Die Klosteranlage beherbergt ein "unsichtbares Juwel" in seinem Innern: die Betlehemgrotte zu Schönbühel. Diese wurde in den Jahren 1670 bis 1673 errichtet. Und zwar wurde in Form einer Nachbildung der Geburtskirche in Betlehem in den Felsen unterhalb des Klosters diese Anlage angebaut. Dieser Bau geht auf Eleonora de Gonzaga, Witwe von Kaiser Ferdinand III., zurück, die damit einer Bitte Graf Conrad Balthasars (damaliger Besitzer des Schlosses Schönbühel) entsprach. Sie beschaffte Pläne des Originals und entschied sich für den Platz nahe Schönbühel, da "dieser situs demjenigen zu Betlehem gantz ähnlich, und man weit und breit diese heilige Andacht einzurichten kein bequemlichere Gelegenheit findn kunte".
Ursprünglich kamen die Pilger von der Donau, von der 54 steinerne Stufen bis zum Vorbau der Bethlehemkirche heraufführen. Diesen schmücken Fresken mit der Darstellung der Geburtsszene. Innen kann man die Verkündigungsszene bewundern. Drei hohe Stufen führen in die Geburtsgrotte, in die man ursprünglich auf Knien rutschend gelangt ist, denn dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes konnte man sich nur auf diese Weise nähern. (Quelle: Wikipedia)