieser zur Verfügung steht).

Der Mindestkirchenbeitrag beträgt:
€ 30,00 für Lohnsteuerpflichtige und
€ 126,00 für Einkommensteuerpflichtige.

  • Für Arbeiter, Angestellte, Beamte und Pensionisten wird der Kirchenbeitrag nach dem Einkommen
    lt. Einkommensteuerbescheid (Arbeitnehmerveranlagung) bzw. nach der Lohnsteuerbemessungsgrundlage (Lohnzettel, Pensionsnachweis) berechnet.
  • Beim Einkommensteuerbescheid sind die Steuerfreibeträge berücksichtigt.  Damit diese auch bei der Berechnung des
    Kirchenbeitrages berücksichtigt werden, ist die Vorlage der Einkommensunterlagen Voraussetzung.
  • Die Bezüge von Zeitsoldaten, das Einkommen der Montagearbeiter im Ausland, sowie die Sonderunterstützung, werden wie
    ein lohnsteuerpflichtiges Einkommen behandelt.
  • Wer zur Einkommensteuer veranlagt wird, für den ist für die Berechnung des aktuellen Kirchenbeitrages im Regelfall das Einkommen des Vorjahres, die Beitragsgrundlage.
    Diese Situation ist auch für Lohnsteuerpflichtige gegeben, wenn sie wegen der Arbeitnehmerveranlagung zur Einkommensteuer veranlagt werden.
  • Zusätzliche Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden vom 'zu versteuernden Einkommen' abgezogen. Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden nach dem Einheitswert berechnet.
    In bestimmten Fällen wird der Kirchenbeitrag für das Einkommen und das Vermögen gemeinsam ermittelt.

Die erste Beitragsvorschreibung erfolgt für jenes Kalenderjahr, das dem 19. Geburtstag folgt.

Die gesetzliche Grundlage für den Kirchenbeitrag bilden das Kirchenbeitragsgesetz mit der Kirchenbeitragsverordnung von 1939.
Im Jahr 1945 wurde diese in die geltende Rechtsordnung übernommen. Hinzu kommt die Kirchenbeitragsordnung
der Diözese St. Pölten vom 1.1.2005 samt Anhang für 2020.

Kirchenbeitragsfrei sind folgende Zeiten bzw. Bezüge:

  • Studium ohne Nebeneinkommen
  • ordentlicher Präsenzdienst
  • Zivildienst
  • Bezug des Notstandgeldes
  • Arbeitslosigkeit
  • Lehrzeit
  • Haushalt (ohne Einkommen), sofern nicht eine Mischehe vorliegt
    (von einer Mischehe spricht man, wenn ein Katholik mit einem Ehegatten verheiratet ist, der nach staatlichem Recht
    nicht der katholischen Kirche angehört. Damit sind getaufte, aber ausgetretene Personen auch eingeschlossen) vorliegt.
  • Bezug der Mindestsicherung