
Auf einem steilen Felskogel am Zusammenfluss von Ybbs und Hammerbach steht wie eine Burg die Pfarrkirche Hollenstein. Sie ist dem Hl. Johannes dem Täufer und dem Hl. Nikolaus von Myra geweiht. Im Jahre 1252 wird Hollenstein an der Ybbs in einer Urkunde erstmalig als Pfarre erwähnt.
Baugeschichtlich besteht die Kirche aus zwei Bauteilen, einem gotischen, aus der Mitte des. 14. Jahrhunderts, und einem spätbarocken, der 1767 vollendet wurde. Von der gotischen Kirche sind noch der mächtige Turm und der Altarraum erhalten. Beide Bauteile fügen sich zu einer schönen harmonischen Einheit zusammen. Erbauer der Kirche ist Pfarrer Maximilian von Herbstheim, ein Vorarlberger, der von 1750 bis 1772 Pfarrer von Hollenstein an der Ybbs war.
In der Kirche stehen vier Altäre, deren Aufbauten spätbarocke Arbeit sind. Das Hochaltarbild hat der St. Pöltner Maler Breitschopf im Jahre 1831 geschaffen. Den Altar der Frauenkapelle ziert eine schöne barocke Muttergottesstatue. Die Orgel wurde im Jahre 1906 gebaut und ist ein Werk des bekannten Orgelbaumeisters Praimauer von Ottensheim bei Linz. Am Turm befinden sich fünf Glocken. Vier davon wurden 1949 und eine 1958 von der Glockengießerei St. Florian in Oberösterreich gegossen. Eine Glocke aus dem Jahre 1574 kann seit dem Jahre 1958 nicht mehr geläutet werden. Der Holzaufbau über dem breiten Stiegenaufgang zur Kirche („Kirlaben“ = Kirchenlaube), diente in alter Zeit den Händlern als Verkaufsladen. Der gotische Altarraum, Frauenkapelle genannt, ist eine beliebte Gebetsstätte.

Öffnungszeiten Pfarrkanzlei:
Mittwoch 9.00 bis 11.00 Uhr
Tel.: +43 (7445) 686
Email: pv-ambauernboden@dsp.at
Dorf 171, 3343 Hollenstein/Ybbs