Klostergeschichte: Ab dem Jahr 1411 befand sich das Gebiet um Schönbühel im Besitz einer Linie der Herren von Starhemberg und war im 16. Jahrhundert wie etliche Regionen des heutigen Österreich ein Zentrum des Protestantismus. Konrad Balthasar von Starhemberg (1611/12–1687), Eigentümer von Schloss Schönbühel und weitläufiger Besitzungen im Dunkelsteinerwald und im Waldviertel, konvertierte 1639 zum Katholizismus und gründete Stiftungen zugunsten des Servitenordens. Schließlich berief er Serviten nach Schönbühel an der Donau,[1] die auf dem Felsen, auf den Ruinen des im Volksmund Teufelsgschloß bekannten Gebäudes, ein Kloster errichten sollten. Noch im Jahr ihrer Berufung begannen die Serviten mit dem Bau einer Grab-Christi-Kapelle, und am Heiligen Abend des Jahres 1667 wurde die erste Messe gelesen. 1669 kam dann ein Kalvarienberg dazu. In diesem Jahr wurde in Schönbühel eine von Servitenpatres betreute Pfarre eingerichtet; die Schlosskirche diente als Pfarrkirche. Von 1670 bis 1673 oder 1675 wurde eine Nachbildung der Betlehemgrotte errichtet. Die Stiftung des Konvents wurde für 5 Priester und 2 Laienbrüder dann 1672 rechtskräftig. Danach war das Kloster ein Teil der kleinen Wallfahrtsorte der barocken Austria sacra. Die Nachbildung der Grabeskirche war gleich sehr beliebt und wurde von vielen Pilgern besucht. Als die Pestnot 1679 einen Höhepunkt erreichte, festigte sich der Ruf der Wallfahrt Schönbühel, da die Kirche der Pestheiligen Rosalia geweiht ist. Seit 1786 ist die Wallfahrtskirche des Klosters auch Pfarrkirche.
Der Priestermangel im Servitenorden verursachte den Abgang der Patres im Jahr 1980. Entsprechend dem Stiftungsvertrag wurden die Klostergebäude dem Schloss zurückgegeben.
Die Klosterkirche dient nach wie vor als Pfarrkirche, hier wird die hl. Messe regelmäßig gefeiert; ebenso finden Andachten statt; eine touristische Besichtigung ist möglich. (Quelle: Wikipedia).